Generic filters
FS Logoi

Potenzielles PFAS-Verbot bedroht Energie- und Wasserversorgung

Der Verband figawa, der Vertreter von Herstellern und Dienstleistungsanbietern in den Bereichen Wasser, Gas und Flüssigbrennstoffe, fordert eine differenzierte Betrachtung der PFAS-Verbindungen im geplanten EU-weiten Verbot.

von | 07.07.23

PFAS werden in fast allen Industriezweigen eingesetzt.
Quelle: AdobeStock/Chris Anton

07. Juli 2023 Ι Der Verband figawa, der Vertreter von Herstellern und Dienstleistungsanbietern in den Bereichen Wasser, Gas und Flüssigbrennstoffe, fordert eine differenzierte Betrachtung der PFAS-Verbindungen im geplanten EU-weiten Verbot.

PFAS umfasst eine Gruppe von über 10.000 Substanzen

PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylverbindungen und umfasst eine Gruppe von über 10.000 Substanzen. Diese Chemikalien werden in nahezu allen Industriezweigen eingesetzt und sind aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften oft schwer oder gar nicht ersetzbar. Aufgrund ihrer Langlebigkeit bleiben PFAS jedoch in der Umwelt und erhöhen somit das Risiko für die Gesundheit des Menschen. Aus diesem Grund haben vier EU-Mitgliedsstaaten einen Vorschlag für Beschränkungen vorgelegt, um ein europaweites Verbot von PFAS zu erreichen.

Auch Verteilung und Verwendung von Gasen und Flüssigbrennstoffen wäre betroffen

Es ist jedoch bereits klar, dass ein vollständiges Verbot von PFAS verheerende Auswirkungen auf die öffentliche, private und industrielle Wasserversorgung hätte. Dies betrifft sowohl die Aufbereitung von Trink- und Brauchwasser, Abwasser und Schwimmbeckenwasser, als auch die Mess- und Sensortechnologie für Wasser in ganz Europa. Auch die Verteilung und Verwendung von Gasen und Flüssigbrennstoffen in verschiedenen Bereichen der Energieversorgung wäre stark betroffen.

„Als Vertretung von professionellen Anwendungen mit höchsten Qualitätsanforderungen in kritischen Bereichen unserer Gesellschaft unterstützen wir die europäische Initiative zur Beschränkung von PFAS-Materialien. Allerdings fordern wir eine differenzierte Regulierung, welche unkritische Fluorpolymer-Anwendungen ausnimmt“, erklärt Volker Meyer, Hauptgeschäftsführer der figawa.

Die figawa hat ausführliche Stellungnahmen verfasst, in denen sie argumentiert, dass Fluorpolymere für die Wasser- und Energieversorgung unverzichtbar sind. Während des laufenden Konsultationsverfahrens der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) zur Beschränkung von PFAS wird die figawa zusätzliche Daten einreichen, um Ausnahmen oder angemessene Übergangsfristen für Anwendungen in der Wasser- und Energieinfrastruktur zu erreichen.

Stellungnahme figawa

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, automatisch in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Mobile Wasseraufbereitung für die Ukraine
Mobile Wasseraufbereitung für die Ukraine

Das Dänische Technologische Institut entwickelt mit Partnern mobile, netzunabhängige Wasseraufbereitungsanlagen für kriegsbetroffene Gebiete der Ukraine. Die Erkenntnisse sollen zugleich die zivile Notfallvorsorge in Dänemark und den nordischen Ländern verbessern.

mehr lesen
Prof. Dr. Uli Paetzel für dritte Amtszeit als DWA-Präsident bestätigt
Prof. Dr. Uli Paetzel für dritte Amtszeit als DWA-Präsident bestätigt

Die Mitgliederversammlung der DWA hat Prof. Dr. Uli Paetzel für eine dritte Amtszeit zum Präsidenten gewählt. Die neue Amtsperiode beginnt am 1. Januar 2027 und dauert 4 Jahre. Der Verband hat damit auf personelle Kontinuität gesetzt, um die Umsetzung der EU-Kommunalabwasserrichtlinie und der Wasserrahmenrichtlinie sowie die Anpassung der Infrastruktur an den Klimawandel zu begleiten.

mehr lesen

Firmen zum Thema

Sie möchten den Wassermeister testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die Wassermeister kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03