Gelsenwasser hat einen wichtigen Schritt für die weiterhin sichere Trinkwasserversorgung im Münsterland getan: Der erste Abschnitt im Rohrnetz-Erweiterungsprogramm „Baumberge“ ist in Betrieb gegangen. Der rund fünf Kilometer lange Leitungsstrang (40 cm Durchmesser) verbindet nun eine große Transportleitung (70 cm Durchmesser), die sogenannte Münsterleitung, mit der Druckerhöhungsanlage (DEA) in Senden-Bösensell. Damit baut Gelsenwasser das Trinkwassernetz weiter redundant aus und verstärkt die Netz-Kapazitäten. Das heißt, es gibt künftig eine zweite Leitung, die bei hohem Wasserbedarf, aber auch bei Störungen oder Wartungen die bestehende Leitung entlasten kann. Davon profitiert vor allem das nachgelagerte Netz in Havixbeck, Billerbeck und Altenberge.
„Die heißen Sommer der vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig eine stabile Infrastruktur ist“, betont Frank Bielert, Leiter der Technischen Abteilung bei Gelsenwasser in Lüdinghausen. „Mit dieser neuen Verbindung sorgen wir dafür, dass die Menschen in der Region auch bei Spitzenverbräuchen zuverlässig mit Trinkwasser versorgt werden.“
Zwar steht über das Talsperrensystem um das Wasserwerk Haltern genügend Wasser zur Verfügung, aber die Herausforderung ist, es jederzeit dorthin zu bringen, wo es gebraucht wird. Gerade in trockenen Phasen, wenn viele gleichzeitig den Garten bewässern, duschen oder ihre Pools füllen, kann das an manchen Orten zum Engpass werden.
Bauarbeiten auf engem Raum
Beim Bau mussten Straßen – unter anderem die Autobahn 43 –, Gleise und Bäche unterquert werden. An einigen Stellen war wenig Platz zwischen bestehenden Leitungen und Kanälen. Die Verlegungen erfolgen immer in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen und den Behörden. Wo möglich, wurden Straßenbaumaßnahmen mit abgestimmt.
Das gesamte Ausbauprogramm „Baumberge“ umfasst 22 Kilometer Leitungen: Zwölf Kilometer Erweiterung und zehn Kilometer Erneuerung. Das Erneuerungsprogramm ist bis auf einen kleinen Teil bereits im Jahr 2023 abgeschlossen worden. Jetzt liegt der Fokus auf dem Netzausbau. Gelsenwasser investiert insgesamt 22 Millionen Euro in den Ausbau der Versorgungssicherheit.
Quelle: Gelsenwasser











