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Neuer Mischwald: gut für Umwelt und Grundwasserneubildung

Heimische Laubbäume statt Monokultur aus Fichten: Im Rahmen eines ökologischen Waldumbaus wurden rund 5.000 jungen Eichen, Kirschen und Bergahornen auf einer rund 1 ha großen Fläche auf dem Gelände des Wasserwerks Lohbrügge gepflanzt. Der alte Nadelwald war von Borkenkäfer befallen und durch Wind ausgedünnt – der neue Mischwald ist nicht nur robuster, sondern wirkt sich […]

von | 21.06.21

Heimische Laubbäume statt Monokultur aus Fichten: Im Rahmen eines ökologischen Waldumbaus wurden rund 5.000 jungen Eichen, Kirschen und Bergahornen auf einer rund 1 ha großen Fläche auf dem Gelände des Wasserwerks Lohbrügge gepflanzt. Der alte Nadelwald war von Borkenkäfer befallen und durch Wind ausgedünnt – der neue Mischwald ist nicht nur robuster, sondern wirkt sich auch positiv auf die Grundwasserneubildung aus.

Wald als Wasserspeicher und Wasserfilter

“Im Vergleich zu dem rund 50 bis 60 Jahre alten Fichtenbestand, der im Februar abgetragen wurde, ist der neue Wald ein noch effektiverer Wasserspeicher und Wasserfilter: Weil die Laubbäume im Winter ihre Blätter verlieren, kommt in den für die Grundwasserbildung wichtigen Wintermonaten besonders viel Wasser am Boden an”, erläutert Patrick Kühn, Leiter der Wasserwerke im Bereich Mitte/Ost bei HAMBURG WASSER. Im Untergrund fungiert das gut verzweigte Wurzelwerk als eine Art Schwamm: In Hohlräumen wird Wasser aufgesogen und sickert dann langsam ins Grundwasser durch. Bei dieser natürlichen Filterung übernehmen dann auch die abfallenden Blätter wieder eine wichtige Funktion: Heruntergefallen werden sie zu Humus und entziehen dem einsickernden Wasser auf diese Weise unerwünschte Stoffe, die der Niederschlag beispielsweise durch Abgase in der Luft aufnehmen kann.

Beraten wird HAMBURG WASSER beim Thema ökologischer Waldumbau von der Abteilung Forstwirtschaft der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Gepflanzt wurde auf einer rund 1 ha großen Fläche östlich der Straße Untere Bergkoppel im Reihenabstand von 2 m mit einem Minibagger. In den Folgejahren wird die Kulturfläche regelmäßig gemäht. Dies dient dem Schutz der jungen Bäume etwa vor Brombeersträuchern, die durch die plötzliche Auflichtung wachsen können. Sobald die hochgewachsenen Bäume die Fläche beschatten, wird die Verkrautung der Fläche wieder deutlich zurückgehen.

Das Wasserwerk Lohbrügge versorgt den Stadtteil mit bis zu 9 Mio. Litern Trinkwasser pro Tag. Gefördert wird Grundwasser aus fünf Brunnen mit einer Tiefe von bis zu 125 m. Bevor das Grundwasser als Trinkwasser aus dem Hahn kommt, durchläuft es die Aufbereitungsanlagen im Wasserwerk.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Die Setzlinge im neue Laubmischwald auf dem Wasserwerksgelände kurz nach der Pflanzaktion. Quelle: HAMBURG WASSER

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