Generic filters
FS Logoi

Neue Verbändekooperation informiert umfassend über Trinkwasserinstallation in Gebäuden

Die Verbände BTGA, DVGW, figawa, gefma und ZVSHK informieren erstmals gemeinsam über die erweiterten gesetzlichen Vorgaben und technischen Anforderungen für die Trinkwasserinstallation in Gebäuden und bieten klare Empfehlungen sowie eine tabellarische Übersicht, die Fachplanern, Installateuren und Betreibern hilft, die aktuellen rechtlichen und technischen Standards einzuhalten.

von | 12.09.24

Die Anforderungen für Trinkwasserinstallationen sind in den letzten Jahren durch neue gesetzliche Rahmenbedingungen und erweiterte technische Regelwerke auf nationaler und europäischer Ebene deutlich komplexer geworden.
Quelle: Pixabay/Katya_Ershova

Die Verbände BTGA, DVGW, figawa, gefma und ZVSHK bieten erstmals gemeinsam eine umfassende Übersicht zu den gesetzlichen Vorgaben und technischen Grundanforderungen für die Trinkwasserinstallation in Gebäuden an.

Umfassende Übersicht zu rechtlichen Vorgaben und technischen Standards

Die tabellarische Darstellung informiert über:

  • gesetzlich verpflichtende Vorgaben (Kategorie A1) und Empfehlungen (Kategorie A2),
  • allgemein anerkannte Regeln der Technik in Bezug auf technische und hygienische Anforderungen (Kategorie B),
  • sowie zusätzliche Informationen und weitere Empfehlungen (Kategorie C).

Die Anforderungen für Trinkwasserinstallationen sind in den letzten Jahren durch neue gesetzliche Rahmenbedingungen und erweiterte technische Regelwerke auf nationaler und europäischer Ebene deutlich komplexer geworden. Um diesen Entwicklungen gerecht zu werden, liefern die beteiligten Verbände wichtige Informationen, die es Fachleuten und Betreibern ermöglichen, die in der Trinkwasserverordnung festgelegten Mindeststandards einzuhalten.

Klarheit über Anforderungen und aktuelle Informationen zur Trinkwasserinstallation

Durch diese Informationen werden Unklarheiten hinsichtlich rechtlicher Vorgaben und technischer Regeln beseitigt. So erhalten Hersteller, Fachplaner, Installateure und Betreiber konkrete und allgemein anerkannte Hinweise zur Einhaltung der Anforderungen bei Planung, Errichtung und Betrieb von Trinkwasserinstallationen in Gebäuden. Die regelmäßig aktualisierte Übersicht wird auf den Websites der beteiligten Verbände veröffentlicht, wobei die jeweils aktuelle Fassung maßgeblich ist; eine Garantie für Vollständigkeit und Richtigkeit wird jedoch nicht übernommen.

Die Stellungnahmen der Verbandsvertreter verdeutlichen die Bedeutung einer gemeinsamen Informationsplattform, um die hohen Anforderungen an die Trinkwasserqualität und die Einhaltung technischer und rechtlicher Vorgaben bei der Trinkwasserinstallation in Gebäuden zu gewährleisten.

Volker Meyer, Hauptgeschäftsführer figawa: „Trinkwasser ist das in Deutschland am strengsten kontrollierte Lebensmittel. Daher stellt die Trinkwasserverordnung hohe Anforderungen an Trinkwasserinstallationen und die dafür verwendeten Produkte, Materialien und Werkstoffe. Damit die zunehmend komplexer werdenden rechtlichen Vorgaben eingehalten und die technischen Regeln auch zukünftig angewendet werden können, besteht Bedarf an konkreter Aufklärung bzw. einer übersichtlichen Zusammenfassung. Die an dieser Information beteiligten fünf Verbände haben erkannt, dass eine gemeinsame Übersicht der relevanten Dokumente helfen wird, diese Anforderungen zu erfüllen. Diese Erklärung trägt der nationalen wie der europäischen Bedeutung von Trinkwasser Rechnung.“

