Generic filters
FS Logoi

BWB orten Lecks mit moderner Technik und sichern guten Netzzustand

Jeden Tag rauschen rund 590 Mio. Liter Trinkwasser durch das 7.827 km lange Rohrnetz Berlins – für die meisten Menschen unhörbar. Doch ein paar Menschen sind unterwegs, um das Wasser rauschen zu hören: beruflich und mit modernster Technik. So entdecken die Berliner Wasserbetriebe (BWB) Leckagen im Netz, auch wenn oben auf der Straße (noch) nichts […]

von | 16.11.21

Jeden Tag rauschen rund 590 Mio. Liter Trinkwasser durch das 7.827 km lange Rohrnetz Berlins – für die meisten Menschen unhörbar. Doch ein paar Menschen sind unterwegs, um das Wasser rauschen zu hören: beruflich und mit modernster Technik. So entdecken die Berliner Wasserbetriebe (BWB) Leckagen im Netz, auch wenn oben auf der Straße (noch) nichts zu sehen ist.

Akustische Zonenüberwachung oder Korrelation

Diese Technik nennt sich Akustische Zonenüberwachung (AZ) oder Korrelation: Selbst winzige Löcher im Rohr verursachen andere Geräusche als „normal“ fließendes Wasser. Das Leck-Geräusch erreicht die Armaturen – z. B. Schieber oder Hydranten – rechts und links des Schadens abhängig von ihrer Entfernung zum Schadensort zu unterschiedlichen Zeiten. Die Geräuschsensoren, so genannte Hydrophon- oder AZ-Logger, werden in bestimmten Abständen auf die Armatur gesetzt. Die Logger funken ihre Daten dann direkt auf einen Computer oder ein iPad. Aus den Daten der Geräusche sowie den wichtigsten Rohr-Daten wie Material und Größe errechnet eine Korrelationssoftware den Leck-Ort.

Alle fünf bis sechs Jahre wird so der Leitungsbestand des Unternehmens überprüft. Ca. 20 Mal im Jahr werden die Spezialist:innen fündig. Durch ein nur 3 mm großes Loch können pro Monat rund 350.000 Liter Wasser verschwinden, das ist in etwa so viel wie rund 100 Berliner:innen in einem Monat verbrauchen. Die Qualitätsfahnder im Wasserrohrnetz suchen nicht nur Tag für Tag nach Löchern. Nach Reparaturen oder Neuverlegungen befahren sie die Wasserrohre auch mit Kameras, um Schäden oder ggf. zurückgelassenes Werkzeug aufzuspüren.

Mit einer Rohrschadenquote von 0,06 % pro Jahr und Wasserverlusten von 2 % liegen die Berliner Wasserbetriebe deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt (5,2 %).

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Leckortung mit Hightech bei den Berliner Wasserbetrieben. Quelle: BWB

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, automatisch in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Neuer ISFET-Referenzchip des Fraunhofer IPMS vereinfacht pH-Messung
Neuer ISFET-Referenzchip des Fraunhofer IPMS vereinfacht pH-Messung

Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS hat eine neue Technologie entwickelt, die die pH-Messtechnik auf ein neues Niveau hebt. Der neuartige ISFET-Referenzchip macht Messungen robuster, kompakter und wartungsärmer – ideal für mobile und integrierte Systeme in Umwelt, Landwirtschaft und Trinkwasseranalytik.

mehr lesen
Initiative „Fit für Trinkwasser“ erweitert Partnernetzwerk
Initiative „Fit für Trinkwasser“ erweitert Partnernetzwerk

Die Initiative „Fit für Trinkwasser“ der Branchenverbände BTGA, figawa und ZVSHK geht einen weiteren wichtigen Schritt: Mit dem DVGW wurde ein Letter of Intent (LoI) unterzeichnet. Ziel ist es, die Zusammenarbeit im Bereich „Qualifizierung, Schulung und fachlicher Weiterentwicklung“ rund um Trinkwasserinstallationen in Deutschland systematisch zu vertiefen.

mehr lesen
Trinkwasser Memorandum: Appell für faire und sichere Trinkwasserversorgung
Trinkwasser Memorandum: Appell für faire und sichere Trinkwasserversorgung

Ungenügender Trinkwasserschutz, unzureichende Stoffprüfung, unzulänglicher Rechtsvollzug, mangelnde Herstellerverantwortung, etc. verteuern das Trinkwasser. Wer schützt die Trinkwasserkunden vor fremdverschuldeten Kosten und Risiken? Im Trinkwasser-Memorandum präsentiert der Trinkwasserverband Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein (AWBR) zehn Grundsätze für eine zukunftsfähige und bezahlbare öffentliche Trinkwasserversorgung.

mehr lesen
Kleine Körper, große Wirkung: Wie Mikroorganismen das Grundwasser prägen
Kleine Körper, große Wirkung: Wie Mikroorganismen das Grundwasser prägen

Sie sind riesig, aber doch winzig klein: vielzählige Gemeinschaften von Mikroorganismen leben tief unter der Erdoberfläche in den Poren und Spalten von Gestein. Das bloße Auge nimmt sie nicht wahr – doch ihr Wirken auf die Qualität unseres Grundwassers ist hoch. Dass das Leben im Untergrund zwei gänzlich unterschiedlichen Strategien folgt, zeigen nun die Ergebnisse des Forschungsteams um Dr. Martin Taubert vom Exzellenzcluster „Balance of the Microverse“ – mit weitreichenden Folgen für Umweltforschung und Praxis.

mehr lesen

Firmen zum Thema

Sie möchten den Wassermeister testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die Wassermeister kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03