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Neuer technischer Geschäftsführer bei der Bodensee-Wasserversorgung

In der Verbandsversammlung der Bodensee-Wasserversorgung am 12.11.2024 wurde der bisherige technische Geschäftsführer verabschiedet und sein Nachfolger gewählt. Neben einem Rückblick auf die Entwicklungen des vergangenen Jahres standen auch zukunftsweisende Themen wie Nachhaltigkeit und Infrastruktur im Mittelpunkt. 

von | 14.11.24

Die Bodensee-Wasserversorgung sorgt dafür, dass rund vier Millionen Menschen in Baden-Württemberg hochwertiges Trinkwasser aus dem Bodensee erhalten.
Quelle: Pixabay/Kay_R
Bodensee-Wasserversorgung

1954 gegründet und bis heute ohne Unterbrechung geliefert: Die Bodensee-Wasserversorgung sorgt dafür, dass rund vier Millionen Menschen in Baden-Württemberg hochwertiges Trinkwasser aus dem Bodensee erhalten. In der diesjährigen Verbandsversammlung blickten die Mitglieder auf die 70-jährige Geschichte der Trinkwasserversorgung zurück. „Trotz der vielen aktuellen Herausforderungen, vor denen unsere Städte und Gemeinden stehen, können wir uns dank des Pioniergeistes unserer Gründungsväter weiterhin auf eine sichere Trinkwasserversorgung verlassen“, sagte der Verbandsvorsitzende Dr. Frank Nopper, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart. Gleichzeitig wies er auf die Herausforderungen der Zukunft hin:

„Die Anlagen haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, und der Klimawandel, die eingeschleppte Quagga-Muschel und der zukünftige Wasserbedarf erfordern dringend Anpassungen. Es geht um nichts weniger als die nachhaltige Sicherung unserer Trinkwasserversorgung für die kommenden Generationen.“

Verabschiedung und Neuwahl des technischen Geschäftsführers

Ein Höhepunkt der Versammlung war die Verabschiedung von Christoph Jeromin, der nach vielen Jahren erfolgreichen Engagements als technischer Geschäftsführer die Bodensee-Wasserversorgung verlässt. In der Versammlung wurde Hans-Martin Gall zu seinem Nachfolger als neuer technischer Geschäftsführer gewählt. Gall, der über umfassende Erfahrung in der Wasserversorgung auf kommunaler Ebene verfügt, betonte:

„Wir müssen uns den Herausforderungen des Klimawandels und den Anforderungen an die Infrastruktur stellen. Um die Wasserversorgung der Zukunft zu sichern, sind umfassende Investitionen in die Erneuerung und den Neubau der Anlagen der Bodensee-Wasserversorgung unerlässlich. Voraussetzung für den Erfolg ist die Akzeptanz der Stakeholder.“

Stabile Wasserpreise bei der Bodensee-Wasserversorgung

Der Umlagebedarf für 2023 wurde auf insgesamt 106 Millionen Euro festgesetzt. Dies ergibt eine Durchschnittsumlage von 81,4 Cent pro Kubikmeter Trinkwasser, die damit um 0,1 Cent unter dem geplanten Wert für 2023 von 81,5 Cent liegt. Für das kommende Jahr 2025 ist eine moderate Steigerung des Wasserpreises vorgesehen. Der Verband plant die Erhöhung der durchschnittlichen Umlage von 88,0 Cent (2024) auf 89,9 Cent (2025) pro Kubikmeter Trinkwasser.

Investitionen in Infrastruktur und nachhaltige Zukunft

Die Bodensee-Wasserversorgung investiert kontinuierlich in ihre Infrastruktur. So wurden 2024 neue Büroräume in Stuttgart-Vaihingen bezogen, die Platz für das wachsende Team schaffen und die Zusammenarbeit fördern. Auch das Projekt „Zukunftsquelle. Wasser für Generationen“ wurde weiter vorangetrieben. Darüber hinaus wurde ein Nachhaltigkeitsmanagement eingeführt, das die langfristige Verantwortung für die Trinkwasserversorgung und den Klimaschutz stärkt. Ein herausragendes Projekt in diesem Bereich ist die Umstellung der Heizanlage auf dem Sipplinger Berg auf ein innovatives „kaltes Nahwärmenetz“, das einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung leistet und den ökologischen Fußabdruck des Verbands reduziert.


Quelle: Bodensee-Wasserversorgung

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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