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Gegen den Fachkräftemangel: Dual studieren an der FH Münster

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, hat die FH Münster ihre Studiengänge fortwährend modernisiert. Ab dem ersten Semester sind praxisintegrierte Module feste Bestandteile des Curriculums

von | 26.06.23

Studierende der Umwelttechnik an der FH Münster, FB EGU
Bildquelle: FH Münster / Maxi Krähling
Fachkräftemangel

23. Juni 2023 Ι Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, hat die FH Münster ihre Studiengänge fortwährend modernisiert. Ab dem ersten Semester sind praxisintegrierte Module feste Bestandteile des Curriculums. Dadurch werden in Abstimmung mit dem Modulverantwortlichen unternehmensspezifische Fertigkeiten vermittelt. Das führt dazu, dass die Studierenden während ihres Studiums mit dem Unternehmen eng verbunden bleiben und neue Erkenntnisse direkt in ihre Tätigkeit transferieren können.

Weniger Studienanfänger in naturwissenschaftlichen Fächern

Durch den demographischen Wandel und den Bevölkerungsrückgang fehlt in vielen Branchen gut ausgebildetes Personal, vor allem auch in den Ingenieurwissenschaften. Laut Statista ist die Zahl der Studienanfänger vor allem in den mathematischen/naturwissenschaftlichen Fächern rückläufig. Im Hochschulsemester 2018/2019 lag die Zahl der Studienanfänger-/innen noch bei fast 55.700, im Hochschulsemester 2021/2022 nur noch bei knapp 49.400 [1]. Hinzu kommt die hohe Zahl derjenigen, die die Hochschule ohne einen Abschluss wieder verlassen. Der prognostizierte Bedarf an Ingenieurinnen und Ingenieure wird zwischen 2023 – 2027 bei 48.300 liegen [2].

Angepasste Studiengänge sollen dem Fachkräftemangel entgegenwirken

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, haben Hochschulen der angewandten Wissenschaften, so auch die FH Münster, ihre Studiengänge fortwährend modernisiert und an den Bedarf der Unternehmen angepasst. Ein wesentlicher Baustein des an der FH Münster gelebten Konzepts des lebenslangen Lernens sind Angebote zur berufsbegleitenden Qualifikation. Seit dem Wintersemester 2022 bietet der Fachbereich EGU der FH Münster die dualen Bachelorstudiengänge Gebäudetechnik, Energietechnik und Umwelttechnik – auch im Bereich des Wirtschaftsingenieurwesens –  an.

Studienanfänger:innen haben die Möglichkeit in Kooperation mit einem Unternehmen die Theorie und Praxis intensiv zu verzahnen und so den direkten Zusammenhang zwischen den Inhalten im Hörsaal und den Anforderungen im Beruf herzustellen. Der Kern dieses Studienangebotes liegt in der praxisintegrierten Dualität des Fachbereichs und den kooperierenden Unternehmen, was allen drei Beteiligten, also Studierenden, Hochschule und Unternehmen, Vorteile bringt. Im Studienverlaufsplan ist übersichtlich dargestellt, wie das Studium gegliedert ist.

Wie werden Theorie und Praxis verbunden?

  • Studieninteressierte absolvieren neben dem Studium in den ersten beiden Studienjahren eine Praxisphase von max. 15 Wochen (1. Studienjahr) bzw. max. 13. Wochen (2. Studienjahr).
  • Im Laufe des Studiums gewinnen die Studierenden/Absolventen aus den Grundlagenmodulen sowie aus den Fach- und Wahlmodulen die entsprechenden Fachkompetenzen und lösen somit früh die im Unternehmen verantwortungsvollen und komplexen Aufgaben.
  • Vorteilhaft für die Studierenden ist die Möglichkeit, in unserem Konzept des dualen Studiums ihr Studium studienfördernd finanzieren zu können, das Ausüben von fachfremden Tätigkeiten entfällt auf dieser Weise.

 

Smart City Engineering – Schnittstellen zwischen der Energie-, Gebäude- und Umwelttechnik

Aufbauend auf die dualen Bachelorstudiengänge bietet die FH Münster im Fachbereich EGU die konsekutiven Masterstudiengänge an, die auch berufsbegleitend studiert werden können. Dabei hat der Fachbereich im Sinne einer aktuellen und zukunftsfähigen akademische Ausbildung nicht nur die technologisch treibenden Einflussfaktoren bestimmt, sondern in einer EGU-Landkarte die komplexen Zusammenhänge strukturiert und visualisiert. Für die drei Studiengänge Energietechnik, Gebäudetechnik und Umwelttechnik wurden die Schnittstellen definiert und an passenden Stellen die Inhalte verknüpft.

Durch die Verstärkung des Kollegiums im Bereich der Zukunftstechnologien wie z. B. Wasserstoff, Photovoltaik, Building Information Modelling (BIM), Energiespeicher, Biomassenutzung und Data Science werden diese komplexen Felder und Zusammenhänge zukünftig besser vernetzt. In unseren zahlreichen Laboren werden die theoretischen Kenntnisse in praktischen Übungen und anschaulichen Versuchen vertieft.

Informationen zum dualen Studium

 

Quellen:

[1] Statista: https://de.statista.com/statistik/studie/id/12355/dokument/studium-statista-dossier/ Zugriff 05.05.2023 11:32

[2] Statista: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/154890/umfrage/jaehrlicher-bedarf-an-ingenieuren-in-deutschland-bis-2027/ Zugriff: 05.05.2023, 11:19

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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