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Neu erschienen: Studie zur Mischbarkeit von Wässern

Unterschiedliche Trinkwässer zu mischen, ist eine übliche und bewährte Praxis in der Trinkwasserversorgung. Dabei können korrosionschemische Probleme beispielsweise Rostwasser, Trübungserscheinungen sowie Geschmackseinbußen auftreten. Das DVGW-Regelwerk W 216 macht Vorgaben, um die Mischungsproblematik zu minimieren. Eine vom DVGW finanzierte Studie, die vom TZW und dem IWW durchgeführt wurde, liefert zu diesem Thema neueste Erkenntnisse und wissenschaftliche […]

von | 11.08.21

Urheber: Lena Engel
Zulaufwerk Deißenhofen

Unterschiedliche Trinkwässer zu mischen, ist eine übliche und bewährte Praxis in der Trinkwasserversorgung. Dabei können korrosionschemische Probleme beispielsweise Rostwasser, Trübungserscheinungen sowie Geschmackseinbußen auftreten. Das DVGW-Regelwerk W 216 macht Vorgaben, um die Mischungsproblematik zu minimieren. Eine vom DVGW finanzierte Studie, die vom TZW und dem IWW durchgeführt wurde, liefert zu diesem Thema neueste Erkenntnisse und wissenschaftliche Grundlagen, um das DVGW-Arbeitsblatt zu aktualisieren. Die Studie liegt jetzt als TZW-Schriftenreihe Band 96 vor.

Probleme der Trinkwasserqualität: Rostwasser, Trübungen, Geschmackseinbußen

Die Mischbarkeit von Trinkwässern spielt aus korrosionschemischer Sicht eine wesentliche Rolle. Die Problematik der Unterschiedlichkeit von Wässern und die Folge von Qualitätseinbußen beim Transport des Wassers durch das Verteilungsnetz zum Verbraucher wurden schon zu Beginn der zentralen Trinkwasserversorgung um das Jahr 1900 erkannt. Die Probleme der Trinkwasserqualität betrafen vor allem die Rostwasserbildung, Trübungserscheinungen und Geschmackseinbußen des Wassers. Konzeptionell wird die Mischung von zwei oder mehreren Wässern heute durch das DVGW-Arbeitsblatt W 216 geregelt, wobei Hinweise und Vorgaben anhand von Bewertungsmaßstäben zur Wasserchemie und zu den technischen Maßnahmen zur Vermeidung von Korrosions- und Qualitätsproblemen vorgegeben werden.

Überarbeitung des DVGW-Arbeitsblatts W 216

Die Bewertungsgrundlage des aktuellen Arbeitsblattes W 216 basiert im Wesentlichen auf dem wissenschaftlichen Kenntnisstand aus dem Zeitraum der 1980er und 1990er Jahre. Das Arbeitsblatt wurde im Jahr 2004 aus Anlass der Neuregelung der Trinkwasserverordnung 2001 überarbeitet und aktualisiert. Aufgrund des Alters des Arbeitsblattes, das mittlerweile 16 Jahre beträgt, wird die fachliche Notwendigkeit einer Überarbeitung gesehen. Zudem stellt sich die Frage, ob die Voraussetzungen für die Anwendbarkeit noch vergleichbar mit der Situation bei Erstfassung des Arbeitsblattes sind. Hierzu wurde im Rahmen einer DVGW-Studie mit der Arbeitsbezeichnung „Ermittlung von wissenschaftlichen Grundlagen für die Überarbeitung des DVGW-Arbeitsblattes W 216 (GÜ W216)“ die wissenschaftlichen Grundlagen für die Überarbeitung des Arbeitsblattes ermittelt.

Das DVGW-Forschungsvorhaben wurde durch das TZW: DVGW Technologiezentrum Wasser gemeinsam mit dem IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung gGmbH, Mülheim an der Ruhr durchgeführt. Die Erkenntnisse aus dem Vorhaben fließen bereits in die aktuelle Überarbeitung des DVGW-Arbeitsblatts W 216 ein. Die Studie wurde vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) finanziert.

 

Weitere Informationen

TZW-Schriftenreihe Band 96: Inhaltsverzeichnis und Bestellung

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Zulaufwerk Deißenhofen. Quelle: SWM / Lena Engel

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