Generic filters
FS Logoi

Sanierung des Wasserwerks Westerstede abgeschlossen

Nach mehrmonatiger Modernisierung nimmt das Wasserwerk Westerstede wieder den Normalbetrieb auf. Während der Bauphase kam es zu Einschränkungen, nun kann es kurzfristig zu Trübungen im Trinkwasser kommen.

von | 22.04.26

Der OOWV hat die Modernisierung des Wasserwerks in Westerstede erfolgreich abgeschlossen. Nacheinander wurden zwei in die Jahre gekommene Absetzbecken saniert.
Quelle: OOWV
Wasserwerk Westerstede

Die Mitte Oktober 2025 begonnene Modernisierung des Wasserwerks in Westerstede ist Mitte April 2026 erfolgreich beendet worden. Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) hat in der 1960 in Betrieb genommenen Anlage zwei veraltete Absetzbecken nacheinander saniert, um die langfristige Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Während der Bauarbeiten stand jeweils nur eines der Becken zur Verfügung. Dadurch konnte das Wasserwerk zeitweise nur etwa die Hälfte der üblichen Menge an Grundwasser zu Trinkwasser aufbereiten. Andere Anlagen im Verbundnetz des OOWV unterstützten die Versorgung, dennoch kam das Wasser zeitweise mit geringerem Druck aus den Leitungen.

Auswirkungen auf Verbraucherinnen und Verbraucher

Die Bauphase wurde bewusst in die verbrauchsärmeren Wintermonate gelegt, um Einschränkungen möglichst gering zu halten. Mit dem saisonalen Anstieg des Wasserbedarfs im Frühjahr läuft das Wasserwerk nun wieder im Normalbetrieb mit höherem Wasserdruck.

Allerdings kann die Umstellung kurzfristige Effekte haben. Besonders in Westerstede und im näheren Umland könnte das Trinkwasser vorübergehend leicht getrübt sein. Auch in umliegenden Kommunen wie Apen, Bad Zwischenahn, Barßel, Bockhorn, Edewecht, Rastede, Saterland, Wiefelstede und Zetel kann sich die Druckveränderung bemerkbar machen.

„Durch den wieder erhöhten Wasserdruck ändert sich stellenweise die Fließgeschwindigkeit und -richtung des Wassers im Leitungsnetz. Dadurch kann es zu Trübungen kommen, die aber durch eine Spülung der Leitung schnell nachlassen sollten“, erklärt Imke Bölts aus dem OOWV-Sachgebiet Verbundbetrieb und Messtechnik.

Bei anhaltenden Problemen steht die OOWV-Betriebsstelle Westerstede unter der Telefonnummer 04488 845211 zur Verfügung, außerhalb der Dienstzeiten der Bereitschaftsdienst unter 04401 6006.

Technische Maßnahmen und Investitionen

Die Absetzbecken sind ein zentraler Bestandteil der Wasseraufbereitung. Sie dienen dazu, unter anderem Eisen und Schwefelwasserstoff aus dem Rohwasser zu filtern. Die Sanierung stellte besondere Anforderungen, da sie im laufenden Betrieb durchgeführt wurde. Mit Hilfe von Hygienezonen und Schleusenabtrennungen konnte während der Arbeiten in einem Becken im benachbarten Becken weiterhin hygienisch einwandfreies Trinkwasser produziert werden.

„Die Sanierung ist gut gelaufen, die statische Sicherung der Zwischendecke über den aus Beton gegossenen Absetzbecken ist gelungen“, bilanziert Anlagenkoordinator Felix Kiefel.

Neue Metallträger sorgen künftig für zusätzliche Stabilität der Konstruktion. Ziel ist es, die Lebensdauer der Anlage deutlich zu verlängern. Die Kosten für die Modernisierung belaufen sich auf mehr als eine halbe Million Euro.


Quelle: OOWV

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, automatisch in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Das sagt die Bundesregierung zu Schadstoffen im Trinkwasser
Das sagt die Bundesregierung zu Schadstoffen im Trinkwasser

Die Schadstoffbelastung des Trinkwassers in Deutschland stuft die Bundesregierung mit Verweis auf Daten des Umweltbundesamtes „in den allermeisten Fällen“ als gering ein. Das geht aus einer Antwort (21/5463(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/5004(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) hervor. Sowohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vertreten demnach den Standpunkt, dass es unwahrscheinlich ist, dass von Plastikpartikeln in Lebensmitteln gesundheitliche Risiken für den Menschen ausgehen. Dies gelte gleichermaßen für die Aufnahme durch Lebensmittel wie durch Trinkwasser, heißt es in der Antwort.

mehr lesen
DVGW und KDW verstärken Kooperation für eine sichere digitale Wasserwirtschaft
DVGW und KDW verstärken Kooperation für eine sichere digitale Wasserwirtschaft

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) und das Kompetenzzentrum Digitale Wasserwirtschaft (KDW) arbeiten künftig enger zusammen. Ziel der Kooperation ist es, die digitale Transformation der Wasserwirtschaft fachlich zu begleiten und die Branche beim sicheren Einsatz digitaler Technologien zu unterstützen. Die entsprechende Vereinbarung wurde am 05. Mai 2026 auf der IFAT in München unterzeichnet.

mehr lesen

Firmen zum Thema

Sie möchten den Wassermeister testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die Wassermeister kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03
Datenschutz
wassermeister.net, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
wassermeister.net, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: