Die Forschungsarbeiten laufen im Rahmen eines gemeinsamen, von der EU und dem Saarland geförderten Forschungsprojekts. Im Projekt „SWIMEMSYS – Smart switchable membrane systems“ möchten die Arbeitsgruppen von Professor Matthias Faust (htw saar) und Professor Markus Gallei (UdS) Membranen für die nachhaltige und ressourcenschonende Filtration von Nano- und Mikroplastik aus Trinkwasser entwickeln.
„Innerhalb von SWIMEMSYS werden neuartige, extern schaltbare Polymermembranen aus neuen Materialien an der UdS hergestellt. Diese Membranen werden bei der Wasserfiltration an der htw saar eingesetzt“, erläutert Markus Gallei die Ziele des Projektes. „Um herauszufinden, wie solche Membranen aufgebaut sein sollten, muss man die grundlegenden Oberflächeneigenschaften der wichtigsten Mikroplastikarten erforschen“, so der Polymerchemiker weiter.
Dies wird an der htw saar untersucht. Diese Informationen werden wiederum an der UdS zur Entwicklung neuartiger „smarter“ Polymere mit maßgeschneiderten Funktionalitäten genutzt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der „Schaltbarkeit“ der Membranen, indem man sie externen Reizen aussetzt. Solche Reize können z.B. eine geringe Temperaturänderung an der Membran, eine Änderung des pH-Werts oder auch das Anlegen einer geringen elektrischen Spannung sein, welche zu einer präzisen Änderung der Porenweite oder der Oberflächeneigenschaften der Membranen führen.
„Auf diese Weise steigern wir die Effizienz der Reinigung der Membranen erheblich, wodurch Ressourcen geschont werden und die Lebensdauer der Membranen erhöht wird“, führt Markus Gallei aus.
Über die Kooperation
Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Markus Gallei
E-Mail: markus.gallei@uni-saarland.de
Quelle: Universität des Saarlandes













