Generic filters
FS Logoi

Saubere Flüsse unverzichtbar für sauberes Trinkwasser

Der 26. September ist der “Internationale Tag der Flüsse”. Das Forum Trinkwasser e.V. verweist aus diesem Anlass auf die Bedeutung der Flüsse für die Trinkwassergewinnung in Deutschland und informiert, wie jeder Einzelne mit einfachen Verhaltensregeln zum Schutz der wertvollen Ressource Wasser beitragen kann. Internationaler Tag der Flüsse unterstreicht Bedeutung der Lebensadern Flüsse sind Lebensadern. Sie […]

von | 20.10.21

Wasserwerk an der Ruhr. Das Trinkwasser von Millionen Menschen wird direkt oder indirekt aus Flüssen gewonnen. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/50294 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.

Der 26. September ist der “Internationale Tag der Flüsse”. Das Forum Trinkwasser e.V. verweist aus diesem Anlass auf die Bedeutung der Flüsse für die Trinkwassergewinnung in Deutschland und informiert, wie jeder Einzelne mit einfachen Verhaltensregeln zum Schutz der wertvollen Ressource Wasser beitragen kann.

Internationaler Tag der Flüsse unterstreicht Bedeutung der Lebensadern

Flüsse sind Lebensadern. Sie transportieren Nährstoffe von den Quellen vorbei an Wiesen, Auen und Wäldern bis in die Ozeane und bilden einen wichtigen Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Ein Drittel unseres Trinkwassers (32 %) wird direkt oder indirekt aus Flüssen, Talsperren und Seen gewonnen. Allein am Rhein hängt die Trinkwasserversorgung von 30 Mio. Menschen. Es ist also lebenswichtig, diese Adern gesund zu halten und zu schützen. Darauf weist der “Internationale Tag der Flüsse” am 26. September hin, der seit 2005 von den Vereinten Nationen (UN) weltweit als offizieller Gedenktag unterstützt wird.

Flüsse in keinem guten Zustand

Unsere Flüsse sind in keinem guten Zustand. Das zeigen die Daten, die regelmäßig für die Zustandsbewertung nach europäischer Wasserrahmenrichtlinie erfasst werden. Die absolute Mehrzahl aller untersuchten Gewässer ist von einem guten ökologischen und chemischen Zustand, wie er angestrebt wird, weit entfernt.

Daran wird sich auch in dem kommenden Jahren nicht viel ändern”, so Dr. Stefan Koch vom Forum Trinkwasser e.V.. “Zum einen ist es immens aufwändig und kostspielig, unseren verbauten und begradigten Flüssen ihren ursprünglichen Raum zurückzugeben, was für das Erreichen eines guten ökologischen Zustandes erforderlich wäre. Zum anderen fehlt oftmals die Bereitschaft, nötige Veränderungen zu akzeptieren und umzusetzen, wie das Beispiel der Düngeverordnung zeigt. Hier mahnen EU und Trinkwasserversorger seit Jahrzehnten die Reduzierung von Nitrateinträgen in die Gewässer an, doch erst eine Klage vor dem europäischen Gerichtshof führte zu einem Gesetz. Und dieses lässt nun so viele Ausnahmen zu, dass ein signifikanter Rückgang von Nitrateinträgen nach wie vor nicht zu erwarten ist.”

Jeder Einzelne ist gefragt

Umso wichtiger ist es, dass jeder Bürger dazu beiträgt, die Lebensader Fluss im Rahmen seiner Möglichkeiten zu schützen und sauber zu halten. Dazu empfiehlt das Forum Trinkwasser e.V., alle Phasen des Wasserkreislaufes zu beachten und auch die Abwasserströme im Blick zu haben. Denn nicht jeder Stoff kann in einer Kläranlage herausgefiltert bzw. zu 100 % durch andere Behandlungsverfahren herausgelöst werden und landet so wieder in den Oberflächengewässern.

Darauf sollte jeder achten:

  • feste Abfallstoffe gehören nicht in die Kanalisation. Dazu zählen Hygieneartikel, Watte, Feuchttücher, Rasierklingen, Zigarren- und Zigarettenreste
  • keine Farbreste wie Lacke, Benzin, Lösungsmittel in die Kanalisation oder auf den Waldboden geben
  • alte und gebrauchte Medikamente niemals in die Toilette oder den Abfluss schütten
  • Wasch-, Reinigungs- und Putzmittel sparsam dosieren und ökologisch abbaubare Mittel verwenden
  • Streusalz vermeiden. Es schadet der Flora und Fauna entlang den Straßen. Salzwasser, das im Boden versickert, kann wertvolles Grundwasser beeinträchtigen
  • auf Pestizide im Garten verzichten und ökologische Schädlingsbekämpfer und Pflanzenschutzmittel einsetzen.

(Quellen: BDEW, Earthday, Umweltbundesamt)

Kontakt: Forum Trinkwasser e. V., info@forum-trinkwasser.de

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Wasserwerk an der Ruhr. Das Trinkwasser von Millionen Menschen wird direkt oder indirekt aus Flüssen gewonnen. Bildrechte: Marcel Paschertz - stock.adobe.com

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, automatisch in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Neue Verfahren gegen PFAS im Wasser
Neue Verfahren gegen PFAS im Wasser

Forschende des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf haben zwei Verfahren entwickelt, mit denen sich PFAS gezielt abbauen lassen. Langfristig könnten die Technologien dazu beitragen, den Eintrag der langlebigen Chemikalien in Gewässer deutlich zu reduzieren.

mehr lesen
Wasserwerk Halingen: Moderne Technik für sauberes Trinkwasser
Wasserwerk Halingen: Moderne Technik für sauberes Trinkwasser

Die Wasserwerke Westfalen haben die Modernisierung ihrer Trinkwasseraufbereitung abgeschlossen. Mit der Inbetriebnahme der Weitergehenden Aufbereitungsanlage im Wasserwerk Halingen setzen nun alle fünf WWW-Wasserwerke auf zusätzliche technische Verfahrensstufen, um die Trinkwasserqualität langfristig zu sichern.

mehr lesen
Fraunhofer veröffentlicht Handbuch zur Kreislaufwirtschaft
Fraunhofer veröffentlicht Handbuch zur Kreislaufwirtschaft

Das Fraunhofer IPA und das Fraunhofer IAO haben gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten ein Handbuch zur kreislauffähigen Wertschöpfung veröffentlicht. Es zeigt, wie Unternehmen Produkte langlebiger gestalten, Materialien im Kreislauf halten und neue Geschäftsmodelle entwickeln können. Die Publikation richtet sich an Praxis und Forschung und ist digital als Open-Access-Ausgabe verfügbar.

mehr lesen
Bund und Länder investieren in Forschungsinfrastrukturen
Bund und Länder investieren in Forschungsinfrastrukturen

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat mehrere Maßnahmen zur Stärkung zentraler Forschungsinfrastrukturen in Deutschland beschlossen. Dazu gehören die langfristige Förderung der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI), zusätzliche Investitionen in das Hochleistungsrechnen mit Künstlicher Intelligenz an Hochschulen sowie die Unterstützung des Akademienzentrums für Digitale Lexikographie des Deutschen. Ziel ist es, Forschungsdaten besser nutzbar zu machen und die Leistungsfähigkeit des Wissenschaftssystems weiter auszubauen.

mehr lesen

Firmen zum Thema

Sie möchten den Wassermeister testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die Wassermeister kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03