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Leckagemonitoring in Wuppertal: Sensoren melden Wasserlecks

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Autor: Kathrin Mundt

Leckagemonitoring in Wuppertal: Sensoren melden Wasserlecks
Für die Überwachung des Trinkwassernetzes nutzen die WSW im Rahmen eines Feldversuchs digitale Technik.

Die Sensoren werden einfach auf den Leitungen montiert

Mit Ultraschall-Sensoren und digitalem Funknetz wollen die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) zukünftig das 1.600 km lange Wuppertaler Trinkwassernetz überwachen. Das neue System wird jetzt in Langerfeld getestet.

Etwa 400 große und kleine Leckagen an Trinkwasserleitungen spüren die WSW pro Jahr auf. Die Wasserlecksucher der WSW sind täglich im Stadtgebiet unterwegs, um undichte Stellen im Trinkwassernetz finden.

„Diese Arbeit ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll. Das Trinkwasser wird mit viel Aufwand gewonnen, aufbereitet und transportiert. Es ist einfach zu wertvoll, um wegen undichter Leitungen ungenutzt im Boden zu versickern“, meint Thorsten Arkenau, der als Sachgebietsleiter Netzstrategien und Projektkoordination für das Trinkwassernetz der WSW zuständig ist. Die Lecksuche bedeutet einen großen Aufwand. Außer den Suchtrupps nutzen die WSW auch verschiedene technische Methoden, um Wasserverluste aufzuspüren. Dazu gehört auch eine kontinuierliche Überwachung der Wasserabnahmen an geeigneten Stellen im Netz, etwa an Pumpen und Behältern.

V.l.: Bastian Dette (WSW Digitale Lösungen), Thorsten Arkenau (WSW Projektkoordinator Trinkwassernetz), Sören Högel (Leiter WSW Digitale Lösungen). Fotos: WSW

Nun erproben die WSW eine neue Methode bei der Überwachung des Trinkwassernetzes, die preiswerter und effizienter ist. Dabei werden kleine Ultraschall-Messsonden direkt auf die Leitungsrohre montiert. Der Aufwand für die Montage ist gering, denn die Leitungen müssen dafür nicht abgesperrt werden. Im Testgebiet im Stadtteil Langerfeld wurden mehrere Sonden verbaut. Sie übertrage ihre Daten über das LoRaWAN der WSW, das eine Alternative zum bisher genutzten LTE-Funknetz darstellt. „Die LoRaWAN-Funktechnologie gibt uns die Möglichkeit, Daten von Sensoren aufzunehmen, die nicht an die Stromversorgung angeschlossen sein müssen. Über unsere Plattform können wir Daten bereitstellen und visualisieren. So können Mehrwerte für WSW und auch andere geschaffen werden”, erklärt Sören Högel, Leiter Digitale Lösungen bei den WSW.

Eine wichtige Erkenntnis haben die WSW bereits gewonnen: Das LoRaWAN ist in der Lage, die bei den kontinuierlichen Messungen anfallenden Datenmengen sicher zu übertragen. Untersucht werden muss noch, ob sich die Technik auch betriebswirtschaftlich rechnet. Nach Abschluss des Feldversuchs wollen die WSW entscheiden, ob ein weiterer Ausbau der funkgestützten Trinkwassernetz-Überwachung sinnvoll ist.

WSW Digital

Die öffentliche Infrastruktur wird immer digitaler: Stromzähler versenden bereits online Verbrauchsdaten, mobile Apps informieren in Echtzeit über Abfahrzeiten und Störungen im Busverkehr – um nur zwei Beispiele zu nennen. Die WSW sehen sich aber nicht nur als Versorger und Betreiber des Nahverkehrs in Wuppertal, sondern als digitalen Infrastrukturdienstleister. In dieser Funktion ist es Ziel der WSW, die Daseinsvorsorge für eine digitale und klimaneutrale Zukunft bereitzustellen.

Dazu müsse sowohl physische Infrastrukturen (wie LoRaWAN, WLAN und Glasfaser) zur Übertragung von Daten, als auch digitale Infrastrukturen (wie digitale Plattformen) zur Zusammenführung und Verknüpfung der Daten, errichtet und betrieben werden. Sie bilden die Grundlage zur Entwicklung von smarten Lösungen in Bereichen wie beispielsweise der Straßenbeleuchtung oder Abfallentsorgung. Zusammengefasst werden die Projekte unter „WSW Digital“, das als ganzheitliches Konzept einen Beitrag zur Smart City-Strategie der Stadt Wuppertal darstellt.

(Quelle: WSW)

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