Generic filters
FS Logoi

Wassersparen mit Zustimmung: Mehrheit akzeptiert kommunale Eingriffe bei Knappheit

Eine repräsentative Civey-Umfrage zeigt: 64 Prozent der Menschen in Deutschland befürworten stärkere kommunale Regeln beim privaten Wasserverbrauch. Besonders groß ist die Zustimmung bei Älteren und bei Anhängern der Grünen, während Jüngere und AfD- sowie FDP-Anhänger deutlich zurückhaltender reagieren.

von | 06.08.26

Civey Umfrage: 64 Prozent der Menschen in Deutschland akzeptieren kommunale Eingriffe beim privaten Wasserverbrauch bei Wasserknappheit.
Quelle: AdobeStock/Dmytro
Hitze; Wasser sparen; Pool; Sommer

Die Menschen in Deutschland sind überwiegend bereit, sich auf Wassersparmaßnahmen der Kommunen einzulassen. Das ergibt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey. Befragt wurden 5.000 Menschen zur Frage, ob Kommunen den privaten Wasserverbrauch bei Wasserknappheit stärker regulieren sollten, etwa durch Verbote der Poolbefüllung oder der Bewässerung von Gärten.

64 Prozent der Befragten stimmten generell einer Regulierung durch Kommunen beim Wasserverbrauch zu. Fast die Hälfte der Probanden, 47 Prozent, steht sogar komplett hinter der Aussage. 23 Prozent lehnen eine Einmischung der Kommunen generell ab, 16 Prozent davon entschieden.

Große Unterschiede nach Alter

Beim Blick auf die Altersgruppen zeigt sich ein deutliches Gefälle. Drei von vier der Über-65-Jährigen, also 75 Prozent, können mit einem Eingriff der Kommunen leben. Je jünger die Befragten sind, desto geringer fällt die Zustimmung aus.

Bei den 50- bis 64-Jährigen befürworten noch 65 Prozent eine Einmischung der öffentlichen Hand. Unter den 40- bis 49-Jährigen liegt die Zustimmung bei 56 Prozent. Bei den 30- bis 39-Jährigen sinkt sie auf 47 Prozent, bei den 18- bis 29-Jährigen auf 42 Prozent. In dieser jüngsten Gruppe überwiegen damit mit 45 Prozent erstmals die Ablehner. Der Anteil der Unentschlossenen liegt über alle Altersklassen hinweg zwischen zehn und 16 Prozent.

Parteipräferenzen im Vergleich

Auch nach politischer Präferenz gibt es deutliche Unterschiede. Unter den FDP-Anhängern befürwortet nur die Hälfte einen Eingriff der Kommunen in den Wasserverbrauch. Der Anteil der Unentschiedenen liegt dort mit 32 Prozent mehr als doppelt so hoch wie bei den anderen Parteien.

Noch stärker fällt die Ablehnung bei AfD-Anhängern aus. Dort stimmen nur 39 Prozent zu, 48 Prozent sprechen sich gegen Einschränkungen beim Wasserverbrauch aus. Beim BSW liegt die Ablehnungsquote bei 34 Prozent, zugleich würden 54 Prozent die Kommunen gewähren lassen.

Die größte Bereitschaft für Einschränkungen gibt es bei Anhängern der Grünen mit 89 Prozent. Es folgen die SPD mit 79 Prozent, die Linke mit 74 Prozent und die Union mit 70 Prozent.

Bedeutung für die Wasserwirtschaft

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Eingriffe in den privaten Wasserverbrauch gesellschaftlich mehrheitlich akzeptiert werden, sofern Wasserknappheit besteht. Für Wasserversorger und kommunale Betreiber kann dies die Umsetzung temporärer Maßnahmen zur Sicherung der Versorgung erleichtern.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, automatisch in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

OOWV startet mit 13 Nachwuchskräften in die Zukunft
OOWV startet mit 13 Nachwuchskräften in die Zukunft

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) hat 13 neue Auszubildende und duale Studierende begrüßt. Im Museum Kaskade in Diekmannshausen starteten sie in acht verschiedene Berufs- und Studienrichtungen. Sie lernen in den kommenden Jahren die technischen, kaufmännischen und digitalen Aufgabenbereiche der modernen Wasserwirtschaft kennen.

mehr lesen

Firmen zum Thema

Sie möchten den Wassermeister testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die Wassermeister kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03