Der Bericht stützt sich auf die jüngsten Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes und des Copernicus-Klimawandeldienstes, wonach die Mitteltemperatur im hydrologischen Sommerhalbjahr (Mai bis Oktober) bei 14,9 °C lag und damit 1,5 °C über dem langjährigen Durchschnitt.
Die anhaltende Wärme, gepaart mit deutlich geringeren Niederschlägen, hat erhebliche Auswirkungen auf die Wasserverfügbarkeit im Freistaat. Mit 364 Millimetern Niederschlag im Hydrologischen Sommerhalbjahr 2025 lag der Niederschlag um 3 Prozent unter dem vieljährigen Mittel und um 9 Prozent unter dem Mittelwert der Periode 1991–2020. Infolgedessen traten in den Thüringer Flüssen, Bächen, Teichen und Seen häufiger Niedrigwasserphasen auf als im Vorjahr. Die Füllstände der Talsperren bewegen sich zwar noch im für die Jahreszeit üblichen Bereich, sind allerdings verbreitet die geringsten der letzten fünf Jahre zu dieser Zeit.
Niedrigwasser erneut dokumentiert
Besonders auffällig ist der flächendeckende Rückgang der Grundwasserstände. Zwischen März und Oktober 2025 wiesen 61 % der Messstellen niedrige Werte auf – mehr als doppelt so viele wie im niederschlagsreicheren Jahr 2024. Auch die Bodenfeuchte erreichte an mehreren Standorten historische Tiefstwerte.
Der Statusbericht, der auch die regionalen Auswirkungen und die Entwicklung der Niedrigwassersituation dokumentiert, zeigt einmal mehr, wie der Klimawandel die Wasserverfügbarkeit, den Landwirtschaftssektor und die Versorgungssicherheit in Thüringen zunehmend herausfordert.
Zum StatusberichtQuelle: Thüringer Umweltministerium







