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Niedrigwasser im Bodensee: Versorgung bleibt trotz Rekordpegel stabil

Die Hitze Ende Juni macht sich bei der Bodensee-Wasserversorgung bemerkbar. Es wird mehr Trinkwasser nachgefragt und die Wasserabgabe steigt deutlich. Gleichzeitig ist der Wasserpegel im Bodensee im Juni auf einem historischen Tiefstand, doch die Trinkwasserversorgung bleibt gesichert. Technische Maßnahmen und ausreichende Ressourcen gewährleisten auch in Spitzenzeiten eine stabile Versorgung.

von | 07.07.26

Trotz historisch niedrigem Pegel bleibt die Trinkwasserversorgung am Bodensee gesichert.
Quelle: Pixabay/olleaugust
Bodensee

Der Pegel des Bodensees bei Konstanz lag am 26. Juni 2026 bei 3,30 Metern und damit auf einem historisch niedrigen Niveau. Dennoch können die benötigten Fördermengen ohne Einschränkungen bereitgestellt werden. Die Wasserentnahme erfolgt in einer Tiefe von 60 Metern, wo ausreichend Wasser vorhanden ist.

Die Bodensee-Wasserversorgung entnimmt lediglich etwa ein Prozent der Zuflussmenge des Sees. Dieser Anteil liegt deutlich unter der durchschnittlichen Verdunstungsmenge. Zudem wurden in den vergangenen Jahren technische Maßnahmen umgesetzt, um auch bei weiter sinkenden Wasserständen handlungsfähig zu bleiben. Dazu zählen unter anderem Vorpumpen, die eine Wassergewinnung bei niedrigeren Pegeln ermöglichen.

Wasserabgabe erreicht Spitzenwerte

Am 25. Juni 2026 wurde mit einer Tagesabgabe von 546.525 Kubikmetern die dritthöchste Fördermenge in der Geschichte der Bodensee-Wasserversorgung erreicht. Die Organisation verfügt über ein international geregeltes Entnahmerecht von bis zu 670.000 Kubikmetern Rohwasser pro Tag, das bislang nicht vollständig ausgeschöpft wurde.

Erfahrungsgemäß stellt der Juli den Monat mit dem höchsten Wasserverbrauch dar. Für Juli 2026 wird ein Wasserabsatz von rund 12,5 Millionen Kubikmetern erwartet. Für das gesamte Jahr prognostiziert die Bodensee-Wasserversorgung eine Gesamtmenge von etwa 135 Millionen Kubikmetern.

Versorgungssicherheit auch im Sommer gewährleistet

Auch während der heißen und trockenen Sommermonate ist die Versorgungssicherheit gewährleistet. Die Bodensee-Wasserversorgung verfügt über umfangreiche Speicher- und Förderkapazitäten sowie über ausreichend technische Ressourcen.

Die Anlagen ermöglichen eine maximale Förderleistung von etwa 9.000 Litern pro Sekunde. Zusätzlich stehen große Behälterkapazitäten und Reserven zur Verfügung. Pumpen und Stromanlagen sind in ausreichender Zahl vorhanden, um bei Bedarf höhere Fördermengen bereitzustellen. Zur Vorbereitung auf Spitzenverbräuche werden Hochbehälter gezielt gefüllt und auf einem hohen Niveau gehalten.

Bewusster Umgang mit Trinkwasser empfohlen

Trotz der stabilen Versorgungslage wird ein verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource Trinkwasser empfohlen. Bürgerinnen und Bürger können durch gezielte Maßnahmen zur Schonung der Wasserressourcen beitragen, etwa durch sparsames Bewässern von Gärten und Rasenflächen oder einen bewussten Umgang beim Befüllen von Pools.


Quelle: Bodensee Wasserversorgung

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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