Generic filters
FS Logoi

Online-Analyse-System sichert die Wasserqualität

Das Online-Analyse-System Typ 8905 von Bürkert Fluid Control System bestimmt wichtige Wasserparameter automatisiert, was bei der Qualitätsüberwachung von Trinkwasser Optimierungspotential erschließt. Das System ist modular aufgebaut, bietet viele Analysemöglichkeiten und kann sich Anwendungsanforderungen anpassen. Wasseraufbereitung ist ein anspruchsvoller Prozess. Das gilt ganz besonders für Trinkwasser. Bei der Qualitätsüberwachung ist aber auch heute noch oft „Handarbeit“ […]

von | 16.08.21

Zentraler Edelstahlschrank für die Wasseranalyse. Damit pH-Wert, die Trübung sowie Sauerstoff- und Eisengehalt im Ablauf jedes Schnellfilters separat überprüft werden können, wurde eine Ventilumschaltung der einzelnen Messwässer realisiert. (Quelle: Bürkert Fluid Control Systems)

Das Online-Analyse-System Typ 8905 von Bürkert Fluid Control System bestimmt wichtige Wasserparameter automatisiert, was bei der Qualitätsüberwachung von Trinkwasser Optimierungspotential erschließt. Das System ist modular aufgebaut, bietet viele Analysemöglichkeiten und kann sich Anwendungsanforderungen anpassen.

Wasseraufbereitung ist ein anspruchsvoller Prozess. Das gilt ganz besonders für Trinkwasser. Bei der Qualitätsüberwachung ist aber auch heute noch oft „Handarbeit“ im Spiel. Das Online-Analyse-System Typ 8905 von Bürkert Fluid Control Systems, das wichtige Parameter automatisiert bestimmt, erschließt hier Optimierungspotential (Bild 1).

Bild 1: Das Online-Analyse-System Typ 8905 als standardisiertes Kompaktgehäuse unterstützt Wasserversorger bei der Überwachung aller wichtigen Wasserparameter und der Einhaltung der entsprechenden Richtlinien. (Quelle: Bürkert Fluid Control Systems)

Das modulare System bietet viele Analysemöglichkeiten und kann über verschiedene Messwürfel, sogenannte Sensor-Cubes, an unterschiedlichste Anwendungsanforderungen angepasst werden. Ob als miniaturisierte Feldeinheit für die direkte Anlagenintegration, als standardisiertes Kompaktgehäuse oder im maßgeschneiderten Schaltschrank, die Messwerte können individuell zusammengestellt werden. Die Sensor-Cubes basieren auf der innovativen und wartungsarmen MEMS-Technologie (Mikro-Electro-Mechanical Systems).

Auf dieser Plattform können heute schon Parameter wie pH-Wert, Redoxpotential (ORP), Leitfähigkeit, Chlor, Chlordioxid und Trübung gemäß DIN EN ISO 7027 gemessen werden. Zusätzlich kann ein FIA-Sensor-Cube (Fließinjektionsanalyse) zur Bestimmung des Eisengehalts integriert werden. Da das Online-Analyse-System „hot-swap-fähig“ ist, lassen sich die Messwürfel beim Nach- oder Umrüsten ohne Betriebsunterbrechung ein- oder ausstecken und melden sich automatisch beim System an.

Filterüberwachung mit automatischer Messwasser-Umschaltung

Ein typisches Anwendungsbeispiel ist die automatische Überwachung der Aufbereitung von Trinkwasser. Hier haben die Fluidikexperten basierend auf den Standardkomponenten eine individuelle Lösung in einem zentralen Edelstahlschrank entwickelt, die auf die Trinkwasseraufbereitung eines Wasserwerks angepasst ist (Bild 2). Der Service-Bereich BürkertPlus übernahm zudem die Installation sowie Inbetriebnahme und Mitarbeiterschulung. Damit pH-Wert, die Trübung sowie Sauerstoff- und Eisengehalt im Ablauf jedes Schnellfilters separat überprüft werden können, wurde eine Ventilumschaltung der einzelnen Messwässer realisiert. Von jedem Filter wird also Wasser zum Analysesystem geleitet und dann per Magnetventil zwischen den einzelnen Strecken umgeschaltet. Dadurch sanken die Investitionskosten deutlich, da unabhängig von der Filteranzahl nur eine Messstation notwendig ist. Die automatische Umschaltung ließ sich über die geräteinterne visuelle Programmiersoftware umsetzen, so entstand kein zusätzlicher Programmieraufwand an der SPS.

