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Schweinfurt saniert Wasserleitung aus Asbestzement grabenlos

Asbestzement, Grauguss und duktiler Guss: Bis vor kurzem waren die Niederdruck- und die Hochdruck-Wasserleitungen im Schweinfurter Hainigweg durch einen regelrechten Materialmix gekennzeichnet. Immer wieder hatte die ursprünglich 1964 zwischen Niederwerrner Straße und dem Hochbehälter Hainig verlegte Asbestzementleitung in den vergangenen Jahren teilsaniert werden müssen. Doch mit dem Stückwerk ist jetzt Schluss: In Zusammenarbeit mit dem […]

von | 20.07.21

Asbestzement, Grauguss und duktiler Guss: Bis vor kurzem waren die Niederdruck- und die Hochdruck-Wasserleitungen im Schweinfurter Hainigweg durch einen regelrechten Materialmix gekennzeichnet. Immer wieder hatte die ursprünglich 1964 zwischen Niederwerrner Straße und dem Hochbehälter Hainig verlegte Asbestzementleitung in den vergangenen Jahren teilsaniert werden müssen. Doch mit dem Stückwerk ist jetzt Schluss: In Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Miller aus Nürnberg wählten die Stadtwerke Schweinfurt im letzten Jahr eine Komplettlösung, die dem Auftraggeber für Jahrzehnte Ruhe beschert. Auf je 500 m Länge wurden für beide Leitungen Wavin TSDOQ®-Rohre eingesetzt, deren Nutzungsdauer 100 Jahre beträgt.

Druckrohr bestehend aus drei Schichten

Dass die Druckrohre so langlebig sind, liegt an ihrer robusten Konstruktion mit drei Schichten. Jede einzelne von ihnen erfüllt eine besondere Funktion: Die Innen- und Außenschichten (jeweils ≥ 25 % der Normwanddicke) sind den Medien entsprechend eingefärbt.
Die innere Schicht schützt das Rohr gegen Spannungsrisse, die durch langfristig wirkende Punktlasten entstehen. Die äußere Schicht kennzeichnet die Rohre je nach Medium und bietet erhöhten Schutz gegen Beschädigungen. Diese Schichten des Wavin TSDOQ®-Rohres werden aus einem speziell entwickelten spannungsrissbeständigen Rohstoff hergestellt, der die Anforderungen der PAS 1075 übererfüllt. Selbst bei außerordentlichen Beschädigungen von 20 % der Normwanddicke sichert das Wavin TSDOQ® eine Nutzungsdauer von mindestens 100 Jahren. Die mittlere Schicht des Rohres besteht ebenso aus einem PE 100-RC-Material.

Ideal bei grabenlosen Verlegeverfahren

Damit eignet sich das Rohr ideal für alle grabenlosen Verlegeverfahren, bei denen es besonderen Belastungen, etwa durch Steine oder scharfkantige Altrohrreste, ausgesetzt ist.
Für die Produktwahl der Stadtwerke Schweinfurt war diese Robustheit ein ausschlaggebendes Argument, schließlich sollten die neuen Rohre der Nennweite DN 315 per Reliningverfahren in die bestehenden Wasserleitungen der Nennweite DN 350 eingezogen werden. Insgesamt kamen 1.002 m der durch ihre blaue Farbgebung leicht zu erkennenden Wavin TSDOQ®-Trinkwasserrohre mit einer Wandstärke von 18,7 mm (SDR 17) in Baulängen von 6 und 12 m zum Einsatz.

Einfache Verarbeitung

Zusätzlich überzeugte sowohl den Bauherren als auch die ausführende Rudolf Pfister GmbH sowie die Otto Heil Hoch-, Tief-, Ingenieurbau und Umwelttechnik GmbH, dass sich Wavin TSDOQ® trotz seiner besonderen Schutzeigenschaften wie ein Standard PE 100-Rohr verarbeiten lässt: Die Außendurchmesser entsprechen den normativen Vorgaben der DIN EN 12201-2. Daher können handelsübliche Werkzeuge zum Verarbeiten der Rohre verwendet werden. Die Dreischichtrohre können uneingeschränkt mit allen für Polyethylen zugelassenen Schweißverfahren verbunden werden.
Den Ablauf auf der Baustelle im Hainigweg erleichterte dies enorm. Die Stadtwerke Schweinfurt hatten die Maßnahme als Ganzes in zwei Losen mit den Teilbereichen Inliner, Baugruben, Montagearbeiten und Notversorgung der angeschlossenen Abnehmer ausgeschrieben. Eine gute Koordination der Arbeiten war daher besonders wichtig. Hier stellte sich die Wavin GmbH mit kurzfristigen und flexiblen Lieferterminen als zuverlässiger Partner heraus.

Parallel verlaufende Leitungen nacheinander außer Betrieb genommen

Während der Sanierung wurden die parallel verlaufenden Leitungen nacheinander außer Betrieb genommen. Bei der Niederdruckleitung handelt es sich um eine reine Transportleitung ohne Anschlussnehmer. Bei der Hochdruckleitung hingegen mussten die Tiefbauer die Notversorgung der Anlieger über andere Hochbehälter sicherstellen. Dort, wo die Notversorgung nicht überirdisch verlegt werden konnte, waren außerdem Rohrgräben erforderlich. Eine echte Herausforderung für die Arbeiter im Bereich der Baugruben waren die sich in unmittelbarer Nähe zu den Wasserleitungen befindlichen Gashochdruckleitungen. Dass die Baumaßnahme nach wenigen Wochen zur vollsten Zufriedenheit aller beendet werden konnte, lag nicht zuletzt an der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Wavin TSDOQ® lässt sich verarbeiten wie ein Standard-PE 100-Rohr. Im Hainigweg wurden die Rohre mittels Heizelementstumpfschweißung miteinander verbunden. Die blaue Einfärbung auf der Rohrinnenseite sorgt für Inspektionsfreundlichkeit bei Kamerabefahrungen.

Deutlich erhöhte Qualitätssicherung

Für Generationen haben die Stadtwerke Schweinfurt nun eine qualitativ hochwertige und sichere Lösung mit Blick auf die Wasserleitungen im Hainigweg gefunden. Bei Wavin TSDOQ® ist die Qualität sogar verbrieft: “DOQ” steht für dokumentierte Qualitätssicherung. Hierfür kontrolliert Wavin die TSDOQ®-Rohrproduktion an jedem Rohstoffbatch. Ein unabhängiges Prüfinstitut prüft die Rohrproduktion einer Charge auf einen FNCT Wert ≥ 8.760 Stunden. Netzbetreibern wie den Stadtwerken Schweinfurt gibt diese lückenlose Dokumentation vom Rohstoff bis zum Rohr ein Plus an Sicherheit. Dass die Wavin GmbH ihren Haftungszeitraum für TSDOQ® freiwillig auf zehn Jahre ausgeweitet hat, spricht dabei für sich.

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Wavin TSDOQ® lässt sich verarbeiten wie ein Standard-PE- 100-Rohr. Die blaue Einfärbung auf der Rohrinnenseite sorgt für Inspektionsfreundlichkeit bei Kamerabefahrungen

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