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DVGW-Forschungsprojekt ResilJetzt: Wasserversorgung stärken

Der Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW ) hat sein Forschungsvorhaben „ResilJetzt!“ abgeschlossen. Am 25. September hat der Verein Projekt-Hintergründe, -Ergebnisse und mögliche Handlungsoptionen vorgestellt.

von | 25.09.25

Dr. Wolf Merkel, Vorstand Wasser des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V.
© DVGW
DVGW

Das Forschungsprojekt erfolgte im Rahmen seines Zukunftsprogramms Wasser und diente dazu, die zukünftige Resilienz der öffentlichen Wasserversorgung im Klimawandel zu ermitteln, Resilienzoptionen und -potenziale im Hinblick auf wasserwirtschaftliche Infrastrukturen zu analysieren und weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit zu untersuchen.

Als Projektergebnis wurden praxisnahe technische und organisatorische Resilienzoptionen identifiziert. Die Vorschläge reichen von größeren Speicherkapazitäten über Versorgungsverbünde bis hin zur Stärkung der Behörden. Sie sind in elf übersichtlichen Steckbriefen dargestellt, die eine Bewertung hinsichtlich Wirksamkeit, Dauerhaftigkeit und Aufwand beinhalten. Sie sollen örtliche Akteure, Wasserversorgungsunternehmen, Verbände, Kommunen und Behörden sensibilisieren, in ihren Planungen unterstützen sowie Entscheidungshilfen für Resilienzoptionen in künftigen Wasser-Engpassregionen anbieten.

Überregionale Anpassungsstrategien notwendig

Prognosen der DVGW-Forschung zeigen, dass wir zwar im Mittel in Deutschland ausreichend Wasser zur Verfügung haben werden, regional aber durchaus Wasserengpässe zu erwarten sind. Ursachen sind regionale oder saisonal ausbleibende Niederschläge, wachsender Bedarf oder fehlende Speichermöglichkeiten. Daraus ist abzuleiten, dass vielerorts lokale bis überregionale Anpassungsstrategien notwendig sein werden, um die Versorgung mit Trinkwasser weiterhin sicherzustellen.

„Einerseits betont dies die Relevanz von Maßnahmen für eine resiliente Wasserversorgung, andererseits fehlten bislang bundesweit einheitliche Leitlinien zu ihrer Bewertung. Der im Projekt ResilJetzt entwickelte detaillierte und umfassende Katalog schließt diese Lücke und ermöglicht, auch bisher nicht betrachtete Handlungsoptionen zu erkennen“, beschreibt Dr. Wolf Merkel, Vorstand Wasser des DVGW, den Nutzen der Steckbriefe für die Branche.

Die von Wasserversorgern als prioritär einzustufenden Resilienzoptionen sind laut Forschungsprojekt:

  • Sicherung und Erhöhung der Ressourcenverfügbarkeit
  • Anschluss an bzw. Gründung von Versorgungsverbünden
  • Nutzung von Fernwasser
  • Sicherung bzw. Ausbau von Speicherkapazitäten
  • Bewusstseinssteigerung der Bevölkerung für den Wert von Wasser und Daseinsvorsorge
  • Anpassung rechtlicher Instrumente
  • Austausch und Kooperation zwischen Kommunen und Wasserversorgungsunternehmen
  • Erhöhung personeller Kapazitäten in den Behörden
  • Dynamische Wasserentgelte, wie zum Beispiel saisonale Tarife.

 

Auch wenn heute die Versorgung mit Trinkwasser in Deutschland sicher und zuverlässig ist, bedarf es mit Blick auf die klimatischen Entwicklungen des konsequenten, vorausschauenden Handelns, um Resilienz zu gewährleisten.

Der DVGW adressiert dazu wasserpolitische Forderungen an die Bundesregierung.

Weitere Informationen:

Broschüre: „Klimaresilienz in der Wasserversorgung – 11 Steckbriefe“

Scrollable Flyer „Auf den Punkt: Resilienz in unserer Wasserversorgung“

DVGW-Zukunftsprogramm Wasser


(Quelle: DVGW)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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