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Mehrheit will nachhaltigere, ökologischere Landwirtschaft

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Autor: Kathrin Mundt

Mehrheit will nachhaltigere, ökologischere Landwirtschaft

Drei Viertel der Deutschen sprechen sich dafür aus, dass die Landwirtschaft nachhaltiger und ökologischer werden muss. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Prolytics im Auftrag des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW).

Auf die Frage, was getan werden müsse, um zu vermeiden, dass der Aufwand für die Trinkwasseraufbereitung durch den wachsenden Gülleeinsatz in der Landwirtschaft steigt, antworteten 72% der Befragten, dass die Landwirtschaft nachhaltiger und ökologischer werden müsse. Jeder Zweite fordert, die Düngepraxis der Bauern stärker zu kontrollieren. Mehrfachantworten waren möglich.

Belastung der Böden und des Grundwassers reduzieren

„Die Landwirtschaft muss mit Blick auf den Gewässerschutz dringend nachhaltiger werden. Die Belastung der Böden und des Grundwassers durch Düngung und den Einsatz von Pestiziden muss reduziert werden“, sagt Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser. „Wie ein Gutachten im Auftrag des BDEW zeigt, entstehen durch die Überdüngung in der Landwirtschaft jährlich Umweltschäden, die Kosten in Höhe von rund 3 Mrd. Euro entsprechen.“

Kursänderung in deutscher Nitratpolitik

Entscheidende Hebel für eine nachhaltigere Landwirtschaft seien zum einen ein höherer Anteil der ökologischen Landwirtschaft, zum anderen eine Kursänderung in der deutschen Nitratpolitik: „Noch immer setzt das deutsche Düngerecht die EU-Nitratrichtlinie aus dem Jahr 1991 nicht vollständig um. Mit den geltenden Regelungen droht ein künstliches ‚Wegrechnen‘ der tatsächlichen Grenzwertüberschreitungen. Um einem von der EU-Kommission angedrohten Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof zu entgehen, ist die Politik nun gefordert, die EU-Nitratrichtlinie endlich vollumfänglich in Deutschland umzusetzen. Sonst drohen Strafzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe.”

Die Zahlen stammen aus dem BDEW-Kundenbarometer Wasser/Abwasser 2021. Weitere Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.

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