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OOWV erwirbt Anteile an Harzwasserwerken

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) übernimmt 14,29% der Anteile an der Harzwasserwerke GmbH für 16,5 Millionen Euro. Diese Entscheidung, die ohne Gegenstimmen fiel, stärkt die öffentliche Wasserversorgung in Niedersachsen und ermöglicht eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden größten Wasserversorgern des Bundeslandes. Die Zustimmung der Landesregierung steht noch aus.

von | 02.10.24

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) wird künftig als unmittelbarer Gesellschafter der Harzwasserwerke GmbH in Hildesheim agieren.
Quelle:Pixabay/wal_172619

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) wird künftig als direkter Gesellschafter der Harzwasserwerke GmbH in Hildesheim auftreten. Am Dienstag stimmte die Verbandsversammlung einstimmig dem Erwerb von 14,29 Prozent der Anteile zu, für die ein Kaufpreis von 16,5 Millionen Euro festgelegt wurde. Verkäufer der Anteile sind die Hamburger Wasserwerke GmbH sowie die enercity AG aus Hannover, die bisher 7,29 Prozent beziehungsweise sieben Prozent der Anteile hielten. Diese Entscheidung unterliegt der Zustimmung des Landes Niedersachsen zum Verkauf und dem Verzicht auf das Vorkaufsrecht. Mit einer Entscheidung des Landeskabinetts wird im Oktober gerechnet.

Optimierung der Gesellschafterstruktur und Förderung der Wasserversorgung

Ingo Hannemann, Geschäftsführer von Hamburg Wasser, bezeichnete diesen Schritt als „ein guter Schritt, die Gesellschafterstruktur und damit die Entscheidungswege zu verschlanken“. Dies werde die Leistungsfähigkeit erhöhen, sodass der OOWV in der Lage sei, „die positive Entwicklung der Harzwasserwerke im Sinne der öffentlichen Wasserversorgung voranzutreiben.“

Die Verbindung zu den Harzwasserwerken bleibt auch nach dem Verkauf für enercity bestehen.

Dirk Schulte, Vorstandsmitglied bei enercity, betonte: „Wir bauen auch künftig auf die Harzwasserwerke als leistungsfähigen Partner bei der kommunalen Wasserversorgung“.

Der OOWV und die Harzwasserwerke sind die beiden größten Wasserversorger in Niedersachsen und arbeiten bereits eng zusammen, unter anderem im Landkreis Diepholz. Die Harzwasserwerke versorgen rund 70 Kommunen und Wasserversorger zwischen Göttingen, Wolfsburg und Bremen mit Wasser. Ab November sollen Wassermengen aus dem Wasserwerk in Ristedt ins OOWV-Netz eingespeist werden, um den gestiegenen Bedarf im OOWV-Gebiet zu decken.

Nachhaltige Lösungen für steigende Wasserbedarfe und Klimawandel

Sven Ambrosy, OOWV-Vorsteher, bedankte sich bei der Verbandsversammlung für das klare Votum.

„Kooperationen in der Wasserwirtschaft über Gebietsgrenzen hinweg werden angesichts der vielfältigen Herausforderungen dieser Zeit immer bedeutsamer“, sagte er und nannte die Arbeit an Lösungen für steigende Wasserbedarfe sowie Anpassungsstrategien für den Klimawandel als Beispiele.

Die Verbandsversammlung ist das zentrale Gremium des OOWV, in dem Städte, Gemeinden, Samtgemeinden und Landkreise, die die Wasserver- und/oder Abwasserentsorgung übernommen haben, durch kommunale Amtsträger vertreten sind.

Karsten Specht, Geschäftsführer des OOWV, betonte die Bedeutung der zukünftig noch engeren Zusammenarbeit zwischen den Harzwasserwerken und dem OOWV. Insbesondere für das südliche Verbandsgebiet, vor allem den Landkreis Diepholz, habe diese Verbindung eine „langfristige infrastrukturelle Bedeutung für die Wasserversorgung“, stellte Specht fest. Im Landkreis Diepholz versorgt der OOWV die Städte Bassum und Twistringen sowie Teile der Gemeinde Stuhr mit Wasser.

Künftig wird die Zahl der Anteilseigner der Harzwasserwerke auf acht reduziert, anstelle von bisher neun. Der OOWV ist außerdem seit 2015 mit fünf Prozent an der Harzwasser-Kommunalen Wasserversorgung (HKW) GmbH Syke beteiligt, die mit 25,1 Prozent der größte Anteilseigner der Harzwasserwerke ist. Die Gesellschafter der Harzwasserwerke sind seit der Privatisierung im Jahr 1996 überwiegend auch deren Kunden und bilden ein mehrheitlich kommunales Konsortium.

Karsten Specht betonte: „Mit dem Erwerb der Anteile stärken wir die Bedeutung der öffentlichen kommunalen Wasserversorgung im Nordwesten.“

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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