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Salze aus Wasser holen – und das Grundwasser anreichern

Sinkende Grundwasserspiegel und zunehmende Versalzung von Grundwasser sind Herausforderungen der Gegenwart und Folgen der klimatischen Veränderungen. Um Lösungen geht es bei einem bundesweiten Forschungsprojekt mit Beteiligung des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) unter Federführung der Technischen Universität Dresden. Aufbau einer Pilotanlanlage beim Wasserwerk Langeoog Zu diesem Zweck wird ab Ende 2022 für acht Monate eine Pilotanlage beim […]

von | 14.07.21

Sinkende Grundwasserspiegel und zunehmende Versalzung von Grundwasser sind Herausforderungen der Gegenwart und Folgen der klimatischen Veränderungen. Um Lösungen geht es bei einem bundesweiten Forschungsprojekt mit Beteiligung des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) unter Federführung der Technischen Universität Dresden.

Aufbau einer Pilotanlanlage beim Wasserwerk Langeoog

Zu diesem Zweck wird ab Ende 2022 für acht Monate eine Pilotanlage beim Wasserwerk Langeoog aufgebaut. Sie soll insbesondere Natrium und Chlorid aus dem küstennahen Grundwasser entfernen, um es anschließend wieder zum Zwecke der Grundwasseranreicherung zu versickern. Ziel ist, für diesen Vorgang spezielle Membrane zu entwickeln, durch die das Wasser entsprechend aufgereinigt werden kann.

„Trinkwasserqualität hat es danach zwar nicht“, berichtet Yannick Tiemann, Projektleiter auf Seiten des OOWV. „Aber es kann anschließend dem Grundwasserkörper zugeführt werden.“ Denkbar sei möglicherweise auch, das so aufbereitete Wasser für industrielle Zwecke zu nutzen und auf diese Weise die Trinkwasserressourcen zu schonen.

Forschungsvorhaben “innovatION”

Bis zu ersten konkreten Ergebnissen ist es noch ein weiter Weg – das Forschungsvorhaben mit dem Titel „innovatION“ steht an seinem Beginn. Erste Resultate werden 2024 erwartet. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. „In der achtmonatigen Pilotphase beim Wasserwerk Langeoog übernehmen wir die Betreuung der Anlage sowie die Probenahmen von unterschiedlichen Wässern – also Grundwasser, Prozesswasser und Wasser aus der Pilotanlage. Die Proben und die daraus gewonnenen Ergebnisse stellen wir den Projektpartnern für Laborversuche zur Verfügung“, beschreibt Yannick Tiemann.

Weltweites Interesse an Entsalzungsanlagen

„Aufgrund des global ansteigenden Wasserbedarfs und den sinkenden zur Verfügung stehenden Süßwasserressourcen besteht ein weltweites Interesse an effizienten Entsalzungsverfahren“, heißt es in der „innovatION“-Projektbeschreibung der TU Dresden. „Wir freuen uns, neben dem Kreisverband für Wasserwirtschaft Nienburg einer der beiden Praxispartner zu sein“, sagt der OOWV-Projektleiter.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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