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OOWV: Fünf neue Pumpen fürs Speicherpumpwerk Havekost

Nach 35 Jahren war es Zeit für einen Austausch: In der Pumpenhalle des Speicherpumpwerks Havekost hat der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) neben der Rohranlage wesentliche Technik modernisiert: Für die Verteilung des Wassers in zwei Richtungen sorgen nun fünf neue Pumpen an zwei Stationen. Es fließt in zwei Richtungen – Harpstedt und Großenkneten. Eine Pumpe schafft rund […]

von | 07.04.22

Lutz Trittin hat als verantwortlicher OOWV-Projektingenieur die Maßnahme umgesetzt. Die neuen Pumpen zeichnen sich nach seinen Worten auch durch eine höhere Energieeffizienz aus

Nach 35 Jahren war es Zeit für einen Austausch: In der Pumpenhalle des Speicherpumpwerks Havekost hat der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) neben der Rohranlage wesentliche Technik modernisiert: Für die Verteilung des Wassers in zwei Richtungen sorgen nun fünf neue Pumpen an zwei Stationen. Es fließt in zwei Richtungen – Harpstedt und Großenkneten. Eine Pumpe schafft rund 170 Kubikmeter pro Stunde. „Sie sind im Vergleich zu den bisherigen Pumpen aus dem Jahr 1987 deutlich energiesparender“, sagt OOWV-Projektingenieur Lutz Trittin.

Das Wasser kommt aus den beiden 2018 fertiggestellten Trinkwasserspeichern, die sich direkt neben der Pumpenhalle befinden. Sie sind 7 m hoch, haben dank eines Durchmessers von 33,8 m ein Fassungsvermögen wie ihre deutlich höheren Vorgänger von je 5.000 Kubikmeter und werden gespeist vom Wasserwerk Wildeshausen. Dieses stellt täglich zwischen 2.000 und 6.000 Kubikmeter Trinkwasser für das Speicherpumpwerk Havekost im Landkreis Oldenburg bereit.

Seit Mitte der 1960er Jahre kümmert sich der OOWV von hier aus um die Versorgungssicherheit in der Region. In diesem Ortsteil der Gemeinde Ganderkesee steht eines von fünf Speicherpumpwerken, die der OOWV zusätzlich zu 15 Wasserwerken in seinem Verbandsgebiet betreibt. Sie werden benötigt, um die erforderlichen Wassermengen und den Versorgungsdruck zu Spitzenzeiten zu gewährleisten. Dies ist besonders morgens und abends der Fall, wenn die meisten Menschen duschen, die Toilettenspülung benutzen oder auch kochen.

„Durch den steten Verbrauch verbleibt das Wasser höchstens zwei Tage in den Speichern. Während dieser Zeit ist das Wasser ständig in Bewegung, was einer Keimbildung vorbeugt“, erläutert Hartwig Hillen, der als Leiter der OOWV-Wasserwerke Wildeshausen und Harpstedt für dieses Speicherpumpwerk verantwortlich ist.

Das Gelände des OOWV-Speicherpumpwerks an der Wildeshauser Landstraße in Havekost: vorne die beiden Trinkwasserspeicher aus dem Jahr 2018, in der Mitte die Pumpenhalle und dahinter die zwei früheren Trinkwasserspeicher aus dem Jahr 1967. Fotonachweise: Heiko Poppen, OOWV

Ganz abgeschlossen ist die Modernisierung des Standorts an der Wildeshauser Landstraße noch nicht. „Im kommenden Jahr tauschen wir das bisherige Notstrom-Aggregat gegen ein neues aus“, berichtet Lutz Trittin. Für die aktuelle Maßnahme hat der OOWV rund 700.000 Euro investiert, die Errichtung der beiden Trinkwasserspeicher kostete 2018 rund 4,15 Mio. Euro. Anders als anfangs vorgesehen, sind die beiden alten Speicher nicht zurückgebaut worden, sondern bieten stattdessen in über 20 m Höhe Fledermäusen die Möglichkeit eines Unterschlupfs.

(Quelle: OOWV)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Neben den fünf Pumpen an zwei Stationen ist auch die Rohranlage erneuert worden. Zwischen den Stationen befindet sich der Hydrophor-Kessel, der die Aufgabe eines Druck- und Ausgleichsbehälters hat

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