Generic filters
FS Logoi

Gewässerschutz: Globales Netzwerk unterzeichnet Memorandum

Das weltweit agierende Netzwerk Living Lakes festigt mit einem „Memorandum of Cooperation“ die internationale Verbindlichkeit seiner Arbeit zum Schutz von Seen und Feuchtgebieten.

von | 21.04.21

Das weltweit agierende Netzwerk Living Lakes festigt mit einem „Memorandum of Cooperation“ die internationale Verbindlichkeit seiner Arbeit zum Schutz von Seen und Feuchtgebieten. Ob im Einsatz gegen die Verschmutzung spanischer Lagunen infolge intensiver Landwirtschaft, für den Erhalt kostbarer Flusssysteme in Kolumbien, gesunde Mangrovenwälder in Bangladesch oder einen mikroplastikfreien Bodensee: Das Netzwerk Living Lakes und seine Partner setzen sich seit 23 Jahren für lebendige und lebenswerte Gewässer ein.

Ein Erfolgsmodell macht sich fit für die Zukunft

Gegründet und koordiniert vom Global Nature Fund, profitiert das Netzwerk auch vom Engagement seiner spanischen Schwesterorganisation Fundación Global Nature und der deutschen Bodensee-Stiftung als Living Lakes-Mitglieder der ersten Stunde. Darüber hinaus ist das Netzwerk zu einer globalen Erfolgsgeschichte angewachsen: Mittlerweile umfasst es mehr als 130 Partnerorganisationen auf der ganzen Welt und über 110 Mitglieds-Seen auf sieben Kontinenten – sogar in der Antarktis mit dem faszinierenden Wostok-See als Sinnbild engagierten Seenschutzes auch in entlegenen Weltregionen.

Um die Zusammenarbeit der Gründungspartner auf ein festes Fundament zu stellen und bereit für eine Zukunft zu machen, in der Herausforderungen größer werden, aber auch das Bewusstsein für ökologische Fragen wächst, haben Global Nature Fund, Fundación Global Nature und Bodensee-Stiftung nun ein „Memorandum of Cooperation“ unterzeichnet. Es bekräftigt u.a. den Willen zur Zusammenarbeit für den Erhalt von Trinkwasserressourcen und Biodiversität. Dafür spielt auch der Kontakt zu Unternehmen eine Rolle, die sich um nachhaltiges Ressourcenmanagement im Agrarsektor und der Lebensmittelbranche bemühen. Außerdem hält das Memorandum die Abmilderung des Klimawandels und die Anpassung an seine Folgen als Ziel der gemeinsamen Anstrengung fest.

Naturbasierte Lösungen für nachhaltigen Gewässerschutz

„Ein wesentlicher Begriff in unserem Memorandum sind naturbasierte Lösungen“, erklärt Udo Gattenlöhner, Geschäftsführer des Global Nature Fund und Mitunterzeichner des Dokuments. „GNF, Bodensee-Stiftung und Fundación Global Nature teilen den Ansatz, bei Projekten auf das zurückzugreifen, was die Natur selbst uns bietet. Ein schönes Beispiel dafür sind Grünfilter, die wir in Südamerika ebenso erfolgreich einsetzen wie in Asien. Die Filter reinigen Abwässer mit Pflanzenkraft, ohne auf komplizierte Techniken angewiesen zu sein.“ Das ist nur einer von vielen Ansätzen, mit denen die drei Partner für ihre Unterstützer weltweit auf dem Weg zum nachhaltigen Schutz von Seen und Feuchtgebieten vorangehen.

Anlässlich der Unterzeichnung des Memorandums und im Namen aller Living Lakes-Partner rund um den Globus veröffentlichen Global Nature Fund und Fundación Global Nature heute ein Video, das die Herausforderungen und Ziele des Netzwerks veranschaulicht. Unter dem Motto „Saving the Lakes and Wetlands of the World“ weist es dem Netzwerk mit faszinierenden Bildern von Seen und Feuchtgebieten den Weg in eine hoffentlich erfolgreiche Zukunft – macht aber auch deutlich, was es für effektiven Schutz aquatischer Ökosysteme braucht: den entschlossenen Einsatz aller Menschen, die von den Ökosystemdienstleistungen der Gewässer weltweit abhängig sind.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Der Hintersee bei Ramsau ist einer von vielen schützenswerten Gewässern.

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, automatisch in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Dialog über die Zukunft des Wasserstandorts Berlin
Dialog über die Zukunft des Wasserstandorts Berlin

Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens lädt das Kompetenzzentrum Wasser Berlin (KWB) am 16. Juni 2026 zum Austausch über die Zukunft der Wasserwirtschaft ein. Im Mittelpunkt stehen Herausforderungen und Chancen für den Wasserstandort Berlin im Spannungsfeld von Klimaanpassung, Innovation und Digitalisierung.

mehr lesen
Sauberes Wasser, aber wenig Vertrauen in Trinkbrunnen
Sauberes Wasser, aber wenig Vertrauen in Trinkbrunnen

Trotz steigender Temperaturen bleiben viele öffentliche Trinkbrunnen ungenutzt. Forschende der Universität Bamberg zeigen, dass nicht mangelnde Verfügbarkeit, sondern häufig Zweifel an Sauberkeit und Sicherheit der Grund sind. Eine Studie belegt, dass einfache Hinweisschilder die Nutzung deutlich erhöhen können. Die Ergebnisse liefern wichtige Impulse für Gesundheitsvorsorge und hitzeangepasste Stadtplanung.

mehr lesen
Sedimente erzählen die Umweltgeschichte
Sedimente erzählen die Umweltgeschichte

Sedimente in Stauseen speichern Informationen über Schadstoffeinträge und Umweltveränderungen über viele Jahrzehnte hinweg. Ein neues Forschungsprojekt der Universität Würzburg untersucht fünf Stauseen in der Eifel, um Belastungen durch Schadstoffe, Schwermetalle und Mikroplastik zu analysieren. Mithilfe von Bohrkernen und modernen Analysemethoden wollen die Forschenden Entwicklungen der vergangenen 100 Jahre nachvollziehen. Gleichzeitig sollen die Daten helfen, aktuelle Veränderungen und die Wirksamkeit von Umweltschutzmaßnahmen besser zu bewerten.

mehr lesen

Firmen zum Thema

Sie möchten den Wassermeister testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die Wassermeister kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03