Während tausende Fans am Sonntagabend (14.6.) das WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft verfolgten, richteten die Stadtwerke Münster ihren Blick auf eine andere Kennzahl: den Wasserverbrauch. Besonders auffällig war der Zeitraum direkt nach dem Halbzeitpfiff.
„Wir fiebern natürlich mit der Mannschaft mit. Gleichzeitig wissen wir: In der Halbzeit beginnt für unsere Wasserversorgung die intensivste Spielphase des Abends“, sagt Dominik Pollok, Leiter der münsterschen Wasserwerke.
Ein Blick auf die Verbrauchsdaten bestätigt dieses Muster deutlich. Innerhalb weniger Minuten stieg die Wasserabgabe im münsterschen Trinkwassernetz von 1.834 Kubikmetern pro Stunde (19:53 Uhr) auf 3.510 Kubikmeter (19:57 Uhr). Mit Beginn der zweiten Halbzeit fiel der Wert wieder auf unter 2.490 Kubikmeter pro Stunde.
Die „Pinkelkurve“ als verlässlicher Indikator
Das Phänomen ist bei den Stadtwerken bekannt. Die sogenannte „Pinkelkurve“ zeigt anschaulich, wie viele Menschen das Spiel gleichzeitig verfolgen und die Pause für einen Toilettengang nutzen. Der gleichzeitige Gebrauch von Toilettenspülungen führt zu einem kurzfristig stark erhöhten Wasserbedarf.
Solche Verbrauchsspitzen sind kein Einzelfall. Große Sportereignisse, aber auch Silvester, der Münster-Tatort oder besonders warme Tage beeinflussen das Verbrauchsverhalten deutlich. Fußballspiele mit deutscher Beteiligung gelten jedoch als besonders verlässlicher Auslöser für ausgeprägte Spitzen im Wasserverbrauch.

Wasserabgabe der Stadtnetze Münster zum Spiel Deutschland-Curaçao bei der Fußball-Weltmeisterschaft am 14. Juni 2026
Die Mitarbeitenden in der Verbundleitstelle beobachten die Entwicklung kontinuierlich und reagieren in Echtzeit. Durch gezielte Anpassungen von Druck und Wasserströmen stellen sie sicher, dass jederzeit ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht.
Quelle: Stadtwerke Münster











