Generic filters
FS Logoi

Trinkwasserversorgung: THW bezieht Wasser aus der Ahr

Es fließt wieder Trinkwasser durch die Leitungen des stark vom Unwetter getroffenen Ortes Schuld (Rheinland-Pfalz). Das Technische Hilfswerk (THW) ersetzt damit bereits seit dem 26. Juli die zerstörte Infrastruktur. Die Helferinnen und Helfer nutzen eine Trinkwasseraufbereitungsanlage, um Wasser zu säubern, und speisen es in vorhandene Leitungen ein.

von | 05.08.21

Es fließt wieder Trinkwasser durch die Leitungen des stark vom Unwetter getroffenen Ortes Schuld (Rheinland-Pfalz). Das Technische Hilfswerk (THW) ersetzt damit bereits seit dem 26. Juli die zerstörte Infrastruktur. Die Helferinnen und Helfer nutzen eine Trinkwasseraufbereitungsanlage, um Wasser zu säubern, und speisen es in vorhandene Leitungen ein. „Eine funktionierende Versorgung ist essenziell für die Bevölkerung. Mit unseren THW-Aufbereitungsanlagen können wir so lange Trinkwasser liefern, bis die örtlichen Wasserversorger wieder übernehmen können“, sagt THW-Präsident Gerd Friedsam.

Trinkwasseraufbereitungsanlage inklusive Labor

Die Pumpanlagen in Schuld wurden von den Fluten zerstört und müssen neu aufgebaut werden. Mit seinen Fachgruppen Trinkwasserversorgung hat das THW daher eine Aufbereitungsanlage mit dazugehörigem Labor aufgebaut. Die THW-Kräfte gaben das Wasser zunächst direkt an die Bevölkerung ab – dank der direkten Einspeisung kommt es jetzt auch wieder aus der Leitung. „Wir wollen wieder eine gewisse Normalität für die Bevölkerung erreichen. Die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung ist ein wichtiger Schritt“, betont Friedsam weiter.

Mehrstufige Filtration bis reines Wasser in das Netz fließt

Die Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) vom Typ UF15 filtert ultrafein und bereitet bis zu 15.000 Liter Wasser in einer Stunde auf. Es handelt sich dabei um Wasser aus der Ahr, das ein mehrstufiges Verfahren durchläuft, bis klares und reines Wasser in das Versorgungsnetz fließt. In der Vorfiltration werden grobe Verunreinigungen entfernt, danach folgt eine Aktivkohlefilterung und im Anschluss wird Chlor zugesetzt. Zum Schluss werden Mikroorganismen, wie Keime und Viren, mittels UV-C Bestrahlung unschädlich gemacht. Das aufbereitete Wasser entspricht den Anforderungen der Deutschen Trinkwasserverordnung. Das wird vor Abgabe an die Bevölkerung in einem mobilen THW-Labor und durch das Gesundheitsamt getestet und bestätigt.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Die Pumpanlagen in Schuld wurden von den Fluten zerstört und müssen neu aufgebaut werden. (Quelle: THW)

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, automatisch in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Mobile Wasseraufbereitung für die Ukraine
Mobile Wasseraufbereitung für die Ukraine

Das Dänische Technologische Institut entwickelt mit Partnern mobile, netzunabhängige Wasseraufbereitungsanlagen für kriegsbetroffene Gebiete der Ukraine. Die Erkenntnisse sollen zugleich die zivile Notfallvorsorge in Dänemark und den nordischen Ländern verbessern.

mehr lesen
Prof. Dr. Uli Paetzel für dritte Amtszeit als DWA-Präsident bestätigt
Prof. Dr. Uli Paetzel für dritte Amtszeit als DWA-Präsident bestätigt

Die Mitgliederversammlung der DWA hat Prof. Dr. Uli Paetzel für eine dritte Amtszeit zum Präsidenten gewählt. Die neue Amtsperiode beginnt am 1. Januar 2027 und dauert 4 Jahre. Der Verband hat damit auf personelle Kontinuität gesetzt, um die Umsetzung der EU-Kommunalabwasserrichtlinie und der Wasserrahmenrichtlinie sowie die Anpassung der Infrastruktur an den Klimawandel zu begleiten.

mehr lesen

Firmen zum Thema

Sie möchten den Wassermeister testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die Wassermeister kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03