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OOWV startet Grundwassererkundung im Landkreis Cloppenburg

Nachhaltige Wasserversorgung im Fokus: Der OOWV startet in Molbergen-Krattholz mit Bohrungen, um neues Grundwasser für die steigende Nachfrage im Landkreis Cloppenburg zu erschließen. Ziel ist es, umweltverträgliche Ressourcen zu sichern – ein wichtiger Schritt angesichts wachsender Herausforderungen durch Klimawandel und Bevölkerungszuwachs.

von | 28.11.24

Quelle:OOWV

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) hat im Süden des Landkreises Cloppenburg mit Aufschlussbohrungen begonnen, um nachhaltige und umweltverträgliche Grundwasservorkommen zu erschließen. Erste Bohrungen finden in Molbergen-Krattholz statt, gefolgt von weiteren Standorten in Essen-Calhorn, Löningen-Bunnen, Lindern-Garen und Lastrup-Kneheim. Ziel ist es, die öffentliche Wasserversorgung langfristig zu sichern, da der Wasserbedarf im Verbandsgebiet in den letzten 20 Jahren bereits um 15 Millionen Kubikmeter gestiegen ist und in den kommenden zwei Jahrzehnten voraussichtlich erneut um denselben Wert zunehmen wird.

Erhebung geologischer und hydrologischer Daten zur Identifikation neuer Wasserressourcen

„Die Auswirkungen des Klimawandels sowie das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum stellen uns vor große Herausforderungen“, erklärt OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht.

Mit den neuen Bohrungen will der Verband geologische und hydrologische Daten erheben, um mögliche Wassergewinnungsgebiete zu identifizieren. Der Untergrund wird dabei Schicht für Schicht untersucht: Bodenproben, die aus Tiefen von bis zu 150 Metern an die Oberfläche gefördert werden, zeigen Geologen die Beschaffenheit und Durchlässigkeit des Bodens. Neben den physikalischen Eigenschaften des Untergrunds wird auch die Wasserqualität geprüft, wofür Grundwassermessstellen und Versuchsbrunnen eingerichtet werden.

Datenanalyse und ergänzende Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung

Quelle:OOWV

Die gesammelten Daten fließen in ein bestehendes Grundwasserströmungsmodell ein, um die Auswirkungen einer möglichen Förderung auf den Natur- und Wasserhaushalt zu simulieren. Sollten die Untersuchungen positive Ergebnisse liefern, könnte der Bau eines Wasserwerks angestrebt werden – besonders im Süden des Verbandsgebiets, wo der Bedarf am höchsten ist.

 

Neben der Erkundung neuer Wasserressourcen setzt der OOWV auf ergänzende Maßnahmen wie Wassersparprogramme, Wasserrückhalt und die Wiederverwendung von Brauchwasser. Dies reicht jedoch nicht aus, um den steigenden Wasserbedarf zu decken. Daher betont der OOWV die Notwendigkeit, zusätzliche Grundwasservorkommen zu erschließen, um die Versorgungssicherheit auch in Zukunft auf hohem Niveau zu gewährleisten.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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