Generic filters
FS Logoi

Bleidetektion im Trinkwasser

Eine dreijährige Wissenstransferpartnerschaft (KTP) für ein tragbares Gerät zur Erkennung von Blei im Trinkwasser wurde von Innovate UK, der britischen Innovationsagentur, mit der höchstmöglichen Note ausgezeichnet. Die Partnerschaft zwischen der Manchester Metropolitan University und Aquacheck Engineering, die im Januar 2019 begann, wurde von unabhängiger Seite bewertet und erhielt von der Agentur die Bewertung "hervorragend". Damit hat das Team die ursprünglichen Ziele des Projekts übererfüllt.

von | 18.04.23

wasserhahn
wasserhahn
wasserhahn

Eine dreijährige Wissenstransferpartnerschaft (KTP) für ein tragbares Gerät zur Erkennung von Blei im Trinkwasser wurde von Innovate UK, der britischen Innovationsagentur, mit der höchstmöglichen Note ausgezeichnet. Die Partnerschaft zwischen der Manchester Metropolitan University und Aquacheck Engineering, die im Januar 2019 begann, wurde von unabhängiger Seite bewertet und erhielt von der Agentur die Bewertung “hervorragend”. Damit hat das Team die ursprünglichen Ziele des Projekts übererfüllt.

Erkennung von Blei im Trinkwasser

Die Partner wollten ein kostengünstiges Schnellmessgerät für die Bewertung der Bleikonzentration im Trinkwasser entwickeln. Das Ergebnis ist ein einfach zu bedienendes, robustes, tragbares Gerät mit hoher Genauigkeit und außergewöhnlich niedrigen Nachweisgrenzen. Blei im Trinkwasser kann schwerwiegende Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben, vor allem bei Kleinkindern, bei denen bereits eine geringe Bleibelastung zu Schädigungen des Nervensystems und Lernschwierigkeiten führt. Das Vorhandensein von Blei ist vor allem auf die frühere Verwendung des Metalls in Rohrleitungen und Verteilungssystemen zurückzuführen. Schätzungen zufolge ist fast ein Viertel der 25 Millionen Haushalte in England und Wales mit Blei im Versorgungsnetz belastet. Die Kosten für den Austausch dieser Rohre werden auf rund 7 Milliarden Pfund geschätzt, und auch für den Rest der Welt stellt das Risiko einer Bleibelastung durch Trinkwasser eine erhebliche Herausforderung dar. Die US-Umweltschutzbehörde schätzt, dass landesweit zwischen sechs und 10 Millionen Bleileitungen in Gebrauch sind.

Das Hauptziel der Partnerschaft zwischen Aquacheck und der Manchester Metropolitan University war die Entwicklung eines Siebdruck-Sensors der nächsten Generation, mit dem sich der Bleigehalt im Leitungswasser von Haushalten quantifizieren lässt. Die Forschungsarbeiten kombinierten Elektrochemie, Chemie, fortschrittliche Fertigung und Internet der Dinge-Forschung, die bisher noch nicht auf eine tragbare Lösung zur Wassererfassung angewandt worden waren.
Professor Craig Banks, Leiter der Abteilung für Forschung und Wissensaustausch an der Fakultät für Natur- und Ingenieurwissenschaften der Manchester Metropolitan University, sagte: “Es war eine Freude, mit Aquacheck Engineering zusammenzuarbeiten, um einen Unterschied in der Wasserindustrie zu erzielen, der auf unserer elektrochemischen Grundlagenforschung beruht.”

Das neue Gerät ist für den Einsatz bei Bauunternehmen und Wasserversorgern vorgesehen und kann den Wasserversorgern helfen, die neue EU-Norm für Blei im Leitungswasser von 5 ppb bis 2030 einzuhalten.
Paul Carrington, Geschäftsführer von Aquacheck Engineering mit Sitz in Rochdale, sagte: “Aquacheck hat eine außergewöhnliche Reise hinter sich, seit wir mit Manchester Met zusammenarbeiten. Der Zugang zu den Laboreinrichtungen und dem Fachwissen der Universität in Verbindung mit unserer eigenen Produktionsanlage und unserer Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Wasserversorgungsunternehmen hat die Möglichkeiten der Produktion enorm erweitert. ”

Zu Aquacheck Engineering

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Bild: Pixabay

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, automatisch in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

DVGW und KDW verstärken Kooperation für eine sichere digitale Wasserwirtschaft
DVGW und KDW verstärken Kooperation für eine sichere digitale Wasserwirtschaft

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) und das Kompetenzzentrum Digitale Wasserwirtschaft (KDW) arbeiten künftig enger zusammen. Ziel der Kooperation ist es, die digitale Transformation der Wasserwirtschaft fachlich zu begleiten und die Branche beim sicheren Einsatz digitaler Technologien zu unterstützen. Die entsprechende Vereinbarung wurde am 05. Mai 2026 auf der IFAT in München unterzeichnet.

mehr lesen
JenaWasser nimmt neuen Hochbehälter Großlöbichau in Betrieb
JenaWasser nimmt neuen Hochbehälter Großlöbichau in Betrieb

Der neue Hochbehälter Großlöbichau ist seit heute in Betrieb und versorgt Großlöbichau, Kleinlöbichau sowie Teile von Jenaprießnitz und Wogau mit Trinkwasser aus dem Wasserwerk Burgau. Mit dem 300-Kubikmeter-Speicher setzt JenaWasser einen weiteren Schritt aus dem Wasserversorgungskonzept 2040 um.

mehr lesen
Neues Düngegesetz soll Nitratbelastung im Grundwasser gezielt senken
Neues Düngegesetz soll Nitratbelastung im Grundwasser gezielt senken

Mit einer Reform des Düngegesetzes will das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) ein effizienteres Monitoring etablieren und die Belastung von Gewässern durch Nitrat reduzieren. Ziel ist ein stärker am Verursacherprinzip orientiertes System. Das Kabinett hat am 29.4. dem vom Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, vorgelegten Entwurf zugestimmt.

mehr lesen

Firmen zum Thema

Sie möchten den Wassermeister testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die Wassermeister kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03