Generic filters
FS Logoi

Wenn der Wasserzähler nicht richtig tickt

Sie betreibt weder Freibad noch landwirtschaftlichen Gemüseanbau. Und doch soll Familie Heidel aus Neustadt an der Aisch in einem Zeitraum von knapp drei Jahren 7 Millionen Liter Wasser verbraucht haben.

von | 02.08.24

7 Mio. l Wasser - das sind etwa drei Olympiaschwimmbecken. Die Stadtwerke fordern eine Summe von über 37.000 €.
Quelle: Pixabay / HeungSoon
Wasser; Wasserzähler

Eine Familie aus Neustadt an der Aisch soll in einem Zeitraum von 30 Monaten 7 Mio. l Wasser verbraucht haben. Das sind etwa drei Olympiaschwimmbecken. Die Stadtwerke fordern eine Summe von über 37.000 €. Ob mit einer Leckortung oder einem eigenen Wasserzähler – jeder Versuch, das Rätsel zu lösen, führt ins Leere. Wo sind sie hin, die Wassermassen? Oder stimmt doch etwas mit dem Wasserzähler nicht?

Ein defekter Wasserzähler als Übeltäter

Eines der häufigsten Probleme, die bei den in Privathäusern üblicherweise verbauten Mehrstrahl-Flügelrad-Wasserzählern auftreten, sind sogenannte Rollensprünge. Die Zahlenräder springen dabei ruckartig weiter, und zwar nicht ausgelöst vom durchströmenden Wasser, sondern oft durch Erschütterungen in der unmittelbaren Umgebung. Straßenbauarbeiten vor oder Renovierungsarbeiten im Haus zum Beispiel können schmal ausgeführte Zahlenrollen zum sprungartigen Weiterdrehen bewegen und falsche Messergebnisse erzeugen. Allerdings kann ein Rollensprung im Nachhinein nicht festgestellt werden.

Wer trägt Kosten und Verantwortung?

Familie Heidel lässt auf mögliche Lecks prüfen. Es wird nichts gefunden. Sie kommen zu dem Schluss, man müsse über Monate hinweg ununterbrochen Wasser aus der Leitung laufen lassen, um auf einen so hohen Stand auf dem Wasserzähler zu kommen. Für sie ist ein defekter Wasserzähler die einzige Erklärung.

Die Stadtwerke sagen, ihr Zuständigkeitsbereich ende am Wasserzähler. Nimmt sie das automatisch aus der Verantwortung? Geht der defekte Zählerstand zu Lasten des Nutzers?

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, automatisch in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Neue Ionentauscher arbeiten zuverlässig im Wasserwerk Rauental, Rastatt
Neue Ionentauscher arbeiten zuverlässig im Wasserwerk Rauental, Rastatt

Sie wiegen gefüllt je 35 Tonnen, sind 7 Meter hoch und fassen ein Volumen von je 20 Kubikmetern: Im Juni wurden mittels Spezialtransporter zwei Ionentauscher ans Wasserwerk Rauental (Rastatt, Baden-Württemberg) angeliefert. Es handelt sich um zwei Filter, die mit unterschiedlichen Harzen gefüllt sind, die per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) aus dem Grundwasser filtern.

mehr lesen
Neuer Trinkwasser-Hochbehälter stärkt Versorgung in Niedersachsen
Neuer Trinkwasser-Hochbehälter stärkt Versorgung in Niedersachsen

Die Harzwasserwerke investieren weiter in die zuverlässige Trinkwasserversorgung Niedersachsens: In der Gemeinde Liebenburg im Landkreis Goslar entsteht derzeit ein neuer Hochbehälter, der künftig bis zu 20.000 Kubikmeter Trinkwasser speichern kann. Damit wächst die Gesamtkapazität des Standorts auf rund 60.000 Kubikmeter. Lewerberg wird somit zum größten Hochbehälter-Standort der Harzwasserwerke.

mehr lesen
Fünf Tonnen schwerer Wasserhahn im Wasserwerk Marienhafe eingebaut
Fünf Tonnen schwerer Wasserhahn im Wasserwerk Marienhafe eingebaut

Millimeterarbeit war kürzlich gefragt beim Neubau des Wasserwerks Marienhafe des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV). Denn es galt, ein so genanntes Schieberkreuz, das zum Verschließen einer Wasserleitung dient, passgenau gleichzeitig mit zwei Rohren zu verbinden. Der Schieber hat die Funktion eines Wasserhahns – nur, dass dieser Wasserhahn ungefähr fünf Tonnen wiegt. Kein Wunder, denn die Rohre, die er verbindet, haben einen Innendurchmesser von 800 Millimetern.

mehr lesen
iro 2026: Strategien für Netze von morgen
iro 2026: Strategien für Netze von morgen

Am 5. und 6. Februar 2026 wird Oldenburg wieder zum Treffpunkt für Fachleute aus Kommunen, Ver- und Entsorgungswirtschaft, Ingenieurbüros, Bauunternehmen sowie Forschung und Lehre. Unter dem Leitthema „Alt und Neu – Strategien für Netze von morgen“ widmet sich das 38. Oldenburger Rohrleitungsforum den zentralen Fragen einer zukunftsfähigen Netzarchitektur: Wie lassen sich bestehende Netze erhalten und neue Netze so gestalten, dass beide gemeinsam die Grundlage einer tragfähigen Gesamtstrategie für unsere Daseinsvorsorge bilden?

mehr lesen

Firmen zum Thema

Sie möchten den Wassermeister testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die Wassermeister kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03