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Wie Risikomanagement die Versorgungssicherheit stärken soll

Durch ein Risikomanagement soll entsprechend dem Vorsorgeprinzip Risiken rechtzeitig vorgebeugt oder ihnen entgegengewirkt werden. Was genau es zu beachten gilt und wie das Risikomanagement erfolgreich umgesetzt werden kann, erläutert der TZW-Experte Sebastian Sturm.

von | 06.08.24

Nach der Trinkwassereinzugsgebieteverordnung (TrinkwEGV) sollen mögliche Risiken für die Wasserbeschaffenheit in den Trinkwassereinzugsgebieten identifiziert werden, damit eine entsprechende zielgerichtete Untersuchung des Wassers möglich ist.
Quelle: Pixabay/ IamNotPerfect
Risikomanagement

Wenn der risikobasierte Ansatz ernst genommen wird und die Umsetzung nicht nur auf die formelle Pflichterfüllung ohne inhaltlichen Mehrwert abzielt, können die von der Verordnung gebotenen Chancen genutzt werden – ohne nur lästige Papierarbeit zu erzeugen. Das ist das Zwischenfazit von Sebastian Sturm vom TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser. In einem E-Paper fasst er zusammen, wie die neue Trinkwassereinzugsgebieteverordnung (TrinkwEGV) tatsächlich die Versorgungssicherheit stärken und dem Schutz der Trinkwasserressourcen dienen kann.

Risikomanagement erfolgreich umsetzen

Seit der Einführung der novellierten Trinkwasserverordnung (TrinkwV) und der neuen Trinkwassereinzugsgebieteverordnung (TrinkwEGV) ist der risikobasierte Ansatz ein intensiv diskutiertes Thema. Der Gedanke ist nicht wirklich neu, und inzwischen gibt es viele erfolgreiche Beispiele für die Umsetzung in die Praxis. Mit den richtigen Maßnahmen und einer dazu passenden Softwarelösung liegt in den Anforderungen der Verordnung die Chance, einen echten Mehrwert für den Schutz der Trinkwasserressourcen zu leisten und nicht nur „lästigen Papierkram“ zu verursachen.

Die erste Reaktion vieler Betreiber und Behördenvertreter ist verständlich: „Noch mehr Aufgaben! Noch eine Dokumentation, die erstellt, gepflegt und von der Behörde geprüft werden muss!“ Oft wird argumentiert, dass beispielsweise ein kleiner Wasserversorger ohne vertiefte Fachkenntnisse überfordert sein könnte. Auch die Haltung, möglichst nur das Nötigste zu tun, um pro-forma erstmal nur die Fristen einzuhalten, ist verbreitet. Verunsicherung ist verständlich, vor allem wenn die genauen Anforderungen an die Dokumentation noch unklar sind.

Was es zu beachten gilt und wie das Risikomanagement erfolgreich umgesetzt werden kann, erläutert der TZW-Experte Sebastian Sturm. Auch kleine Wasserversorger können die Anforderungen in der gegebenen Frist erfüllen. Nach der Verordnung sollen mögliche Risiken für die Wasserbeschaffenheit in den Trinkwassereinzugsgebieten identifiziert werden, damit eine entsprechende zielgerichtete Untersuchung des Wassers möglich ist. Durch ein Risikomanagement soll entsprechend dem Vorsorgeprinzip Risiken rechtzeitig vorgebeugt oder ihnen entgegengewirkt werden.

Zum vollständigen E-Paper.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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