Regulatorischer Hintergrund: PFAS im Fokus
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS), häufig als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet, rücken zunehmend in den Fokus regulatorischer und öffentlicher Debatten. Diese Stoffgruppe umfasst auch Fluorpolymere, die aufgrund ihrer Beständigkeit und chemischen Eigenschaften bislang in zahlreichen technischen Anwendungen unersetzlich sind – etwa in Dichtungen, im Maschinen‑ und Anlagenbau oder in der Medizintechnik.
Herausforderung Substitution: Technische Grenzen und Chancen
Mit dem wachsenden regulatorischen Druck steigt der Bedarf, den Einsatz fluorhaltiger Materialien differenziert zu bewerten. Eine pauschale Substitution erscheint derzeit allerdings weder praktikabel noch technisch sinnvoll, da für viele Anwendungen bislang keine gleichwertigen Alternativen existieren. Ziel ist daher, den Substitutionsprozess wissenschaftlich fundiert und branchenübergreifend zu gestalten.
Projekt FLUORBEST: KI für fundierte Entscheidungsgrundlagen
Das Projekt FLUORBEST verfolgt das Ziel, eine systematische und KI‑gestützte Bewertungsmethodik zu entwickeln. Diese soll es ermöglichen, die Substituierbarkeit von Fluorpolymeren für konkrete industrielle Anwendungen transparent und nachvollziehbar einzuschätzen – insbesondere bei Dichtungsmaterialien. Das Verbundprojekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.
Mitmachen: Ihre Praxiserfahrung zählt
Über eine Online-Befragung können Fachleute aus Industrie und Forschung ihr Know‑how in das Projekt einbringen. Gesucht werden typische Anwendungsfälle und Eigenschaften von Fluorpolymeren, um die zu entwickelnde Bewertungsmethodik praxisnah zu gestalten.
Die Teilnahme ist vom 17. Februar bis 10. März 2026 möglich.













