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Fachtagung Wasser in Thun

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Autor: Redaktion

Fachtagung Wasser in Thun

Bei der Fachtagung Wasser in Thun am 15. November 2018 wurde in Fachreferaten die Risikobeurteilung aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Wasserversorgungen sind in der Pflicht, sich vor Gefahren wie Cyberkriminalität zu schützen und erforderliche Maßnahmen zu treffen. Daniela Guardia-Lippuner gab einen Überblick zur Risikobeurteilung im Bereich Wasser.

Rund 300 Besucher und 70 Aussteller aus dem In- und Ausland waren in Thun bei der Fachtagung Wasser der Uli Lippuner AG mit dabei. Das 21. Lippuner Seminar in Thun bot neben den Referaten auch eine Ausstellung. Daniela Guardia-Lippuner gab als Organisatorin in ihrer Einleitung einen Überblick zur Risikobeurteilung im Bereich Wasser.

Schutzmaßnahmen ergreifen

Immer mehr Betriebe der Wasserbranche sind von der Cyberkriminalität betroffen. Patrick Erni, Sicherheitsexperte aus Baar (Rittmeyer AG) sagte es klar: „die Frage ist nicht ob, sondern wann der eigene Betrieb angegriffen wird.“ Als Schutzmaßnahmen nannte er Verhindern, Überwachen, Alarmieren und Wiederherstellen. Cyber-Kriminelle, Nachrichtendienste, Hacktivismus sowie aktuelle oder ehemalige Mitarbeiter können die Angreifer sein. Patrick Erni riet dazu, eine IT-Sicherheitsberatung in Anspruch zu nehmen und ein entsprechendes Konzept zu erstellen. Eva Lieberherr von der ETH Zürich und Sabrina Bahnmüller (Amt für Wasser und Abfall, Bern) beleuchteten die Organisationsstrukturen der Wasserversorgungen. Wie Eva Lieberherr ausführte, hängt die Organisationsform von den Rahmenbedingungen und der Akzeptanz ab. Jede Struktur habe ihre Vor- und Nachteile. Sabrina Bahnmüller zeigte anhand eines Beispiels aus dem Kanton Bern auf, dass es möglich ist, aus zehn Wasserversorgungen eine zu machen. Die Umweltwissenschaftlerin erklärte, dass die bisherigen zehn Wasserversorgungen in die Struktur der Gemeinde übergegangen sind.

Klimaveränderung ist eine Tatsache

Zum Generellen Wasserversorgungsplan (GWP) sprach Stefan Mürner vom Amt für Wasser und Abfall, Bern. Ziele des GWP seien die Wasserqualität, die Versorgungssicherheit, die Professionalität sowie die Wirtschaftlichkeit. Wenn ein GWP erstellt sei, gelte es eine Maßnahmenplanung zu erstellen und diese auch umzusetzen. Für Stefan Mürner ist der GWP ein Tool, um die Risiken in der eigenen Wasserversorgung zu kennen. Die Klimaveränderung hat Auswirkungen auf die Wasserversorgung. Markus Boller, pensionierter Professor der ETH zeigte klar auf, dass die klimatischen Veränderungen im Bereich Wasserversorgung einen Maßnahmenkatalog erfordern. Die Klimaveränderung sei eine messbare Tatsache, so Markus Boller. Die Temperaturen steigen, die Trockenperioden nehmen zu und die Niederschläge werden anders verteilt. Durch diese Veränderungen wird in der Landwirtschaft mehr Wasser verbraucht. Laut Markus Boller führt die Klimaveränderung dazu, dass die Wasserwirtschaftspläne überarbeitet werden. Es brauche Maßnahmenpläne und Prioritätensetzung (Sparszenarien, Wiederverwendung, Speicherung etc.). Andreas Peter, Leiter Qualitätssicherung der Wasserversorgung Zürich beleuchtete den Weg von der gesetzlichen Anforderung hin zur Beherrschung der Guten Verfahrenspraxis im Alltag einer Trinkwasserversorgung. Gute Herstellungspraxis garantiert die Wasserqualität von der Quelle bis zum Wasserhahn. Diese beinhaltet Bestandsaufnahme, Gefahrenmanagement, Maßnahmenplanung und die Systembewertung. Die Schlussdiskussion führte Roberto Planta. Der Ingenieur zog das Fazit, dass es themenübergreifend immer der Faktor Mensch ist, welcher in der Risikobeurteilung die Hauptrolle spielt. Risikobeurteilung sei eine wiederkehrende Aufgabe.

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