Die durch den russischen Angriffskrieg stark beschädigte Wasserversorgung der ukrainischen Stadt Mykolajiw erhält technische Unterstützung aus Hannover. enercity liefert Ausrüstung, die beim Wiederaufbau der Trinkwasserversorgung eingesetzt werden soll. Ziel ist es, die Bevölkerung langfristig zuverlässig mit sauberem Trinkwasser zu versorgen.
Die Unterstützung ist Teil einer Solidaritäts- und Betreiberpartnerschaft zwischen enercity und den ukrainischen Partnerunternehmen Mykolaivvodokanal, Dez Pilot und Mykolaivoblteploenergo.
Insgesamt umfasst das Projekt drei LKW-Lieferungen mit 56 Paletten neu beschaffter Ausrüstung. Welche Technik benötigt wird, wurde im fachlichen Austausch zwischen Experten aus Hannover und Mykolajiw ermittelt. Dabei wurden die dringendsten Bedarfe identifiziert und die Beschaffung entsprechend ausgerichtet.
Technik für Wasseraufbereitung und Leitungsnetze
Die ersten Hilfsgüter sind bereits in Mykolajiw eingetroffen. Dazu gehören Umkehrosmoseanlagen, Filterelemente und Desinfektionstechnik für die Trinkwasseraufbereitung. Außerdem wurde eine Berstmaschine geliefert, die zur grabenlosen Erneuerung beschädigter Wasserleitungen eingesetzt werden kann.
Mit der letzten Lieferung vom enercity-Standort Herrenhausen werden weitere Filterelemente und Pumpen nach Mykolajiw transportiert. Nach deren Ankunft steht die gesamte für das Projekt vorgesehene technische Ausrüstung vor Ort zur Verfügung.
Die Hilfslieferungen haben einen Wert von rund einer halben Million Euro. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH fördert die Unterstützung mit rund 250.000 Euro.
Zusammenarbeit soll langfristig fortgesetzt werden
Die Partnerschaft beschränkt sich nicht auf die aktuelle Lieferung. Neben der technischen Ausrüstung steht der langfristige fachliche Austausch zwischen den beteiligten Versorgungsunternehmen im Mittelpunkt. Die kommunalen Betriebe sollen dadurch beim Wiederaufbau und beim dauerhaft sicheren Betrieb ihrer Anlagen unterstützt werden.
Die Trinkwasserversorgung in Mykolajiw war infolge der schweren Kriegsschäden über mehrere Jahre nur eingeschränkt möglich. Vielerorts war die Bevölkerung auf dezentrale Wasseraufbereitungsanlagen angewiesen. Inzwischen wurde ein neues Wasserwerk errichtet und die zentrale Wasserversorgung wird schrittweise wiederhergestellt. Mobile und dezentrale Lösungen bleiben dennoch ein wichtiger Bestandteil der Versorgungssicherheit.
Hannover und Mykolajiw verbindet seit 2022 eine Solidaritätspartnerschaft. Im Herbst 2025 unterzeichneten enercity sowie Mykolaivvodokanal, Dez Pilot und Mykolaivoblteploenergo eine Kooperationsvereinbarung zur Unterstützung der Trinkwasserversorgung. Die Zusammenarbeit wird durch die GIZ gefördert und verbindet technische Hilfe mit fachlichem Know-how aus Hannover.
Weitere InformationenQuelle: enercity











