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BWB orten Lecks mit moderner Technik und sichern guten Netzzustand

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Autor: Kathrin Mundt

BWB orten Lecks mit moderner Technik und sichern guten Netzzustand
Leckortung mit Hightech bei den Berliner Wasserbetrieben. Quelle: BWB

Jeden Tag rauschen rund 590 Mio. Liter Trinkwasser durch das 7.827 km lange Rohrnetz Berlins – für die meisten Menschen unhörbar. Doch ein paar Menschen sind unterwegs, um das Wasser rauschen zu hören: beruflich und mit modernster Technik. So entdecken die Berliner Wasserbetriebe (BWB) Leckagen im Netz, auch wenn oben auf der Straße (noch) nichts zu sehen ist.

Akustische Zonenüberwachung oder Korrelation

Diese Technik nennt sich Akustische Zonenüberwachung (AZ) oder Korrelation: Selbst winzige Löcher im Rohr verursachen andere Geräusche als „normal“ fließendes Wasser. Das Leck-Geräusch erreicht die Armaturen – z. B. Schieber oder Hydranten – rechts und links des Schadens abhängig von ihrer Entfernung zum Schadensort zu unterschiedlichen Zeiten. Die Geräuschsensoren, so genannte Hydrophon- oder AZ-Logger, werden in bestimmten Abständen auf die Armatur gesetzt. Die Logger funken ihre Daten dann direkt auf einen Computer oder ein iPad. Aus den Daten der Geräusche sowie den wichtigsten Rohr-Daten wie Material und Größe errechnet eine Korrelationssoftware den Leck-Ort.

Alle fünf bis sechs Jahre wird so der Leitungsbestand des Unternehmens überprüft. Ca. 20 Mal im Jahr werden die Spezialist:innen fündig. Durch ein nur 3 mm großes Loch können pro Monat rund 350.000 Liter Wasser verschwinden, das ist in etwa so viel wie rund 100 Berliner:innen in einem Monat verbrauchen. Die Qualitätsfahnder im Wasserrohrnetz suchen nicht nur Tag für Tag nach Löchern. Nach Reparaturen oder Neuverlegungen befahren sie die Wasserrohre auch mit Kameras, um Schäden oder ggf. zurückgelassenes Werkzeug aufzuspüren.

Mit einer Rohrschadenquote von 0,06 % pro Jahr und Wasserverlusten von 2 % liegen die Berliner Wasserbetriebe deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt (5,2 %).

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