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Wie Hitze und Trockenheit die Wasserversorgung testen

Trotz anhaltender Trockenheit und hoher Temperaturen bleibt die Trinkwasserversorgung in Freiburg stabil. Doch extreme Tagesabgaben belasten Pumpen, Leitungen und Speicher. Simon Hermann von Badenova Netze klärt über Resilienz, regionale Unterschiede und den richtigen Umgang mit der Ressource Wasser auf.

von | 11.08.26

Die Grundwasserstände in Raum Freiburg bewegen sich saisonal bedingt auf einem niedrigen, aber unkritischen Niveau. Die weitere Entwicklung hängt jedoch maßgeblich vom Temperatur- und Niederschlagsverlauf ab.
Quelle: Pixabay/KatrinHauf
Freiburg

Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen stellen die Wasserversorgung in einigen Kommunen der Region vor besondere Herausforderungen. Insbesondere in höheren Lagen des Schwarzwalds gehen Quellschüttungen deutlich zurück. Für die Trinkwasserversorgung in Freiburg ergibt sich daraus derzeit noch keine kritische Situation.

Freiburg wird über die Wasserwerke Hausen und Ebnet versorgt. Diese liegen im Oberrheingraben, einem der größten Grundwasservorkommen Westeuropas. Die verfügbaren Wasserressourcen sind ausreichend, die Versorgung der Freiburger Bevölkerung ist aktuell sichergestellt. Das Versorgungssystem ist grundsätzlich auf saisonale Schwankungen und auch auf längere Trockenphasen ausgelegt.

Infrastruktur am Limit: Wenn alle gleichzeitig wässern

„Freiburg hat aktuell noch kein Problem in der Trinkwasserversorgung. Das Grundwasserreservoir in der Rheinebene bietet genug Wasser. Gleichzeitig beanspruchen sehr hohe Tagesabgaben die Infrastruktur, die zur Bereitstellung des Trinkwassers da ist: Wenn über längere Zeit sehr viele Menschen gleichzeitig große Mengen an Wasser nutzen, z.B. zum Bewässern oder Füllen von Pools, geraten Pumpen, Leitungen und Speicherbehälter an ihre Grenzen. Dann wird das Wasser zwar noch nicht knapp, aber die Infrastruktur zur Bereitstellung wird stark belastet. Die Berichte über mögliche Engpässe beziehen sich auf einzelne Kommunen des Schwarzwalds, die aufgrund ihrer Versorgungsstruktur vor anderen Herausforderungen stehen. Darauf sind wir vorbereitet. Es gilt immer: Wasser ist eine wertvolle Ressource, mit der wir alle verantwortungsvoll umgehen sollten“, erklärt Simon Hermann, Leiter Wasser/Abwasser bei Badenova Netze.

Grundwasserstände auf saisonalem Tief – Versorgungssicherheit bleibt gewahrt

Die Grundwasserstände in Raum Freiburg bewegen sich saisonal bedingt auf einem niedrigen Niveau. Durch den wasserreichen Grundwasserleiter in der Rheinebene ist das für die Versorgungssicherheit aktuell nicht kritisch. Die weitere Entwicklung hängt jedoch maßgeblich vom Temperatur- und Niederschlagsverlauf ab. Aktuell ist die Tagesabgabe sehr hoch, so dass die gesamte Wasserinfrastruktur stark beansprucht wird.

Klimawandel fordert Anpassung der Wassersysteme

Es zeigt sich zunehmend, dass die Auswirkungen des Klimawandels auch die Wasserversorgung betreffen. Systeme, die über Jahrzehnte auf regelmäßige Niederschläge ausgelegt waren, geraten in längeren Trockenphasen stärker unter Druck. Badenova Netze verfolgt die Entwicklung deshalb kontinuierlich und bereitet sich auf unterschiedliche Szenarien vor. Ziel ist es, die Versorgung auch bei regional unterschiedlich verfügbaren Wasserressourcen jederzeit sicherzustellen.

In einzelnen höher gelegenen Kommunen kann es erforderlich werden, Wasserressourcen regional auszugleichen oder ergänzende Versorgungsmaßnahmen vorzubereiten. Die dafür notwendigen Konzepte und Prozesse bestehen bereits.

Wassersparen bleibt Gebot der Stunde

Unabhängig von der aktuellen Versorgungssituation bleibt ein bewusster Umgang mit Trinkwasser sinnvoll. Wassersparen ist grundsätzlich immer geboten – insbesondere in längeren Trocken- und Hitzephasen, wie aktuell. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource Wasser trägt dazu bei, die Versorgung langfristig nachhaltig und resilient zu gestalten.


Quelle: badenova Netze

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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