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Bodensee-Wasserversorgung: Stromversorgung ab 2022 CO2-neutral

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Autor: Kathrin Mundt

Bodensee-Wasserversorgung: Stromversorgung ab 2022 CO2-neutral
Solaranlage auf dem Sipplinger Berg. Quelle: Bodensee-Wasserversorgung

Mit Blick auf den Klimawandel und den eigenen CO2-Fußabdruck übernimmt die Bodensee-Wasserversorgung konsequent Verantwortung und richtet das Augenmerk auf die eigenen Anlagen und die dort verwendete Energie. So hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, den gesamten Stromverbrauch ab 2022 zu 100 % zu dekarbonisieren und den Strom rein aus erneuerbaren Energien zu beziehen.
Erreicht wird dieses Ziel durch eine Vielzahl an Maßnahmen. Neben klassischen Energieeinsparungen sollen zukünftig verstärkt eigene Erzeugungsanlagen errichtet werden. Strommengen, die nicht selbst erzeugt werden können, sollen aus Erneuerbaren-Energien-Anlagen bezogen werden. Hierzu wurden entsprechende Verträge für das Jahr 2022 bereits abgeschlossen.

Ausbau von Eigenerzeugungsanlagen

In den vergangenen Jahren hat die Bodensee-Wasserversorgung bereits mehrere Fotovoltaikanlagen gebaut. Im Jahr 2020 kam eine Fotovoltaikanlage auf dem Scheitelbehälter Liptingen bei Tuttlingen mit einer jährlichen Stromproduktion von 750 MWh hinzu. Das größte Projekt war in diesem Jahr die Errichtung einer Fotovoltaikanlage auf dem ca. 9.000 m² großen Dach der Filterhalle des Wasserwerks Sipplinger Berg (Bild) mit einem jährlichen Energieertrag von 1.400 MWh. Die Anlage wird in Kürze in Betrieb genommen.
Weitere Fotovoltaikanlagen befinden sich derzeit in Planung. So soll mittelfristig der jährliche Zubau an Kapazitäten aus Fotovoltaikanlagen von derzeit 1,4 MW auf bis zu 5 MW gesteigert werden.

Stromverbrauch der Bodensee-Wasserversorgung

Aufgrund der Topografie und des großen Versorgungsgebiets benötigt die Bodensee-Wasserversorgung sehr viel elektrische Energie. Vor allem der Betrieb der Pumpen im Seepumpwerk, die jährlich über 130 Mio. Kubikmeter Wasser ins Wasserwerk auf den Sipplinger Berg fördern, ist mit hohem Energieaufwand und hohen Energiekosten verbunden.
2020 betrug der Gesamtenergieverbrauch der Bodensee-Wasserversorgung 174 Mio. Kilowattstunden (kWh). Rund 97 % hiervon, also 170 Mio. kWh, entfielen auf den elektrischen Energieverbrauch. Dies entspricht in etwa dem Stromverbrauch von 120.000 Personen. Die hiermit verbundenen CO2-Emissionen beliefen sich im Jahr 2020 auf 65.000 t.

Über die Bodensee-Wasserversorgung

Heute versorgt die Bodensee-Wasserversorgung über ihre 181 Mitglieder insgesamt 320 Städte und Gemeinden mit etwa 4 Mio. Einwohnern jederzeit und in ausreichender Menge mit bestem Trinkwasser aus dem Bodensee. Das Wasser wird aus dem Überlinger See in etwa 60 m Tiefe dem Bodensee entnommen und mit sechs großen Pumpen bis in die ca. 310 m höher gelegene Aufbereitungsanlage auf dem Sipplinger Berg gefördert. Dort wird das ohnehin schon gute Bodenseewasser mit Mikrosieb-, Ozon- und Filteranlagen zu einem Trinkwasser sehr hoher Qualität aufbereitet. Die Kapazität der Förder- und Aufbereitungsanlagen beläuft sich auf etwa 9.000 l/s; an einem Tag dürfen maximal 670.000 Kubikmeter Wasser dem Bodensee entnommen werden. Rund 1.700 km meist großkalibriger Rohrleitungen leiten das Trinkwasser bis in den äußersten Norden des Landes. Heute gibt die Bodensee-Wasserversorgung an ihre Verbandsmitglieder etwa 125 Mio. Kubikmeter Wasser im Jahr ab. Mit dieser Aufgabenstellung ist sie der größte Wasserversorgungszweckverband in Deutschland.

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