Förderbrunnen sind ein zentraler Bestandteil der sicheren Trinkwasserversorgung und gewährleisten, dass jederzeit ausreichend Grundwasser zum nahegelegenen Wasserwerk transportiert werden kann. In Wildeshausen-Bühren werden derzeit drei zusätzliche Förderbrunnen errichtet, die künftig das Wasserwerk des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) ergänzen sollen.
Fortschritt der Bauarbeiten und neue Technologien
Bei den Bauarbeiten kommt ein hybrides Bohrgerät zum Einsatz, das sowohl mit Diesel als auch elektrisch betrieben werden kann.
„Wir begrüßen es, wenn auch auf Baustellen neue und ressourcenschonendere Technologien zum Einsatz kommen“, sagt OOWV-Projektleiter Christian Lippstreu. „Die Wassergewinnung ist der erste Schritt in der Versorgungskette. Deshalb ist es wichtig, bereits bei der Umsetzung von Bauprojekten auf die eingesetzte Technik zu achten und deren Auswirkungen in den Blick zu nehmen.“
Hybrid-Bohrgerät als technische Besonderheit
Die Firma Hölscher Wasserbau GmbH aus Haren an der Ems führt die Arbeiten aus. Zum Einsatz kommt ein speziell umgerüstetes Bohrgerät Wirth vom Typ B3A. Es verfügt über einen 90-Kilowatt-Elektromotor, der sowohl den Bohrbetrieb als auch die Hydraulikanlagen antreibt. Die Energieversorgung erfolgt über zwei Akkus mit jeweils 125 Amperestunden Kapazität.
„Es ist deutschlandweit das einzige Bohrgerät, dieser Art, das so arbeitet“, erklärt Udo Robben, Bauleiter der Firma Hölscher Wasserbau aus Haren, für die Baumaßnahme. Ein Akku ermögliche je nach Einsatzdauer einen Betrieb von etwa fünf bis sechs Stunden, sodass auch eine komplette Arbeitsschicht im Akkubetrieb möglich sei.
Vorteile für Umwelt und Baustellenbetrieb
Der elektrische Betrieb des Bohrgeräts bringt mehrere Vorteile mit sich. Während der Arbeiten reduziert sich die Lärmbelastung auf der Baustelle deutlich, gleichzeitig werden CO₂-Emissionen verringert.
„Ich finde es positiv, dass technische Innovationen im Bau- und Brunnenbereich auch mit Nachhaltigkeit einhergehen können. Das ist in dieser Form noch nicht selbstverständlich“, fasst Christian Lippstreu zusammen.
Quelle: OOWV











