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Global vernetzt und lokal aktiv für die Sicherheit der Wasserversorgung

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Autor: Kathrin Mundt

Global vernetzt und lokal aktiv für die Sicherheit der Wasserversorgung
Südafrika verfügt über langjährige Erfahrungen mit dem Wassermangel. Fachlicher Austausch beim Besuch einer Anlage zur Trinkwasseraufbereitung in Villiersdorp, Südafrika

In aktuellen Forschungsprojekten arbeitet das TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser zu innovativen Aspekten im Risikomanagement. Bei den Projekten ist die Verzahnung von Forschung und Praxis wesentlich, um für die Unternehmen direkt anwendbare Ergebnisse zu erzielen. Risikomanagement im Trinkwassereinzugsgebiet dient dem vorbeugenden Ressourcenschutz und damit der Gewährleistung der Trinkwassersicherheit. Dies schließt sowohl qualitative als auch quantitative Aspekte mit ein. „Trinkwasserressourcen sind nicht nur oft Gefährdungen in Form von Stoffeinträgen ausgesetzt, auch die ausreichende Verfügbarkeit und das Wasserdargebot rückt insbesondere im Zuge des Klimawandels immer mehr in den Fokus des Risikomanagements“, erläutert Sebastian Sturm, Abteilungsleiter Wasserversorgung am TZW.

Projekt ResiTrink! – Ressourcenschutz und Risikomanagement

Mit der neuen EU-Trinkwasserrichtlinie wird deutlich, dass auch in der Politik ein Bewusstsein für die Relevanz des Ressourcenschutzes besteht. Sie fordert ein obligatorisches Risikomanagement in der Wasserversorgung. Details zur Umsetzung in nationales Recht im Rahmen der novellierten Trinkwasserverordnung müssen noch geklärt werden. Mit dem Projekt ResiTrink! untersucht das TZW gemeinsam mit bnNETZE, wie diese Umsetzung in der Praxis aussehen kann. Dieses Projekt wird vom Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz von badenova unterstützt.

Projekt Risk_Plus – Eine App für das Risikomanagement in der Trinkwasserversorgung

Im Projekt Risk_Plus wird gemeinsam mit der Disy Informationssysteme GmbH eine Softwarelösung entwickelt, die Wasserversorger bei der Umsetzung des Risikomanagements von der Quelle bis zum Wasserhahn in den Haushalten unterstützt. Das TZW bereitet das fachliche und konzeptionelle Fundament dafür vor und erarbeitet die Integration der Risikomanagementanforderungen in die Software. Die Softwarelösung wird es Wasserversorgungsunternehmen erleichtern, die gesetzlichen Regeln zum Risikomanagement vom Einzugsgebiet über die Gewinnung, Aufbereitung, Speicherung und Verteilung regelwerkskonform und anwenderfreundlich zu erfüllen. Das Projekt wird vom Bundeministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Internationaler Wissenstransfer durch globale Vernetzung

Das TZW konnte auf der IWA Water Safety Conference in Narvik, Norwegen seine internationalen Kontakte vertiefen und sich mit Expertinnen und Experten zum Thema Risikomanagement in der Wasserversorgung zum wechselseitigen Erfahrungsaustausch vernetzen. So ist das TZW beispielsweise in einem Projekt zum klimaresilienten Risikomanagement im Südlichen Afrika aktiv. Im BMBF-Projekt KreATiw werden Erfahrungen aus Südafrika genutzt, um existierende Risikomanagementansätze der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung erfolgreich an den Klimawandel anzupassen. Sebastian Sturm vom TZW ist überzeugt von der internationalen Zusammenarbeit: „In Südafrika stellt Wassermangel schon heute eine große Herausforderung dar, weshalb dort bereits viele Erfahrungen im Umgang mit Trockenheit gewonnen wurden.“
Die im Projekt erzielten Ergebnisse stehen später auch in der fachlichen Beratungspraxis für die deutsche Wasserversorgung bereit.

Kontakt: TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser, Karlsruhe, Dagmar Uhl, M. A., Tel. 0721 9678-233, dagmar.uhl@tzw.de, www.tzw.de

(Quelle: TZW)

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