Generic filters
FS Logoi

Befüllung von Gartenpools strapaziert die Trinkwasserversorgung

Seit die Tage wärmer werden, mehren sich bei den Betriebsstellen des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) Anfragen nach Standrohren, um mit deren Hilfe die eigenen mehrere tausend Liter fassenden Gartenpools schneller als mit dem Gartenschlauch zu befüllen. Dieser Bitte kann und wird der OOWV aus verschiedenen Gründen nicht nachkommen.

von | 29.06.23

Die Verwendung eines Standrohrs statt eines Gartenschlauchs bei der Befüllung von Gartenpools würde das Versorgungssystem stark belasten .
Bild: AdobeStock/Dmytro
Gartenpools
Seit die Tage wärmer werden, mehren sich bei den Betriebsstellen des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) Anfragen nach Standrohren, um mit deren Hilfe die eigenen mehrere tausend Liter fassenden Gartenpools schneller als mit dem Gartenschlauch zu befüllen. Dieser Bitte kann und wird der OOWV aus verschiedenen Gründen nicht nachkommen.

Befüllungen von Gartenpools belasten das Versorgungssystem

Zum einen strapaziert die vielfache Befüllung von Gartenpools besonders in Kombination mit Rasenbewässerung an warmen Tagen die Trinkwasserversorgung und kann zu Druckminderungen beitragen. Durch die Verwendung eines Standrohrs statt eines Gartenschlauchs würde die gleiche Menge Wasser in einem deutlich kürzeren Zeitraum abgegeben werden, was das Versorgungssystem noch stärker belasten würde.

Mehrkosten bei der Abwasserreinigung bei Verwendung eines Standrohrs

Zum anderen ist Poolwasser nach der Benutzung als Abwasser zu entsorgen. Besonders bei großen Pools, die mehrere tausend Liter fassen, ist die Verwendung von keimtötenden Mitteln wie Chlor, speziellen Bioziden zur Algenvernichtung und Zusätzen für die ph-Regulierung üblich. Auch Pools mit UV- und Ozon-Filterung kommen nicht gänzlich ohne chemische Zusätze aus. Ebenso gelangen durch die Nutzer selbst chemische Stoffe ins Wasser, wenn sie beispielsweise Sonnencreme, Hautpflegemittel oder Seife, Shampoo und Duschgels verwenden. Durch die Verwendung eines Standrohrs würden die fälligen Kosten der Abwasserreinigung beim zuständigen Entsorger, zum Beispiel der Kommune, nicht bezahlt, sondern der Allgemeinheit aufgebürdet werden.

Weitere Informationen

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, automatisch in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Neue Verfahren gegen PFAS im Wasser
Neue Verfahren gegen PFAS im Wasser

Forschende des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf haben zwei Verfahren entwickelt, mit denen sich PFAS gezielt abbauen lassen. Langfristig könnten die Technologien dazu beitragen, den Eintrag der langlebigen Chemikalien in Gewässer deutlich zu reduzieren.

mehr lesen
Wasserwerk Halingen: Moderne Technik für sauberes Trinkwasser
Wasserwerk Halingen: Moderne Technik für sauberes Trinkwasser

Die Wasserwerke Westfalen haben die Modernisierung ihrer Trinkwasseraufbereitung abgeschlossen. Mit der Inbetriebnahme der Weitergehenden Aufbereitungsanlage im Wasserwerk Halingen setzen nun alle fünf WWW-Wasserwerke auf zusätzliche technische Verfahrensstufen, um die Trinkwasserqualität langfristig zu sichern.

mehr lesen
Fraunhofer veröffentlicht Handbuch zur Kreislaufwirtschaft
Fraunhofer veröffentlicht Handbuch zur Kreislaufwirtschaft

Das Fraunhofer IPA und das Fraunhofer IAO haben gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten ein Handbuch zur kreislauffähigen Wertschöpfung veröffentlicht. Es zeigt, wie Unternehmen Produkte langlebiger gestalten, Materialien im Kreislauf halten und neue Geschäftsmodelle entwickeln können. Die Publikation richtet sich an Praxis und Forschung und ist digital als Open-Access-Ausgabe verfügbar.

mehr lesen
Bund und Länder investieren in Forschungsinfrastrukturen
Bund und Länder investieren in Forschungsinfrastrukturen

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat mehrere Maßnahmen zur Stärkung zentraler Forschungsinfrastrukturen in Deutschland beschlossen. Dazu gehören die langfristige Förderung der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI), zusätzliche Investitionen in das Hochleistungsrechnen mit Künstlicher Intelligenz an Hochschulen sowie die Unterstützung des Akademienzentrums für Digitale Lexikographie des Deutschen. Ziel ist es, Forschungsdaten besser nutzbar zu machen und die Leistungsfähigkeit des Wissenschaftssystems weiter auszubauen.

mehr lesen

Firmen zum Thema

Sie möchten den Wassermeister testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die Wassermeister kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03