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Was hat die Herstellung von Biogas mit Trinkwasser zu tun?

Als Nebenprodukt des Gärprozesses bleibt die vergorene Biomasse in Biogasanlagen zurück. Sie hat als sogenanntes Gärprodukt einen hohen Nährstoffgehalt hat und kann in der Landwirtschaft als Düngemittel eingesetzt werden.

von | 05.02.24

Biogasanlagen erzeugen nicht nur Biogas. Vergorene Biomasse verbleibt und kann in der Landwirtschaft als Düngemittel eingesetzt werden.
Quelle: AdobeStock/Dreadlock
Biogas

5. Februar 2024 Ι Als Nebenprodukt des Gärprozesses bleibt die vergorene Biomasse in Biogasanlagen zurück. Sie hat als sogenanntes Gärprodukt einen hohen Nährstoffgehalt hat und kann in der Landwirtschaft als Düngemittel eingesetzt werden.

Gärprodukte können Schadstoffe enthalten

Biogasanlagen erzeugen nicht nur Biogas. Als Nebenprodukt des Gärprozesses bleibt die vergorene Biomasse zurück, die als sogenanntes Gärprodukt einen hohen Nährstoffgehalt hat und in der Landwirtschaft als Düngemittel eingesetzt werden kann. Das kann allerdings in Bezug auf den Schutz von Oberflächen- und Grundwasser durchaus mit Risiken verbunden sein. Denn Gärprodukte können neben Nährstoffen auch Krankheitserreger oder Schadstoffe enthalten. Wenn in einer Biogasanlage etwa nicht nur Mais oder Gülle zum Einsatz kommen, sondern auch Bioabfälle, dann besteht die Möglichkeit, dass Schadstoffe in die Gärprodukte gelangen.

Solche Schadstoffe sind zum Beispiel Weichmacher und PFAS aus Kunststoffen und Beschichtungen, Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Arzneimittelrückstände oder Schwermetalle, die mit dem versickernden Regenwasser ins Grundwasser sowie in die Talsperren gelangen können. Für die Wasserversorger kann dies eine aufwändige Aufbereitung erforderlich machen, um die Reinheit des Trinkwassers sicherzustellen.

Landwirtschaftliche Nutzung von Gärprodukten

Werden Gärprodukte als Dünger eingesetzt, gelten bereits die Anforderungen des Düngerechts. Darüber hinaus existieren eine Reihe von Gütesicherungen, die ihre Unbedenklichkeit als Düngemittel sicherstellen. In Wasserschutzgebieten müssen zusätzlich besondere Anforderungen des Trinkwasserschutzes eingehalten werden, allerdings fehlte hier eine konkrete Orientierung in Bezug auf den Einsatz von Gärprodukten. Um diesbezüglich Klarheit zu schaffen, hat der DVGW die DVGW-Information Gas/Wasser Nr. 30 veröffentlicht. Sie zeigt, wie die landwirtschaftliche Nutzung von Gärprodukten im Einklang mit dem Schutz von Wasserressourcen möglich ist.

Was Biogas mit Trinkwasser zu tun?

Im Video des DVGW informiert Dr. Daniel Petry über die landwirtschaftliche Verwertung von Gärprodukten in Trinkwasserschutzgebieten.

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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