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BMBF fördert “Nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung”

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Autor: Kathrin Mundt

BMBF fördert “Nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung”

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) plant, die nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung in Deutschland zu sichern und hat eine entsprechende Förderung bekanntgemacht: Bekanntmachung der Richtlinie zur Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zum Thema „Nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung“ (LURCH) im Rahmen der Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit (FONA)“

Grundwasser ist ein wesentlicher Bestandteil des natürlichen Wasserkreislaufs und für den Menschen eine lebensnotwendige Wasserressource. Es stellt ein eigenes Ökosystem dar und ist zudem wichtig für weitere Lebensräume, die an das Grundwasser gebunden sind. In Deutschland werden etwa 70 % des Trinkwassers aus Grundwasser gewonnen. Der große Wert des Grundwassers ist auf seine gute Wasserqualität zurückzuführen, die u.a. wiederum von dem intakten Ökosystem und dessen Reinigungsfunktion abhängt. Zunehmende Nutzungskonkurrenzen und -konflikte beeinträchtigen gegenwärtig den guten Zustand der Grundwassersysteme in Deutschland.

Förderziel

Ziel dieser Förderrichtlinie ist es, die nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung in Deutschland zu sichern. Durch eine Verbesserung des Systemverständnisses soll ein guter qualitativer und quantitativer Zustand des Grundwassers erreicht werden. Dies dient der Sicherung der Trinkwasserressource und gleichzeitig dem Schutz und Erhalt des Ökosystems Grundwasser.

Zuwendungszweck

Zuwendungszweck ist die Förderung und Umsetzung von FuE1-Projekten (Verbundprojekten) in Deutschland, zur Entwicklung von Technologien, Konzepten, Strategien und angepassten Lösungen für eine nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung. Basierend auf Untersuchungen zur Grundwasserqualität und -menge sollen Entscheidungsgrundlagen entwickelt und Lösungsansätze erarbeitet werden, die zu einer Vermeidung von Nutzungskonflikten beitragen.

Durch einen mehrdimensionalen Ansatz, der Belange der Umwelt ebenso berücksichtigt wie soziale und wirtschaftliche Aspekte, wird ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen“ (SDG 6), „Kein Hunger“ (SDG 2), „Gesundheit und Wohlergehen“ (SDG 3), „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ (SDG 11) und „Maßnahmen zum Klimaschutz“ (SDG 13) geleistet.

Da die Bewirtschaftung des Grundwassers durch vielschichtige Nutzungen und Interessen (Trinkwasserversorgung, Land- und Forstwirtschaft, Industrie, Wärme- und Kältespeicher) geprägt ist, stellt die Entwicklung entsprechender Lösungsansätze eine große Herausforderung für Forschung und Politik dar. Viele Grundwasserkörper in Deutschland sind bereits hinsichtlich ihres qualitativen, quantitativen, thermischen oder ökologischen Zustands stark belastet. Daher besteht die hohe Dringlichkeit einer schnellen und effektiven Überführung von FuE-Ergebnissen in die Anwendung.

Die FuE-Aktivitäten sollen unter praxisnahen Bedingungen durchgeführt werden und sich an den jeweiligen regionalen Rahmenbedingungen orientieren. Hierbei sollen auch die Potentiale der Digitalisierung genutzt werden. Durch die Realisierung von Best Practice Beispielen können die entwickelten Lösungsansätze auf andere Regionen übertragen werden.

Begleitend zu den FuE-Aktivitäten sind Maßnahmen zur Information und Einbeziehung der Öffentlichkeit vorzusehen. Relevante Akteure aus der Wirtschaft, aus den Wasserbehörden bzw. anderen Einrichtungen der Kommunen und Länder sind von Anfang an als Verbundpartner in die Vorhaben einzubinden. Die Beteiligung von Unternehmen, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), ist ausdrücklich erwünscht.

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