Die Kommunikation innerhalb des Analysesystems übernimmt die Geräteplattform EDIP (Efficient Device Integration Platform), die für die intelligente Vernetzung aller elektronischen Bürkert-Geräte sorgt. Über eine Busschnittstelle können alle Messwerte an das Leitsystem des Wasserwerks übertragen werden. Um Wartungsaufwand zu minimieren, ist zusätzlich eine Reinigungseinheit installiert, die zeitgesteuert und vollautomatisch die Analyseeinheit sauber hält. Zusätzlich gibt es auch eine mobil einsetzbare, batteriebetriebene Variante, die eine einfache Reinigung bzw. Kalibrierung einzelner Sensor-Cubes im Feldeinsatz ermöglicht.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Zentraler Edelstahlschrank für die Wasseranalyse. Damit pH-Wert, die Trübung sowie Sauerstoff- und Eisengehalt im Ablauf jedes Schnellfilters separat überprüft werden können, wurde eine Ventilumschaltung der einzelnen Messwässer realisiert. Quelle: Bürkert Fluid Control Systems

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, automatisch in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Neue Ionentauscher arbeiten zuverlässig im Wasserwerk Rauental, Rastatt
Neue Ionentauscher arbeiten zuverlässig im Wasserwerk Rauental, Rastatt

Sie wiegen gefüllt je 35 Tonnen, sind 7 Meter hoch und fassen ein Volumen von je 20 Kubikmetern: Im Juni wurden mittels Spezialtransporter zwei Ionentauscher ans Wasserwerk Rauental (Rastatt, Baden-Württemberg) angeliefert. Es handelt sich um zwei Filter, die mit unterschiedlichen Harzen gefüllt sind, die per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) aus dem Grundwasser filtern.

mehr lesen
Neuer Trinkwasser-Hochbehälter stärkt Versorgung in Niedersachsen
Neuer Trinkwasser-Hochbehälter stärkt Versorgung in Niedersachsen

Die Harzwasserwerke investieren weiter in die zuverlässige Trinkwasserversorgung Niedersachsens: In der Gemeinde Liebenburg im Landkreis Goslar entsteht derzeit ein neuer Hochbehälter, der künftig bis zu 20.000 Kubikmeter Trinkwasser speichern kann. Damit wächst die Gesamtkapazität des Standorts auf rund 60.000 Kubikmeter. Lewerberg wird somit zum größten Hochbehälter-Standort der Harzwasserwerke.

mehr lesen
Fünf Tonnen schwerer Wasserhahn im Wasserwerk Marienhafe eingebaut
Fünf Tonnen schwerer Wasserhahn im Wasserwerk Marienhafe eingebaut

Millimeterarbeit war kürzlich gefragt beim Neubau des Wasserwerks Marienhafe des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV). Denn es galt, ein so genanntes Schieberkreuz, das zum Verschließen einer Wasserleitung dient, passgenau gleichzeitig mit zwei Rohren zu verbinden. Der Schieber hat die Funktion eines Wasserhahns – nur, dass dieser Wasserhahn ungefähr fünf Tonnen wiegt. Kein Wunder, denn die Rohre, die er verbindet, haben einen Innendurchmesser von 800 Millimetern.

mehr lesen
iro 2026: Strategien für Netze von morgen
iro 2026: Strategien für Netze von morgen

Am 5. und 6. Februar 2026 wird Oldenburg wieder zum Treffpunkt für Fachleute aus Kommunen, Ver- und Entsorgungswirtschaft, Ingenieurbüros, Bauunternehmen sowie Forschung und Lehre. Unter dem Leitthema „Alt und Neu – Strategien für Netze von morgen“ widmet sich das 38. Oldenburger Rohrleitungsforum den zentralen Fragen einer zukunftsfähigen Netzarchitektur: Wie lassen sich bestehende Netze erhalten und neue Netze so gestalten, dass beide gemeinsam die Grundlage einer tragfähigen Gesamtstrategie für unsere Daseinsvorsorge bilden?

mehr lesen

Firmen zum Thema

Sie möchten den Wassermeister testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die Wassermeister kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03