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Neuer elektronischer Wasserzähler für den kommunalen Einsatz

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Autor: Barbara Pflamm

Neuer elektronischer Wasserzähler für den kommunalen Einsatz

Neue Geräte zur Erfassung von Wasserverbräuchen erfordern die Vereinigung einer hohen Messpräzision mit einer für den Markt interessanten Preisstruktur. Bei der Konzeption der neuen WECOUNT-Baureihe wurden die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Messprinzipien miteinander verglichen, um diese Forderung zu erfüllen. Durch moderne Werkstoffe, Fertigungstechnologien sowie der Verwendung eines voll integrierten elektronischen Zählwerkes entsteht damit ein preislich attraktives und technisch zuverlässiges Messgerät.

Durch die elektronische Abtastung wird eine nahezu widerstandsfreie, induktive Erfassung der Drehbewegung des Flügelrades ermöglicht und das Gerät in die Lage versetzt, auch sehr kleine Fließgeschwindigkeiten zu detektieren. Daher muss auch die Hydraulikbaugruppe in der Lage sein, geringste Durchflüsse abzutasten und wurde mit zahlreichen rechnergestützten Simulationen konzipiert und durch Versuche verifiziert. Die Hydraulik wurde dahingehend optimiert, das sowohl geringe Anlaufwerte, kleiner als 1 l/h, als auch ein robuster Betrieb bei hohen Durchflüssen, langfristig ermöglicht werden. Die Herausforderung besteht hierbei insbesondere darin, die hohe Messpräzision bei tiefen als auch bei hohen Temperaturen von bis zu 90 °C aufrecht zu erhalten. Zudem herrschen bei den unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten verschiedene Turbulenzzustände, die eine hierauf abgestimmte Bauteildimensionierung erfordern.

Hierzu gehört bei den Inline-Geräten, die Teil der WECOUNT-Baureihe sind, auch ein neu konzipiertes Sieb, das mehrere Funktionen erfüllt. Einerseits dient es als Strömungsgleichrichter, wodurch ungleichmäßige Strömungen in einen ausgeglichenen Zustand überführt werden und damit der ungünstige Einfluss von Rohrkrümmungen vor dem Gerät minimiert wird. Im Weiteren dient es dazu, Verunreinigungen aus der anschließenden Rohrstrecke fernzuhalten. Das Maximum der Strömungsgeschwindigkeiten befindet sich in einem Rohr stets im Zentrum. Treffen Verunreinigungen auf das Sieb, werden diese vom Zentrum weg, hin zur Rohrwand getragen. Hierdurch bleibt der Bereich, an dem am meisten Volumen transportiert wird, länger frei und der niedrige Druckverlust länger bestehen.

Geräte der WECOUNT-Reihe besitzen die Schutzart IP68 und übermitteln über ihr elektronisches Zählwerk die OMS-Telegrammtypen T1 und C1. Neben den Monatsendwerten wird auch über diverse Ereignisse informiert, die aus den Verbrauchswerten abgeleitet werden können. Hierzu zählen beispielsweise Leckageerkennung, Rohrbrucherkennung oder die Erkennung von Manipulationsversuchen. Es ist eine Herausforderung tiefe und hohe Temperaturen bis über 90 °C in unterschiedlichen turbulenten Strömungszuständen mit einer durchgehend hohen Messgenauigkeit zu erfassen. Daher arbeitet das Zählwerk mit einer effizienten Korrekturlogik und ermöglicht eine Kompensation der wechselnden Strömungszustände in der Hydraulik. Hierdurch konnten die Inline 500 Geräte mit einer Messklasse von bis zu R500 zugelassen werden.

Die hohe R-Klasse, die dem Gerät seinen Namen gibt, erfüllt die am Markt vorhandenen Forderungen nach einem zuverlässigem und preis-leistungs-starkem Gerät im kommunalen Bereich und ist ab sofort lieferbar.

Autor: N. Wehrle, Leitung Produktmanagement E. Wehrle GmbH, Furtwangen

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