Stabile Versorgung trotz klimatischer Extreme
Anlässlich des Weltwassertags am 22. März hat Hessenwasser eine Bilanz zur Trinkwasserversorgung im Jahr 2025 vorgelegt. Insgesamt lieferte das Unternehmen rund 110,6 Millionen Kubikmeter Trinkwasser an kommunale Versorger und Direktkunden. Damit trägt Hessenwasser maßgeblich zur Versorgung von etwa 2,4 Millionen Menschen in der Metropolregion Rhein-Main bei.
Komplexe Infrastruktur als Grundlage
Die Wassergewinnung basiert auf einem weit verzweigten System aus 21 Wasserwerken sowie zahlreichen Förderanlagen. Diese erschließen Grund- und Quellwasser aus unterschiedlichen Regionen und bereiten es auf. Ergänzt wird die Versorgung durch ein rund 350 Kilometer langes Leitungsnetz sowie durch den Bezug von Trinkwasser von Vorlieferanten.
Klimatische Herausforderungen im Jahr 2025
Das hydrologische Jahr 2025* war durch deutliche Wetterextreme geprägt. Nach einem sehr trockenen Frühjahr folgten ein feuchter Sommer und ein niederschlagsarmer Herbst. Laut Deutschem Wetterdienst lag die durchschnittliche Sommertemperatur bei 18,4 °C und damit deutlich über dem Referenzwert von 16,2 °C. Der Sommer 2025 zählt damit zu den zehn wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
Besonders der 2. Juli stellte eine Belastungsprobe dar: Bei Temperaturen von über 38 °C erreichte der Wasserverbrauch mit 410.257 Kubikmetern seinen Höchstwert. Der niedrigste Verbrauch wurde traditionell am ersten Weihnachtsfeiertag mit 249.476 Kubikmetern verzeichnet.
Nachhaltige Wassergewinnung aus verschiedenen Regionen
Die Trinkwasserversorgung stützt sich auf mehrere Gewinnungsgebiete:
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Hessisches Ried als zentrales Grundwasserreservoir
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Mittelgebirgsregionen wie Vogelsberg, Spessart und Kinzigtal
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Ortsnahe Gewinnung in Wiesbaden, Darmstadt und Frankfurt
Im Hessischen Ried wird das Grundwasser durch künstliche Infiltration stabilisiert: Aufbereitetes Rheinwasser wird gezielt versickert. Auch im Frankfurter Stadtwald erfolgt seit Jahrzehnten eine Anreicherung des Grundwassers durch aufbereitetes Mainwasser.
Diese regionale Diversifizierung trägt zur langfristigen Stabilität der Wasserversorgung bei.
Zukunftsaufgabe Wassermanagement
Elisabeth Jreisat, Geschäftsführerin von Hessenwasser, betont die Bedeutung nachhaltiger Strategien:
“Das warme hydrologische Jahr 2025* hat erneut verdeutlicht, wie wichtig der nachhaltige Schutz unserer Wasserressourcen und eine leistungsfähige Infrastruktur sind. Nach einem sehr trockenen Frühjahr bis in die hessischen Schulferien hinein gab es einen feuchten Sommer und einen unterdurchschnittlichen Herbst bezüglich der Niederschlagsmengen. Klimatische Veränderungen und steigende Anforderungen an die Wassernutzung erfordern vorausschauendes Handeln und klare Rahmenbedingungen. Unser Ziel bleibt eine sichere, hochwertige und verlässliche Trinkwasserversorgung – heute und für kommende Generationen.”
* Hydrologisches Jahr 2025: November 2024 bis Oktober 2025
Quelle: Hessenwasser











