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Forschungsprojekt: Trinkwasser für Kinder in Zeiten des Klimawandels

„Trinkwasser für Kinder in Zeiten des Klimawandels – Water for Children in Climate Change: WATCH“. Das Forschungsdepartment Kinderernährung (FKE) der Universitätskinderklinik Bochum will am Beispiel von Kindergärten klimasensitive Empfehlungen entwickeln, aus denen hervorgeht, wie viel mehr Kinder verschiedenen Alters bei verschiedenen Wetterbedingungen trinken sollten.

von | 14.06.23

Fest steht, dass die Empfehlung zum Trinken von Leitungswasser gehen wird. Im Gegensatz zu abgepackten, oftmals gesüßten Getränken ist es nicht nur gesünder, sondern auch umweltfreundlicher.
Bildquelle: AdobeStock/demphoto
Trinkwasser

Mit dem Klimawandel gehen Hitzewellen einher, die den Körper belasten. Besonders für Kinder ist es wichtig ausreichend zu trinken, da ihr Flüssigkeitshaushalt besonders empfindlich ist. Dafür zu sensibilisieren ist eines der Ziele des Projekts „Trinkwasser für Kinder in Zeiten des Klimawandels – Water for Children in Climate Change: WATCH“. Das Forschungsdepartment Kinderernährung (FKE) der Universitätskinderklinik Bochum will am Beispiel von Kindergärten klimasensitive Empfehlungen entwickeln, aus denen hervorgeht, wie viel mehr Kinder verschiedenen Alters bei verschiedenen Wetterbedingungen trinken sollten.

Ausreichend Trinken vor dem Hintergrund der Klimaerwärmung

Das Team des Forschungsdepartments Kinderernährung greift auf aktuelle wissenschaftliche Daten zurück. Aus den Daten geht hervor, wie viel Wasser der Körper eines Kindes bei verschiedenen Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten über die Haut sowie den Atem verliert. Auf der Basis dieser Erkenntnisse werden erstmals Empfehlungen erarbeitet, die eine Orientierung bieten, wie viel mehr Wasser Kinder bei welchem Wetter trinken sollten. Die Sensibilisierung von Erziehungspersonal in Bochumer Kindertagesstätten für diese neuen Erkenntnisse ist ebenfalls relevant im WATCH-Projekt.

„Wir wissen aus älteren Studien, dass Kinder in Deutschland ohnehin tendenziell zu wenig trinken“, erklärt Prof. Dr. Thomas Lücke, Direktor der Universitätskinderklinik. „Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben“, ergänzt Prof. Dr. Mathilde Kersting, Leiterin des FKE. „Manche Eltern glauben, Kinder würden sich satt trinken und weniger essen, manche wollen durch weniger zu trinken das Trockenwerden der Kleinkinder fördern. Manche Kinder trinken bewusst wenig, um die Schultoilette nicht aufsuchen zu müssen.“ Wassermangel setzt jedoch die Leistungsfähigkeit herab. Der Organismus leidet; schlimmstenfalls kann es zu Kreislaufproblemen kommen. „Deswegen ist es uns ein wichtiges Anliegen, das Trinken vor dem Hintergrund der Klimaerwärmung ins Bewusstsein zu rücken“, unterstreicht die Forscherin.

Trinkwasser für Kinder-Projekt startet im Juni

Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. In der Startphase treffen sich alle beteiligten Forschenden und Institutionen am 19. Juni 2023 zu einem Kick-Off im FKE. Um zu fundierten Empfehlungen zu gelangen, wird das Team um Prof. Dr. Benjamin Bechtel aus der Geografie der Ruhr-Universität Bochum Klimamessungen und Szenarien in Bochum sammeln und auswerten.

„Mit dem Klimawandel ändert sich auch der Flüssigkeitsbedarf, in Städten gibt es zudem räumlich große Unterschiede durch das Stadtklima“, verdeutlicht der Forscher den Einfluss der differenzierten Umweltbedingungen auf den Organismus.

Fest steht schon jetzt, dass die Empfehlung zum Trinken von Leitungswasser gehen wird. Im Gegensatz zu abgepackten, außerdem oftmals gesüßten Getränken ist es nicht nur gesünder, sondern auch umweltfreundlicher.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert das Projekt zwischen Mai 2023 und Oktober 2025.

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