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Trockenster März seit über 30 Jahren verzeichnet

Am 6. Juni hat der Ruhrverband seine Frühjahrsbilanz veröffentlicht. Insgesamt fielen in den drei Frühlingsmonaten nur zwei Drittel der üblichen Niederschlagsmenge.

von | 13.06.25

Mit in Summe 150 Millimetern Niederschlag fielen 33 % weniger als im Durchschnitt der Jahre 1927 bis 2024. Besonders trocken war der März mit nur 14 Millimetern Niederschlag im Gebietsmittel.
Quelle: AdobeStock/vectorfusionart
März

Der meteorologische Frühling 2025 war im Ruhreinzugsgebiet zu trocken. Das geht aus den Auswertungen des Ruhrverbands hervor. Mit in Summe 150 Millimetern Niederschlag fielen 33 % weniger als im Durchschnitt der Jahre 1927 bis 2024. Besonders trocken war der März mit nur 14 Millimetern Niederschlag im Gebietsmittel, das entspricht einem Minus von 82 % gegenüber der für diesen Monat üblichen Menge. Seit Beginn der Niederschlagsaufzeichnungen des Ruhrverbands vor 98 Jahren hat es überhaupt nur dreimal einen noch trockeneren März gegeben, zuletzt im Jahr 1993. Der Mai war ebenfalls trockener als gewöhnlich (minus 17 %), der April annähernd durchschnittlich (plus 3 %). Mit einem Plus von 1,0 Grad gegenüber dem Vergleichszeitraum 1991 bis 2020 war der Frühling 2025 außerdem zu warm.

Zuschusspflicht aus Talsperren schon im März

Weil auch schon der Februar mit einem Minus von 74 % sehr trocken gewesen war, setzte bereits ab März und damit zu einem ungewöhnlich frühen Zeitpunkt am Pegel Villigst Zuschusspflicht aus den Talsperren ein. Diese summierte sich für das gesamte Frühjahr in Villigst auf 48 Tage und an der Mündung (hier war der Zuschuss erst ab April notwendig) auf 14 Tage. An beiden Kontrollquerschnitten war es die dritthöchste Anzahl zuschusspflichtiger Tage, die der Ruhrverband seit Einführung der gesetzlichen Mindestabflüsse im Jahr 1990 in einem Frühjahr verzeichnet hat.

Talsperren sind noch gut aufgestellt

Durch die Zuschussleistung aus den Talsperren des Ruhrverbands wurden die Mindestabflüsse in der Ruhr im Frühjahr 2025 zu jedem Zeitpunkt eingehalten. Der Gesamtstauinhalt der Talsperren lag aufgrund der dafür notwendigen Wasserabgaben bereits ab dem 9. März und dann für den Rest des Frühjahrs unter dem langjährigen Mittel für die Jahreszeit; am 31. Mai betrug das Minus gegenüber dem üblichen Füllstand knapp 5 %. Im Vergleich zum Stauinhalt des Vorjahres, als das Frühjahr doppelt so nass war, sind in den Talsperren damit aktuell 35,3 Millionen Kubikmeter Wasser weniger gespeichert. Das entspricht in etwa dem kombinierten Fassungsvermögen der Verse- und der Fürwiggetalsperre. Trotzdem ist das Talsperrensystem für weitere trockene Phasen mit Zuschusspflicht in den kommenden Monaten gut aufgestellt. Gleichzeitig ist ausreichend Freiraum vorhanden, um bei etwaigem Starkregen Wasser zurückzuhalten und so Hochwasserspitzen in flussabwärts gelegenen Gebieten zu mindern.


Quelle: Ruhrverband

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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