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Saubere Flüsse unverzichtbar für sauberes Trinkwasser

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Autor: Kathrin Mundt

Saubere Flüsse unverzichtbar für sauberes Trinkwasser
Wasserwerk an der Ruhr. Das Trinkwasser von Millionen Menschen wird direkt oder indirekt aus Flüssen gewonnen. Bildrechte: Marcel Paschertz - stock.adobe.com

Der 26. September ist der “Internationale Tag der Flüsse”. Das Forum Trinkwasser e.V. verweist aus diesem Anlass auf die Bedeutung der Flüsse für die Trinkwassergewinnung in Deutschland und informiert, wie jeder Einzelne mit einfachen Verhaltensregeln zum Schutz der wertvollen Ressource Wasser beitragen kann.

Internationaler Tag der Flüsse unterstreicht Bedeutung der Lebensadern

Flüsse sind Lebensadern. Sie transportieren Nährstoffe von den Quellen vorbei an Wiesen, Auen und Wäldern bis in die Ozeane und bilden einen wichtigen Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Ein Drittel unseres Trinkwassers (32 %) wird direkt oder indirekt aus Flüssen, Talsperren und Seen gewonnen. Allein am Rhein hängt die Trinkwasserversorgung von 30 Mio. Menschen. Es ist also lebenswichtig, diese Adern gesund zu halten und zu schützen. Darauf weist der “Internationale Tag der Flüsse” am 26. September hin, der seit 2005 von den Vereinten Nationen (UN) weltweit als offizieller Gedenktag unterstützt wird.

Flüsse in keinem guten Zustand

Unsere Flüsse sind in keinem guten Zustand. Das zeigen die Daten, die regelmäßig für die Zustandsbewertung nach europäischer Wasserrahmenrichtlinie erfasst werden. Die absolute Mehrzahl aller untersuchten Gewässer ist von einem guten ökologischen und chemischen Zustand, wie er angestrebt wird, weit entfernt.

Daran wird sich auch in dem kommenden Jahren nicht viel ändern”, so Dr. Stefan Koch vom Forum Trinkwasser e.V.. “Zum einen ist es immens aufwändig und kostspielig, unseren verbauten und begradigten Flüssen ihren ursprünglichen Raum zurückzugeben, was für das Erreichen eines guten ökologischen Zustandes erforderlich wäre. Zum anderen fehlt oftmals die Bereitschaft, nötige Veränderungen zu akzeptieren und umzusetzen, wie das Beispiel der Düngeverordnung zeigt. Hier mahnen EU und Trinkwasserversorger seit Jahrzehnten die Reduzierung von Nitrateinträgen in die Gewässer an, doch erst eine Klage vor dem europäischen Gerichtshof führte zu einem Gesetz. Und dieses lässt nun so viele Ausnahmen zu, dass ein signifikanter Rückgang von Nitrateinträgen nach wie vor nicht zu erwarten ist.”

Jeder Einzelne ist gefragt

Umso wichtiger ist es, dass jeder Bürger dazu beiträgt, die Lebensader Fluss im Rahmen seiner Möglichkeiten zu schützen und sauber zu halten. Dazu empfiehlt das Forum Trinkwasser e.V., alle Phasen des Wasserkreislaufes zu beachten und auch die Abwasserströme im Blick zu haben. Denn nicht jeder Stoff kann in einer Kläranlage herausgefiltert bzw. zu 100 % durch andere Behandlungsverfahren herausgelöst werden und landet so wieder in den Oberflächengewässern.

Darauf sollte jeder achten:

  • feste Abfallstoffe gehören nicht in die Kanalisation. Dazu zählen Hygieneartikel, Watte, Feuchttücher, Rasierklingen, Zigarren- und Zigarettenreste
  • keine Farbreste wie Lacke, Benzin, Lösungsmittel in die Kanalisation oder auf den Waldboden geben
  • alte und gebrauchte Medikamente niemals in die Toilette oder den Abfluss schütten
  • Wasch-, Reinigungs- und Putzmittel sparsam dosieren und ökologisch abbaubare Mittel verwenden
  • Streusalz vermeiden. Es schadet der Flora und Fauna entlang den Straßen. Salzwasser, das im Boden versickert, kann wertvolles Grundwasser beeinträchtigen
  • auf Pestizide im Garten verzichten und ökologische Schädlingsbekämpfer und Pflanzenschutzmittel einsetzen.

(Quellen: BDEW, Earthday, Umweltbundesamt)

Kontakt: Forum Trinkwasser e. V., info@forum-trinkwasser.de

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