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Zustandsorientierte Spülstrategie neu ins DVGW-Arbeitsblatt W 291 übernommen

Um jederzeit Trinkwasser höchster Qualität bereit zu stellen, spülen die Wasserversorgungsunternehmen ihre Leitungen. Die „zustandsorientierte Spülstrategie“ ist jetzt ein vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) anerkanntes Verfahren. Das DVGW-Arbeitsblatt W 291 „Reinigung und Desinfektion von Wasserversorgungsanlagen“ wurde überarbeitet und im Dezember 2021 veröffentlicht. Gegenüber der vorherigen Version enthält es nun u.a. die Erkenntnisse […]

von | 31.01.22

Um jederzeit Trinkwasser höchster Qualität bereit zu stellen, spülen die Wasserversorgungsunternehmen ihre Leitungen. Die „zustandsorientierte Spülstrategie“ ist jetzt ein vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) anerkanntes Verfahren.

Das DVGW-Arbeitsblatt W 291 „Reinigung und Desinfektion von Wasserversorgungsanlagen“ wurde überarbeitet und im Dezember 2021 veröffentlicht.
Gegenüber der vorherigen Version enthält es nun u.a. die Erkenntnisse und Erfahrungen des TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser sowie von Wasserversorgungsunternehmen zur zustandsorientierten Spülstrategie.

Das TZW hat das Verfahren in den letzten Jahren basierend auf Untersuchungen in verschiedenen Forschungsprojekten entwickelt. Diese Methode wird bereits von einer Vielzahl von Unternehmen umgesetzt. Die Spülstrategie umfasst folgende Arbeitsschritte:

  • Erarbeitung eines systematischen Spülplans für das Spülgebiet
  • Durchführung einer Grundspülung
  • Wiederholung der Spülung nach einem definierten Intervall mit Erfassung der Ablagerungssituation in den Leitungen
  • Berechnung der Spülintervalle auf Basis der gemessenen Ablagerungssituation
  • Erarbeitung des zustandsorientierten Spülplanes auf Basis der Berechnungen

Bei dieser Vorgehensweise werden Leitungen dann gespült, wenn nach einer bestimmten Betriebsdauer ein kritisches Ablagerungsniveau erreicht ist, bei dem ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Braunwasser oder von Trübung gegeben ist. Grund dafür ist eine Mobilisierung der Ablagerungen im Leitungsnetz. Die Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass mit diesem zielgenauen und nachhaltigen Ansatz das Auftreten von Braunwasser sicher beherrscht werden kann. Das belegen auch die Erfahrungen des TZW, die auf dem Ergebnis der Untersuchung von rund 10.000 km Leitungsnetz im Rahmen der Unterstützung von Wasserversorgungsunternehmen bei der Implementierung der zustandsorientierten Spülstrategie basieren.

Kontakt: TZW DVGW – Technologiezentrum Wasser, Dresden, Dr. Andreas Korth, Abteilungsleiter, Sachgebietsleiter Management Verteilungssysteme, Tel. 0351 85211-54

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Die Experten vom TZW unterstützen Wasserversorgungsunternehmen bei der Implementierung der zustandsorientierten Spülstrategie. Quelle: TZW

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