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MAWV saniert 750 m lange Trinkwasserleitung DN 600 mit neuem Verfahren

Schulzendorf, eine Gemeinde im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald am Stadtrand von Berlin, saniert Trinkwasserleitungen mit einem neuen Sanierungsverfahren. 750 m langer Rohrleitungsstrang aus 12 m langen PE-HD-Einzelrohren Aufmerksame Beobachter konnten schon seit einigen Wochen zusehen, wie parallel zur Ernst-Thälmann-Straße in Schulzendorf 12 m lange PE-HD-Einzelrohre (mit einem Außendurchmesser von 63 cm) zu einem 750 m langen […]

von | 06.05.21

Schulzendorf, eine Gemeinde im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald am Stadtrand von Berlin, saniert Trinkwasserleitungen mit einem neuen Sanierungsverfahren.

750 m langer Rohrleitungsstrang aus 12 m langen PE-HD-Einzelrohren

Aufmerksame Beobachter konnten schon seit einigen Wochen zusehen, wie parallel zur Ernst-Thälmann-Straße in Schulzendorf 12 m lange PE-HD-Einzelrohre (mit einem Außendurchmesser von 63 cm) zu einem 750 m langen Rohrleitungsstrang zusammengeschweißt und oberirdisch ausgelegt wurden.

Hier saniert der Märkische Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV) im zweiten Bauabschnitt seine Trinkwasserleitung DN 600 in der Ernst-Thälmann-Straße mit einem innovativen Sanierungsverfahren. Das DynTec-Verfahren ist ein grabenloses Neuverlegungsverfahren. Es eignet sich zur Sanierung bruch- und einsturzgefährdeter Wasser-, Abwasserleitungen, aber auch zur Behebung von Innenkorrosion und Undichtigkeiten in diesen Leitungen. Mit diesem Verfahren können Streckenlängen von bis zu 1.000 m verlegt werden.

Ein neues Rohr im alten Rohr

Am 05.05.2021 war es dann soweit. Eine gewisse Spannung aller Beteiligten lag in der Luft, als der vorbereitete 750 m lange Rohrstrang in die alte Trinkwasserleitung mit einem Innendurchmesser von 61 cm mittels einer Winde an einem Stück eingezogen wurde. Um das größere Rohr in das kleinere Altrohr zu bekommen, wird der Rohrstrang durch einen konischen (kegelförmigen) Trichter gezogen.

Dadurch wird der Querschnitt reduziert und das neue PE-HD-Rohr kann so in die alte Rohrleitung eingezogen werden. Damit Krafteinwirkungen auf das neue Rohr minimiert werden, wird der Rohrstrang vor dem Trichter in einer Wärmekammer mit Heißluft umströmt.

An der Zielbaugrube ist eine Winde mit 100 t Zugkraft positioniert, die den Rohrstrang während des ganzen Einzugs auf Spannung hält. Dort wird dann auch die durch die Winde gehaltene Spannung gelöst und der Rohrstrang weitet sich selbstständig an die Rohrwand des Altrohres auf.

Dabei wird der sogenannte „Memory-Effekt“ des PE-Materials genutzt. Das neue Rohr legt sich dabei eng an die Rohrwandung, „close fit“ an.

Sanierung entspricht der Verlegung einer statisch selbsttragenden, neuen Leitung

„Der Vorteil dieser Sanierung entspricht der Verlegung einer statisch selbsttragenden, neuen Leitung“, sagt Falko Börnecke, der Technische Leiter des MAWV. „Wir haben hier einen geringen baulichen Aufwand und dadurch eine relativ kurze Bauzeit“. Die Sanierung, die die Firmen Diringer & Scheidel Rohrsanierung GmbH & Co. KG, Moritzburg, und der RAKW GmbH & Co. KG, Wildau, gemeinsam stemmen, verläuft ohne große Beeinträchtigung von Anwohnern, Straßenverkehr und Umwelt und nach einer entsprechenden Druckprüfung erfolgt die Einbindung in das bestehende Trinkwassernetz des MAWV.

(Quelle: MAWV)

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Grabenloses Neulegungsverfahren DynTec

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