Der Strukturwandel nach dem Kohleausstieg stellt die Gewässer aus betroffenen Regionen vor große Herausforderungen. Denn Flüsse und Bäche sind durch den Bergbau und die intensive Nutzung belastet. Die Wasserqualität muss verbessert, der natürliche Wasserrückhalt gestärkt und die Gewässerlandschaften müssen gegenüber Klimaveränderungen widerstandsfähiger werden.
Im Zentrum des Projektes stehen Gewässerbewirtschaftungskonzepte: Ausgehend von den festgestellten Defiziten bei der Gewässergüte werden Vorschläge für die Verbesserung des Zustandes entwickelt – sogenannte Bewirtschaftungsmaßnahmen. Dabei werden innovative Ansätze, wie die Anwendung moderner Fließgewässermodelle und die Ermittlung ökologischer Mindestwasserabflüsse, pilothaft erprobt. Die Rahmenbedingungen für mögliche zukünftige Gewässernutzungen sind Teil der Konzepte. Städte und Gemeinden sowie die Landkreise werden in die Prozesse eingebunden.
Die Kommunen sollen auch von weiteren Erkenntnissen aus der Projektarbeit profitieren. Das betrifft die Erhebung und Auswertung von Klimadaten für die zukünftige Ausrichtung der Gewässerentwicklung und -bewirtschaftung. In Schulungen wird das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) die Städte und Gemeinden darüber informieren und dabei auch Klimasteckbriefe vorstellen. Unterstützung vor Ort zur Anpassung an den Klimawandel komplettiert das Angebot für die kommunale Ebene.
Das Projekt ist eng vernetzt mit den Fachberaterinnen/Fachberatern Gewässer des LfULG, die künftig bei der Umsetzung der entwickelten Maßnahmen mit ihrer Präsenz vor Ort an den Gewässern 2. Ordnung unterstützen. Bis Ende 2029 stehen insgesamt 2,7 Millionen Euro für das Projekt zur Verfügung. 70 Prozent der Mittel trägt die Europäische Union über den Just Transition Fund zur Unterstützung des Strukturwandels in den Bergbauregionen. Die restlichen 30 Prozent werden vom Freistaat Sachsen kofinanziert.