Andreas Müller, Geschäftsführer Technik ZVSHK: „Technische Regelwerke können aus sich heraus keine eigene Verbindlichkeit beanspruchen oder entwickeln. Die verschiedenen Regelsetzer können eine solche auch nicht einseitig vorgeben, weil es dafür im Regelfall an einer gesetzlichen Ermächtigungsgrundlage fehlt. Relevanz erhalten die Regelwerke immer dann, wenn deren Einhaltung vertraglich vereinbart wird oder wenn diese aufgrund einer gesetzlichen Regelung einzuhalten sind. Die gemeinsame Verbändeinformation schafft die notwenige Transparenz für die gesetzlichen und normativen Regeln und macht ebenso deutlich, dass ein hoher Bedarf nach fachlicher Expertise besteht, damit die immer komplexer werdenden Anforderungen in der Praxis umgesetzt werden können.“

Berthold Niehues, Leiter Wasserversorgung DVGW: „Die rund 5.600 Wasserversorgungsunternehmen in Deutschland liefern Tag für Tag einwandfreies Trinkwasser höchster Qualität. Um die gute Beschaffenheit des Trinkwassers auch in den Gebäuden zu erhalten, müssen in der Installation hygienische Anforderungen zwingend eingehalten werden. Mit der gemeinsamen Information im Rahmen der Verbändekooperation leisten wir einen entscheidenden Beitrag zur Transparenz für alle in diesem wichtigen Handlungsfeld tätigen Betreiber, Planer, Unternehmen und Behörden.“

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, automatisch in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Neue Verfahren gegen PFAS im Wasser
Neue Verfahren gegen PFAS im Wasser

Forschende des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf haben zwei Verfahren entwickelt, mit denen sich PFAS gezielt abbauen lassen. Langfristig könnten die Technologien dazu beitragen, den Eintrag der langlebigen Chemikalien in Gewässer deutlich zu reduzieren.

mehr lesen
Wasserwerk Halingen: Moderne Technik für sauberes Trinkwasser
Wasserwerk Halingen: Moderne Technik für sauberes Trinkwasser

Die Wasserwerke Westfalen haben die Modernisierung ihrer Trinkwasseraufbereitung abgeschlossen. Mit der Inbetriebnahme der Weitergehenden Aufbereitungsanlage im Wasserwerk Halingen setzen nun alle fünf WWW-Wasserwerke auf zusätzliche technische Verfahrensstufen, um die Trinkwasserqualität langfristig zu sichern.

mehr lesen
Fraunhofer veröffentlicht Handbuch zur Kreislaufwirtschaft
Fraunhofer veröffentlicht Handbuch zur Kreislaufwirtschaft

Das Fraunhofer IPA und das Fraunhofer IAO haben gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten ein Handbuch zur kreislauffähigen Wertschöpfung veröffentlicht. Es zeigt, wie Unternehmen Produkte langlebiger gestalten, Materialien im Kreislauf halten und neue Geschäftsmodelle entwickeln können. Die Publikation richtet sich an Praxis und Forschung und ist digital als Open-Access-Ausgabe verfügbar.

mehr lesen
Bund und Länder investieren in Forschungsinfrastrukturen
Bund und Länder investieren in Forschungsinfrastrukturen

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat mehrere Maßnahmen zur Stärkung zentraler Forschungsinfrastrukturen in Deutschland beschlossen. Dazu gehören die langfristige Förderung der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI), zusätzliche Investitionen in das Hochleistungsrechnen mit Künstlicher Intelligenz an Hochschulen sowie die Unterstützung des Akademienzentrums für Digitale Lexikographie des Deutschen. Ziel ist es, Forschungsdaten besser nutzbar zu machen und die Leistungsfähigkeit des Wissenschaftssystems weiter auszubauen.

mehr lesen

Firmen zum Thema

Sie möchten den Wassermeister testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die Wassermeister kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03