Generic filters
FS Logoi

3,5 Mrd. Euro haben deutsche Trinkwasserversorger 2022 investiert

Die deutschen Trinkwasserversorger haben im Jahr 2022 rund 3,5 Mrd. Euro in den Bau und die Instandhaltung ihrer Anlagen und in die Ausweitung und Erneuerung ihrer Infrastruktur investiert. Dies zeigen erste Prognosen des BDEW. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Investitionen der Trinkwasserversorger damit um rund 4,5 % angestiegen. 62 % der Investitionen flossen in […]

von | 02.03.23

Die deutschen Trinkwasserversorger haben im Jahr 2022 rund 3,5 Mrd. Euro in den Bau und die Instandhaltung ihrer Anlagen und in die Ausweitung und Erneuerung ihrer Infrastruktur investiert. Dies zeigen erste Prognosen des BDEW. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Investitionen der Trinkwasserversorger damit um rund 4,5 % angestiegen. 62 % der Investitionen flossen in die Rohrnetze. Das liegt vor allem an einer Zunahme der Investitionen in Sanierung und Erneuerung von Trinkwasserrohrnetzen.

Ein Anteil von 15 % der Investitionssumme wurden für die Wassergewinnung und Wasseraufbereitung aufgebracht. Hier gibt es mit einem Plus von fast 16 % eine weit überdurchschnittliche Zuwachsrate. Ursache hierfür sind vor allem Investitionen in den Bau neuer Brunnen bzw. in die Wiederaufnahme alter Trinkwassergewinnungsanlagen. „Aufgrund des Klimawandels werden die Sommer heißer und trockener. Dadurch steigt in diesen Phasen auch die Nachfrage nach Trinkwasser“, erklärt Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser. „Um die Trinkwasserversorgung auch in Zukunft flächendeckend zu gewährleisten, muss in einigen Regionen die Infrastruktur gestärkt und ausgebaut werden.“

6 % der Investitionen entfallen auf die Wasserspeicherung. Die restlichen 17 % verteilen sich auf Zähler, Messgeräte, IT und sonstige Investitionen. Insgesamt sind seit 1990 mehr als 80 Mrd. Euro in die öffentliche Trinkwasserversorgung Deutschlands investiert worden. Mit deutlich mehr als 20 Mrd. Euro entfiel hiervon ein überproportionaler Anteil auf die ostdeutschen Bundesländer.

„Die hohen Investitionssummen der Trinkwasserversorger zeigen: Die deutsche Wasserwirtschaft ist damit mehr denn je ein bedeutender geschäfts- und umweltpolitischer Motor des Mittelstandes“, sagt Weyand. „Um die hohe Qualität der Wasserversorgung auch in Zukunft aufrecht erhalten zu können, sind weiterhin nachhaltige Investitionen für neue Anlagen und Rohrnetze sowie die Instandsetzung erforderlich. Auch in den Bereichen IT, Zähler und Messwesen werden die Investitionen aufgrund der Digitalisierung in der Wasserwirtschaft in den nächsten Jahren deutlich zunehmen.“

(Quelle: BDEW)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, automatisch in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Neue Verfahren gegen PFAS im Wasser
Neue Verfahren gegen PFAS im Wasser

Forschende des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf haben zwei Verfahren entwickelt, mit denen sich PFAS gezielt abbauen lassen. Langfristig könnten die Technologien dazu beitragen, den Eintrag der langlebigen Chemikalien in Gewässer deutlich zu reduzieren.

mehr lesen
Wasserwerk Halingen: Moderne Technik für sauberes Trinkwasser
Wasserwerk Halingen: Moderne Technik für sauberes Trinkwasser

Die Wasserwerke Westfalen haben die Modernisierung ihrer Trinkwasseraufbereitung abgeschlossen. Mit der Inbetriebnahme der Weitergehenden Aufbereitungsanlage im Wasserwerk Halingen setzen nun alle fünf WWW-Wasserwerke auf zusätzliche technische Verfahrensstufen, um die Trinkwasserqualität langfristig zu sichern.

mehr lesen
Fraunhofer veröffentlicht Handbuch zur Kreislaufwirtschaft
Fraunhofer veröffentlicht Handbuch zur Kreislaufwirtschaft

Das Fraunhofer IPA und das Fraunhofer IAO haben gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten ein Handbuch zur kreislauffähigen Wertschöpfung veröffentlicht. Es zeigt, wie Unternehmen Produkte langlebiger gestalten, Materialien im Kreislauf halten und neue Geschäftsmodelle entwickeln können. Die Publikation richtet sich an Praxis und Forschung und ist digital als Open-Access-Ausgabe verfügbar.

mehr lesen
Bund und Länder investieren in Forschungsinfrastrukturen
Bund und Länder investieren in Forschungsinfrastrukturen

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat mehrere Maßnahmen zur Stärkung zentraler Forschungsinfrastrukturen in Deutschland beschlossen. Dazu gehören die langfristige Förderung der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI), zusätzliche Investitionen in das Hochleistungsrechnen mit Künstlicher Intelligenz an Hochschulen sowie die Unterstützung des Akademienzentrums für Digitale Lexikographie des Deutschen. Ziel ist es, Forschungsdaten besser nutzbar zu machen und die Leistungsfähigkeit des Wissenschaftssystems weiter auszubauen.

mehr lesen

Firmen zum Thema

Sie möchten den Wassermeister testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die Wassermeister kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03