Generic filters
FS Logoi

DoppelPAK Projekt beendet

Das Projekt DoppelPAK beschäftigte sich mit der Wiederverwendung pulverförmiger Aktivkohle aus der Trinkwasseraufbereitung für Verfahren zur weitergehenden Abwasserreinigung. Ziel dieser Untersuchungen war, das Aufnahmevermögen der PAK für Mikroschadstoffe optimal auszuschöpfen und somit einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Wasseraufbereitung zu leisten.

von | 14.02.25

Das Projekt DoppelPAK beschäftigte sich mit der Wiederverwendung pulverförmiger Aktivkohle aus der Trinkwasseraufbereitung.
Quelle: IWW
DoppelPAK

Das ist passiert im Projekt DoppelPAK

Ausgangslage im Projekt DoppelPAK: Zur Grundwasseranreicherung verwendetes Wasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal (DEK) wird vor Infiltration mit dem Hybridprozess Flockung/Pulveraktivkohle (PAK) / Ultrafiltration (UF) gereinigt. Die dabei anfallenden Spülschlämme enthalten zu einem erheblichen Anteil PAK mit hoher Restkapazität zur Aufnahme von Mikroverunreinigungen. Mit einer Pilotanlage wurden die PAK haltigen Spülwässer direkt am DEK erzeugt. Adsorptions- und Desorptionsversuche haben gezeigt, dass die vorbeladene PAK noch über ca. 70 % ihrer Adsorptionskapazitäten verfügt und keine Desorptionseffekte zu befürchten sind. Zudem wurde ein einfacher Schnelltest auf Basis photometrierbarer Farbstoffe entwickelt, mit dem die PAK-Konzentration im Spülschlamm bestimmt werden kann. Der „Rührtest“ ist einfach, rasch und mit geringem Aufwand anwendbar.
Der PAK-Anteil im verwendeten Rückspülschlamm war zum Zeitpunkt der Untersuchungen mit rund 28 % relativ gering, weil den größten Anteil im Schlamm abfiltrierbare Bestandteile aus dem DEK einnahmen. Dieser Anteil überwiegend anorganischer Stoffe könnte bei einer Dosierung in eine kleine Kläranlage zu einer signifikanten Verringerung des wirksamen Beckenvolumens führen. Dies hängt aber von der jeweiligen Kläranlage bzw. deren Bemessungsgröße ab und muss individuell geprüft werden.
Wasserversorger können bei Anwendung des untersuchten Verfahrens die Kosten für die Schlammentsorgung einsparen. Dabei müssen jedoch auch die Entsorgungskosten für die anorganischen Schlammbestandteile der Kläranlage berücksichtigt werden. Ändern würden sich diese Einschränkungen, wenn andere Gewässer mit weniger abfiltrierbaren Stoffen zur Grundwasseranreicherung genutzt werden oder diese vor der PAK/UF-Stufe im Wasserwerk selektiv entfernt werden.
Bei Wiederverwendung z. B. der PAK-Mengen aus den Wasserwerken Rheine und Münster könnten nicht nur Ressourcen eingespart, sondern jährlich auch Treibhausgasemissionen in Höhe von 1.320 t CO2e vermieden werden.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, automatisch in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

DVGW und KDW verstärken Kooperation für eine sichere digitale Wasserwirtschaft
DVGW und KDW verstärken Kooperation für eine sichere digitale Wasserwirtschaft

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) und das Kompetenzzentrum Digitale Wasserwirtschaft (KDW) arbeiten künftig enger zusammen. Ziel der Kooperation ist es, die digitale Transformation der Wasserwirtschaft fachlich zu begleiten und die Branche beim sicheren Einsatz digitaler Technologien zu unterstützen. Die entsprechende Vereinbarung wurde am 05. Mai 2026 auf der IFAT in München unterzeichnet.

mehr lesen
JenaWasser nimmt neuen Hochbehälter Großlöbichau in Betrieb
JenaWasser nimmt neuen Hochbehälter Großlöbichau in Betrieb

Der neue Hochbehälter Großlöbichau ist seit heute in Betrieb und versorgt Großlöbichau, Kleinlöbichau sowie Teile von Jenaprießnitz und Wogau mit Trinkwasser aus dem Wasserwerk Burgau. Mit dem 300-Kubikmeter-Speicher setzt JenaWasser einen weiteren Schritt aus dem Wasserversorgungskonzept 2040 um.

mehr lesen
Neues Düngegesetz soll Nitratbelastung im Grundwasser gezielt senken
Neues Düngegesetz soll Nitratbelastung im Grundwasser gezielt senken

Mit einer Reform des Düngegesetzes will das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) ein effizienteres Monitoring etablieren und die Belastung von Gewässern durch Nitrat reduzieren. Ziel ist ein stärker am Verursacherprinzip orientiertes System. Das Kabinett hat am 29.4. dem vom Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, vorgelegten Entwurf zugestimmt.

mehr lesen

Firmen zum Thema

Sie möchten den Wassermeister testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die Wassermeister kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03