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Kooperation zwischen Wasserwirtschaft und Landwirtschaft

Vertreter:innen aus Wasserwirtschaft und Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern haben eine wegweisende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel ist der nachhaltige Schutz des Trinkwassers in Mecklenburg-Vorpommern durch freiwillige Partnerschaften und angepasste landwirtschaftliche Bewirtschaftung. Das Land fördert diese Initiative mit finanzieller Unterstützung, um langfristig sauberes und bezahlbares Trinkwasser zu sichern.

von | 02.04.25

Unter dem Dach der Landeskooperation sollen sich lokale Partnerschaften zwischen Wasserversorgungsunternehmen und Landwirtschaftsbetrieben bilden, die freiwillig und partnerschaftlich für einen nachthaltigen Trinkwasserschutz eintreten.
Quelle: Pixabay
Trinkwasser; memorandum; Kooperation; Trinkwasserzusammensetzung

Anlässlich des Weltwassertages am 22. März haben sich Vertreter:innen verschiedener Verbände im Wasserwerk der Zukunft Malchin getroffen, um eine Kooperation zum Trinkwasserschutz zu beschließen. Dazu gehören der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V., die Landesgruppe Norddeutschland, die Kooperationsgemeinschaft Wasser und Abwasser MV e.V. sowie der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. Unter dem Dach der Landeskooperation sollen sich lokale Partnerschaften zwischen Wasserversorgungsunternehmen und Landwirtschaftsbetrieben bilden, die freiwillig und partnerschaftlich für einen nachthaltigen Trinkwasserschutz eintreten.

„Ich freue mich, dass wir nach einem langen Abstimmungsprozess nun zu dieser Vereinbarung gekommen sind. Im Vordergrund steht ein nachhaltiger Umbau der Bewirtschaftung in den Trinkwasserschutzzonen II (TWSZ II). Zugleich soll sichergestellt werden, dass für hieraus resultierende Erschwernisse, die durch die angepasste Landbewirtschaftung entstehen können, ein angemessener Ausgleich erfolgt. Das führt zu Planungssicherheit und wirtschaftlichen Perspektiven für die Betriebe. Die Beteiligten beabsichtigen insbesondere die ca. 6.000 ha Ackerflächen, die in MV in den TWSZ II liegen, zum Gegenstand von zukünftigen Maßnahmen zu machen. Wir müssen einen Weg zu einer gewässerverträglicheren Landwirtschaft finden und dabei sorgsam mit unserem wichtigsten Lebensmittel Wasser umgehen. Dabei gilt es, die Produktionsbedingungen und die ökonomischen Belange der Landwirtschaft zu berücksichtigen“, sagt Minister Dr. Till Backhaus. Er konnte aufgrund der Koalitionsverhandlungen in Berlin nicht persönlich vor Ort sein.

MV fördert Kooperation

Einen ersten Zuwendungsbescheid übergab die im Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt MV für Wasser zuständige Abteilungsleiterin Renate Brügge an den Wasserzweckverband Malchin/Stavenhagen. 231.000 € beträgt die Zuwendung, aus der Tätigkeiten der lokalen Partnerschaft für den Trinkwasserschutz in den nächsten drei Jahren finanziert werden können. Das Land beteiligt sich mit 70 % an den Kosten aus dem Wasserentnahmeentgelt.

Till Backhaus ruft Wasserversorgungsunternehmen und Landwirtschaftsbetriebe auf, diesen vom Land auch finanziell unterstützten Weg künftig verstärkt einzuschlagen.

„Wir wollen nicht zulassen, dass Wasserwerke künftig Chemiebetriebe sein müssen, um schädliche Stoffe aus dem Wasser zu entfernen und ein Kunstwasser herstellen müssen, das wohl trinkbar, aber kein Genuss mehr ist. Noch haben wir es in der Hand, beobachtete Trends aufzuhalten und umzukehren. Die Wasserwerke der Zukunft sollen sauberes, klares und ohne wesentliche Aufbereitung trinkbares Wasser liefern. Diesen Standard wollen wir für die Bürgerinnen und Bürger, und damit übrigens auch für die Landwirtinnen und Landwirte, in Mecklenburg-Vorpommern erhalten. Nur so kann das Trinkwasser der Zukunft aus der eigenen Region kommen und bezahlbar bleiben“, sagt der Minister.


Quelle: Regierungsportal M-V

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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