Die Mitte Oktober 2025 begonnene Modernisierung des Wasserwerks in Westerstede ist Mitte April 2026 erfolgreich beendet worden. Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) hat in der 1960 in Betrieb genommenen Anlage zwei veraltete Absetzbecken nacheinander saniert, um die langfristige Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Während der Bauarbeiten stand jeweils nur eines der Becken zur Verfügung. Dadurch konnte das Wasserwerk zeitweise nur etwa die Hälfte der üblichen Menge an Grundwasser zu Trinkwasser aufbereiten. Andere Anlagen im Verbundnetz des OOWV unterstützten die Versorgung, dennoch kam das Wasser zeitweise mit geringerem Druck aus den Leitungen.
Auswirkungen auf Verbraucherinnen und Verbraucher
Die Bauphase wurde bewusst in die verbrauchsärmeren Wintermonate gelegt, um Einschränkungen möglichst gering zu halten. Mit dem saisonalen Anstieg des Wasserbedarfs im Frühjahr läuft das Wasserwerk nun wieder im Normalbetrieb mit höherem Wasserdruck.
Allerdings kann die Umstellung kurzfristige Effekte haben. Besonders in Westerstede und im näheren Umland könnte das Trinkwasser vorübergehend leicht getrübt sein. Auch in umliegenden Kommunen wie Apen, Bad Zwischenahn, Barßel, Bockhorn, Edewecht, Rastede, Saterland, Wiefelstede und Zetel kann sich die Druckveränderung bemerkbar machen.
„Durch den wieder erhöhten Wasserdruck ändert sich stellenweise die Fließgeschwindigkeit und -richtung des Wassers im Leitungsnetz. Dadurch kann es zu Trübungen kommen, die aber durch eine Spülung der Leitung schnell nachlassen sollten“, erklärt Imke Bölts aus dem OOWV-Sachgebiet Verbundbetrieb und Messtechnik.
Bei anhaltenden Problemen steht die OOWV-Betriebsstelle Westerstede unter der Telefonnummer 04488 845211 zur Verfügung, außerhalb der Dienstzeiten der Bereitschaftsdienst unter 04401 6006.
Technische Maßnahmen und Investitionen
Die Absetzbecken sind ein zentraler Bestandteil der Wasseraufbereitung. Sie dienen dazu, unter anderem Eisen und Schwefelwasserstoff aus dem Rohwasser zu filtern. Die Sanierung stellte besondere Anforderungen, da sie im laufenden Betrieb durchgeführt wurde. Mit Hilfe von Hygienezonen und Schleusenabtrennungen konnte während der Arbeiten in einem Becken im benachbarten Becken weiterhin hygienisch einwandfreies Trinkwasser produziert werden.
„Die Sanierung ist gut gelaufen, die statische Sicherung der Zwischendecke über den aus Beton gegossenen Absetzbecken ist gelungen“, bilanziert Anlagenkoordinator Felix Kiefel.
Neue Metallträger sorgen künftig für zusätzliche Stabilität der Konstruktion. Ziel ist es, die Lebensdauer der Anlage deutlich zu verlängern. Die Kosten für die Modernisierung belaufen sich auf mehr als eine halbe Million Euro.
Quelle: OOWV













