Nachtarbeit für kritische Infrastruktur
In der Nacht vom 31. März auf den 1. April führte SachsenEnergie eine zentrale Baumaßnahme zur Sicherung der Trinkwasserversorgung in Dresden durch. Zwischen 21:45 Uhr und 1:45 Uhr wurde eine 46 Meter lange Rohrbrücke mithilfe eines Schwerlastkrans über die Leipziger Straße eingehoben.
Anschluss eines provisorischen Leitungssystems
Die Rohrbrücke ist Teil eines temporären Trinkwasserprovisoriums, das seit Oktober 2025 über die Marienbrücke geführt wird. Ziel der aktuellen Maßnahme ist es, diese Leitung an das bestehende Versorgungsnetz anzuschließen.
Eine unterirdische Verlegung im Bereich der Leipziger Straße wurde im Vorfeld geprüft, jedoch verworfen. Gründe sind der dichte Bestand an vorhandenen Leitungen sowie der hohe Zeitdruck bei der Umsetzung des Projekts.
Hintergrund: Versorgungssicherheit nach Brückenabriss
Der Bau steht im direkten Zusammenhang mit dem Abriss der Carolabrücke. Mit dem Rückbau wurde auch eine zentrale Trinkwasserleitung für die Dresdner Neustadt entfernt. Aktuell übernehmen zwei verbleibende Leitungen die Versorgung.
Ab Sommer 2026 wird jedoch eine dieser Leitungen aufgrund geplanter Sanierungsarbeiten außer Betrieb genommen. Um die Versorgungssicherheit weiterhin zu gewährleisten, ist eine zusätzliche Redundanz erforderlich.
Das provisorische Leitungssystem über die Marienbrücke dient genau diesem Zweck: Es stellt sicher, dass die nördliche Stadtseite auch während Bau- und Sanierungsphasen stabil mit Trinkwasser versorgt bleibt, bis die neue Leitung im Zuge des Neubaus der Carolabrücke fertiggestellt ist.
Quelle: Sachsen Energie











